19/08/2025
✨ Warum tanze ich Tango – und wie hat er mein Leben verändert? 💖
Ich habe mir diese Frage neulich gestellt: Warum tanze ich eigentlich Tango? Und was hat er mit mir gemacht?
Wahrscheinlich gibt es so viele Antworten darauf wie Tänzer:innen – und jede ist anders.
Für mich war Tango von Anfang an Teil einer Suche. Eigentlich war ich schon vorher auf dieser Suche 😉 – nach mir selbst, nach dem, was ich in meinem Leben wirklich will.
Ich suchte Liebe, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Nähe. Und vieles davon habe ich im Tango gefunden.
Am Anfang (ich geb’s zu 😏) war da auch die Hoffnung auf einen Beziehungspartner. Doch das habe ich schnell verworfen. Denn eins habe ich verstanden:
„Alles, was du unbedingt haben willst, bekommst du erstmal nicht.“
Spannend finde ich, wie sich die Gründe mit der Zeit verändern. Manche starten vielleicht wegen der Musik, andere wegen der Romantik oder einfach aus Neugier oder weil sie eine neue Sportart ausprobieren wollen. Doch das, was uns dabeibleiben lässt, ist oft etwas anderes.
Tango ist ein Lehrmeister. Er zeigt uns, wer wir sind – unsere Sehnsüchte, Ängste, Stärken. Auch die Ecken, die wir lieber verbergen würden.
Und genau darin liegt auch seine Einladung: Er fordert uns auf, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen. Nicht jeder nimmt diese Einladung an – manchmal aus Angst davor, was er im Spiegel des Tangos finden könnte.
Im Tanzen selbst zeigt sich diese Einladung auf eine sehr konkrete Weise:
Die Führende oder der Führende gibt eine Einladung durch eine Bewegung. Und dann liegt es an mir – nehme ich sie an oder nicht, verändere ich etwas durch meine Antwort?
Es braucht eine Entscheidung, wie beim Cabeceo, wie bei der Aufforderung, der Einladung zum Tanz.
Wenn ich durch Cabeceo einlade, hat der andere leichter die Möglichkeit, durch weg schauen zu entscheiden, dass er oder sie im Moment nicht mit mir tanzen möchte, ohne, dass es öffentlich sichtbar ist.
Wenn ich zu jemandem hin gehe, frage und einen "Korb" bekomme und unverrichteter Dinge wieder davon gehen muss..naja, es könnte mir unangenehm sein oder die aufgeforderte Person fühlt sich vielleicht nicht frei genug entscheiden zu können...
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