Institut für charismatisches Führen

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Verlag | Institut für charismatisches Führen

28/07/2026

Was ist eigentlich das Gegenteil von Toxic Positivity?
Die naheliegende Antwort, einfach mehr Negativität, mehr Kritik, mehr Realismus im Sinne von Schwarzmalerei, ist ein Fehlschluss. Toxic Negativity ist keine Lösung, sondern dieselbe Verzerrung mit umgekehrtem Vorzeichen.

Mit „Jenseits der Fassade“ schließe ich meine dreiteilige Essay-Reihe zu Toxic Positivity in der Führung ab. Die zentrale These: Das eigentliche Gegenmodell heißt nicht Negativität, sondern Vollständigkeit. Das ist die Fähigkeit, positive und negative Aspekte einer Situation gleichzeitig anzuerkennen, ohne eine Seite auszublenden.

Der Psychologe Viktor Frankl nannte das „tragischen Optimismus“: eine Haltung, die Schmerz, Schuld und Verlust nicht verdrängt oder romantisiert, sondern als Teil der Realität anerkennt und trotzdem aktiv nach Sinn und Handlungsspielraum sucht. Scott Barry Kaufman hat das Konzept 2021 wieder in den öffentlichen Diskurs gebracht.

Für Führung heißt das konkret:
→ Schwierige Realitäten offen benennen, ohne in Fatalismus zu verfallen
→ Psychologische Sicherheit (Amy Edmondson) als Grundlage schaffen, damit Probleme überhaupt sichtbar werden
→ Anerkennung nicht mit Zustimmung verwechseln – eine Situation als real zu akzeptieren heißt nicht, sie gutzuheißen
→ Auch empirisch fundiert: Wer negative Emotionen unterdrückt statt akzeptiert, fühlt sich hinterher schlechter, nicht besser

Führung braucht keine Fassade. Sie braucht die Fähigkeit, Realität und Hoffnung gleichzeitig auszuhalten.

Hier ist der Link zum vollständigen Essay: https://icf-institut.de/jenseits-der-fassade/

23/07/2026

Über „Toxic Positivity“ wird zurecht viel gesprochen, aber was ist mit ihrem weniger beachteten Gegenstück?

Mit dieser Frage setze ich mich in meinem Essay „Die andere Seite der Vergiftung: Toxic Negativity in der Führung“ auseinander. Warum wiegen chronisches Klagen, Zynismus und destruktive Kritik in Führungskulturen mindestens ebenso schwer wie erzwungener Optimismus?

Darin u. a.:
- Warum eine einzelne abwertende Bemerkung psychologisch schwerer wiegt als mehrere positive Rückmeldungen (Negativitätsverzerrung nach Baumeister et al.).
- Wie sich negative Stimmungen von Führungskräften besonders stark auf Teams übertragen (emotionale Ansteckung nach Barsade).
- Warum chronische Pauschalkritik in erlernte Hilflosigkeit führt und Eigeninitiative erstickt.
- Wo genau konstruktive Kritik in Toxizität kippt.
- Warum weder erzwungene Positivität noch chronische Negativität ein tragfähiges Führungsleitbild sind.

Den vollständigen Essay gibt's hier: https://icf-institut.de/toxic-negativity/

Kehrseite der Positivität 14/07/2026

Toxic Positivity - Die Kehrseite der Positivität

In der Führungskräfteentwicklung gilt positives Denken fast als Dogma. Doch was, wenn Affirmationen genau denjenigen schaden, die sie eigentlich stärken sollen?

In meinem neuen Essay „Die Kehrseite der Positivität” gehe ich dieser Frage nach und erörtere, warum plakative Selbstaussagen wie „Ich bin eine starke Führungspersönlichkeit” bei unsicheren Führungskräften oft das Gegenteil bewirken. Zudem untersuche ich, wie eine Kultur der erzwungenen Positivität kritisches Feedback, Vertrauen und Innovationsfähigkeit im Unternehmen untergräbt.

Darin u. a.:
– Was die Forschung von Wood et al. (2009) zu „positive self-statements” wirklich zeigt,
– warum Affirmation und Selbstbestätigung (Self-Affirmation Theory) oft verwechselt werden,
– wie „Toxic Positivity” Führungskulturen von innen aushöhlt,
– was stattdessen wirkt: wertebasierte Selbstreflexion statt Mantras.

Den vollständigen Essay gibt es hier: https://icf-institut.de/die-kehrseite-der-positivitaet/

Kehrseite der Positivität Negative Effekte von Affirmationen in der Führungskräfteentwicklung - Ein Essay

09/07/2026

Ab August erscheint „Leadership Info“, der Newsletter des Instituts für charismatisches Führen, in Kooperation mit dem Portal Leadership.Info. Seien Sie von Anfang an dabei.

Viermal im Jahr erhalten Sie kompakte Einblicke in die Arbeit des Instituts sowie praxisnahe und inspirierende Impulse für Ihre Führung.

Als Abonnentin oder Abonnent haben Sie zudem die Möglichkeit, eigene Erfahrungen aus Ihrer Führungspraxis einzubringen. So entsteht ein lebendiger Austausch auf Augenhöhe, der uns gemeinsam wachsen lässt.

Werden Sie Teil einer Gemeinschaft, die Führung mit Charisma, Klarheit und Wirkung neu denkt.

Jetzt kostenlos anmelden: https://icf-institut.de/newsletter/

Wir freuen uns auf Sie!

Was Geld nicht kaufen kann 22/06/2026

Was Geld nicht kaufen kann
Ein Schatz aus der Zeit Goethes und Schillers

Was Geld nicht kaufen kann Es gibt Dinge, die sich für Geld nicht erwerben lassen, weder bei den großen Onlinehändlern aus den USA und China noch in den Kaufhäusern dieser Welt. Der Grund liegt auf der Hand: Solche Dinge...

16/06/2026

🌞 Urlaubszeit ist Lesezeit, aber wer möchte schon einen dicken Schinken im Koffer transportieren?
Die „Daily Leadership Snacks” liefern 61 kompakte Impulse, die sich in wenigen Minuten lesen lassen und trotzdem lange nachwirken. Ideal für die Liege am See, den Balkon nach Feierabend oder die lange Zugfahrt in den Urlaub.
📖 Klein genug für die Reisetasche.
💡 Stark genug, um den gewohnten Blick auf Führung zu verändern.
Genau richtig für alle, die auch in den Ferien ohne Wälzer und ohne Druck neue Denkanstöße suchen.
👉 Jetzt entdecken und den Sommer mit frischen Impulsen starten!

13/04/2026

Führen ist ein Weg, keine mathematische Gleichung

Über die Grenzen rationaler Führungsmodelle und die Notwendigkeit gelebter Wegweisung

Essay von Martin Haase 👉 Link im ersten Kommentar

19/03/2026

Das Institut für charismatisches Führen widmet sich der Frage, wie Führung in einer komplexen, beschleunigten und zunehmend sinnorientierten Welt gelingen kann. Die meisten gängigen Modelle entstammen einer Arbeitsrealität, die so nicht mehr existiert, dennoch prägen ihre Logiken vielerorts noch immer den organisationalen Alltag, als hätten sich weder der Mensch noch die Bedingungen seiner Arbeit grundlegend gewandelt. Genau in dieser Diskrepanz liegt jene leise, aber spürbare Spannung, die in vielen Gesprächen über Führung aufscheint.

Wir verstehen Führung nicht als Technik der Steuerung, sondern als Kunst: als ein Zusammenspiel von Haltung, Wirkung und Verantwortungsbewusstsein. Sie ist eine schöpferische Praxis im Umgang mit Menschen und Systemen. Sie ist kein mechanisches Instrument, sondern ein lebendiger Prozess.

Vor diesem Hintergrund richtet sich der folgende Impuls an eine Generation von Führungskräften, deren berufliches Selbstverständnis inmitten tiefgreifender Umbrüche entstanden ist. Ihre Perspektiven werden maßgeblich darüber entscheiden, wie sich Führungskultur künftig formt.

Die gegenwärtigen Führungssysteme beruhen weitgehend auf Denkmustern einer industriell geprägten Epoche, in der Stabilität, Kontrolle und Planbarkeit als Garanten für Erfolg galten. Diese Voraussetzungen sind längst erodiert. Wirtschaftliche Dynamiken, technologische Sprünge und gesellschaftliche Verschiebungen haben die Spielregeln verändert, trotzdem halten sich vertraute Routinen erstaunlich hartnäckig. Sie versprechen Orientierung, wo Unsicherheit wächst, stoßen jedoch zunehmend an ihre Grenzen.

Führung steht heute vor einer doppelten Herausforderung: Sie muss Orientierung geben und sich zugleich selbst infrage stellen. Wer führt, bewegt sich in einem System, das sich fortwährend neu konstituiert und ist Teil dieses Prozesses.

Gerade deshalb lohnt der Blick auf jene Führungskräfte, die nach 1980 geboren wurden. Sie sind nicht in stabile Strukturen hineingewachsen, sondern in eine Welt, die sich bereits im Wandel befand. Führung erschien ihnen nie als statische Gewissheit, sondern als etwas, das sich im Vollzug verändert. Sie haben Vertrauen als Prinzip erprobt, Agilität als Versprechen und dabei nicht selten auch deren Grenzen erfahren. Vor allem aber haben sie gelernt, dass Autorität heute nicht mehr verliehen wird, sondern täglich neu entsteht.

Was also verstehen junge Führungspersönlichkeiten unter guter Führung in fluiden Organisationen? Welche Elemente klassischer Führungslogik tragen weiterhin und welche wirken längst als Hemmnis? Wie verändert sich Verantwortung in einer vernetzten, vielfach fragmentierten Arbeitswelt?

Daraus ergeben sich vier zentrale Fragen:
- Was bedeutet gute Führung heute, jenseits aller Lehrbuchdefinitionen?
- Welche Prinzipien behalten ihre Gültigkeit, welche haben ausgedient?
- Was müsste sich dringend verändern – und warum geschieht es dennoch nicht?
- Und schließlich: Welches Missverständnis über Führung hält sich am hartnäckigsten?

Diese Fragen zielen über einen bloßen Generationenvergleich hinaus. Sie berühren den Kern dessen, wie Führung im 21. Jahrhundert gedacht und gelebt werden kann. Möglicherweise liegt das eigentliche Problem nicht im Mangel an Konzepten, sondern in den selten hinterfragten Gewissheiten darüber, was Führung überhaupt sei.

Welche Annahmen tragen wir weiter, obwohl sie uns längst behindern? Und was entsteht, wenn wir den Mut finden, sie infrage zu stellen?

Auch das gewählte Format folgt dieser Haltung: kein Panel, keine Bühne, keine Moderation. Stattdessen ein ernsthaftes Gespräch, vielleicht bei einem Kaffee oder bei einem Spaziergang am Rhein in Köln.

Wenn du nach 1980 geboren bist, Verantwortung trägst und eine klare Vorstellung davon hast, was Führung heute leisten muss, melde dich gern.

Denn das eigentliche Defizit liegt nicht im Fehlen von Antworten. Was fehlt, ist der Mut, die richtigen Fragen zu stellen und die Bereitschaft, wirklich zuzuhören.

Daily Leadership Snacks - Advent-Verlag 20/01/2026

Impulse für Führungskräfte im kirchlichen Alltag

Neues Highlight im Advent-Verlag: „Daily Leadership Snacks“

Lüneburg, Januar 2026 – Jetzt online bestellbar: Das praxisnahe Buch „Daily Leadership Snacks – 61 Impulse für das Überleben im Führungsalltag“ ist ab sofort auch im Online-Shop des Advent-Verlags Lüneburg erhältlich. Ein unverzichtbarer Begleiter für Pastorinnen und Pastoren, Gemeindeleiterinnen, Jugendgruppenleiter und alle, die geistliche Verantwortung mit organisatorischen Herausforderungen balancieren.

Dieses kompakte Werk spricht genau die Realität moderner Führung an: 61 kurze, pointierte Denkanstöße laden ein, typische Spannungsfelder wie Teamkommunikation, Umgang mit Druck, Selbstführung und innere Haltung bewusst zu reflektieren. Statt trockener Theorien oder starren Rezepten bietet es praxistaugliche Reflexionsfragen und Perspektivwechsel, die nahtlos in den hektischen Kirchenalltag passen. Die bewusst knappen Texte lassen viel Raum für persönliche Notizen. So entsteht ein individuelles Logbuch, das Führung als lebendigen Prozess und Haltung begreift, nicht als starre Funktion.

Besonders überzeugt Pastor Johannes Naether, Präsident des Norddeutschen Verbands der Siebenten-Tags-Adventisten: „Ich bin wirklich überrascht: Das Buch gefällt mir ausgesprochen gut. Es sind wirklich Snacks – Sie gleiten aber nicht in Allgemeinweisheiten oder ‚Küchenpsychologie‘ ab. Mir gefällt die straffe Form, keine langen Sätze, man liest und es steht vor Augen. Die fehlenden Begründungen provozieren vermehrt zur Reflektion, Stichwort Selberdenken. Wo eine Aussage den eigenen Erfahrungen widerspricht, braucht es durch die komprimierte Form kein langes Nachhängen. Ich mag auch manche Wortspielerei.“

Dieses begeisterte Feedback unterstreicht, wie wertvoll die Impulse für den kirchlichen Kontext sind: Frisch eingesetzte Führungskräfte finden hier Orientierung in der Unsicherheit, während Erfahrene ihre Routine durch frische Inspiration beleben. „Daily Leadership Snacks“ macht Führung menschlich, nachdenklich und hoffnungsvoll. Ideal für den Alltag in Gemeinden und Freikirchen.

Bestellen Sie jetzt unter https://advent-verlag.de/buecher/ratgeber/lebensstil/daily-leadership-snacks/ und stärken Sie Ihre Führungsreise.

Preis: 22 € | ISBN: 978-3-9827927-0-5

Daily Leadership Snacks - Advent-Verlag 61 Impulse für das Überleben im Führungsalltag

Menetekel '26 09/01/2026

Menetekel '26

Das Menetekel unserer Zeit: Zunächst der Narzissmus, der den Menschen vor sein eigenes Abbild fesselt, dann der schleichende Verlust der Welt, die er nicht mehr wahrnimmt, weil er nur noch sich selbst sieht. Aus dieser Blindheit erwächst der Größenwahn, der sich für einen Schöpfer hält, doch in Wahrheit nur sein eigenes Trugbild vergrößert, bis die Wirklichkeit zurückschlägt und der Traum der Selbstvergötzung in einer Katastrophe endet. Wer so lebt, ruft seinen eigenen Untergang herbei und nennt ihn seine Krönung.

-institut

Menetekel '26 Das Menetekel leuchtet in den Bildschirmen, in den Rhetoriken unserer Selbstinszenierung, in den stillen Verschiebungen unseres Wirklichkeitsbewusstseins.

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