Margaretha Rothe fragt

Margaretha Rothe fragt Wir organisieren Podiumsdiskussionen zu aktuellen politischen Themen am Margaretha-Rothe-Gymnasium

18/02/2020

Da wir recht viele Besucher zu unserer morgigen Veranstaltung erwarten, haben wir einen Livestream eingerichtet. Schaut morgen ab 19 Uhr auf mrfragt.mrg-online.de vorbei!

Home Margaretha Rothe fragt: Meinungs- und Pressefreiheit in Gefahr? Nach und dem Künast-Urteil sind Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und Hate Speech verstärkt in die politische Diskussion geraten. Wo sind die Grenzen des Sagbaren, gerade innerhalb der Medienlandschaft? Welche Veränderun...

Wir begrüßen: Johannes KahrsJohannes Kahrs ist ein deutscher Politiker und Mitglied der SPD. Er ist seit 1998 stets dire...
17/02/2020

Wir begrüßen: Johannes Kahrs

Johannes Kahrs ist ein deutscher Politiker und Mitglied der SPD. Er ist seit 1998 stets direkt gewähltes Mitglied des Bundestages für den Wahlkreis Hamburg-Mitte.

Johannes Kahrs wurde 1963 in Bremen geboren und machte im Jahr 1984 sein Abitur, absolvierte im Anschluss bis 1986 seinen Wehrdienst als Reserveoffiziersanwärter ab und anschließend ein Studium der Rechtswissenschaft.
Bis 1995 studierte er Jura. Seit 1998 ist er Mitglied des Deutschen Bundestags. Bis 2002 saß er im Verteidigungsausschuss und danach im Haushaltsausschuss. Er ist zudem Mitglied des Ältestenrats, Sprecher des Seeheimer Kreises und seit 2013 Haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Kahrs ist als Freund klarer Worte bekannt, gerade im Rahmen von Bundestagsdebatten. Auf Twitter hat er sich zudem für die Klarnahmenpflicht im Netz ausgesprochen.
Im Rahmen unserer Diskussion möchten wir herausfinden, wie Kahrs zum NetzDG steht, welche Alternativen er sieht und wo er die Grenzen der Meinungsfreiheit setzt.

Wir begrüßen bei uns als Gast: Jochen BittnerJochen Bittner ist ein angesehener Journalist bei der ZEIT und als Gastauto...
17/02/2020

Wir begrüßen bei uns als Gast: Jochen Bittner

Jochen Bittner ist ein angesehener Journalist bei der ZEIT und als Gastautor ebenfalls bei der „International New York Times“ tätig.
1973 wurde Bittner in Frankenberg (Hessen) geboren und legte an der Edertal-Schule in Frankenberg das Abitur ab und studierte danach in Kiel Jura und Philosophie. 1998 legte er das erste juristische Staatsexamen ab. Im Jahr 1999/2000 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kieler Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie.
Von 2007 bis 2011 arbeitete er als Europa- und NATO-Korrespondent der ZEIT in Brüssel; seither ist Jochen Bittner in der Hamburger Hauptredaktion vor allem zuständig für Kommentare, Europa- und Sicherheitspolitik.
2010 veröffentlichte er sein Buch „So nicht, Europa!“, zuletzt seine Streitschrift „Zur Sache, Deutschland!“. In letzterem Werk fordert Bittner eine Entemotionalisierung von politischen Debatten. In Bezug auf das NetzDG, obwohl er einräumt, dass die Urheber dieses Gesetzes gute Absichten gehabt hätten.
Mit unserer Podiumsdiskussion würden wir gerne herausfinden, welche konkreten Vorschläge er für eine offene und respektvolle Debattenkultur hat. Zudem sind wir auf seine Verbesserungsvorschläge zum NetzDG gespannt.

Quellen (eingesehen am 20.01.20)

https://www.zeit.de/2018/03/meinungsfreiheit-netzwerkdurchsetzungsgesetz-soziale-netzwerke-zensur
https://twitter.com/JochenBittner/status/949328168502091776
https://twitter.com/JochenBittner/status/781102330955587584
https://www.koerber-stiftung.de/publikationen/shop-portal/autoren/buecher-eines-autors/jochen-bittner-63

Bei uns zu Gast: Robert HabeckRobert Habeck ist – gemeinsam mit Annalena Baerbock – der  Bundesvorsitzende von Bündnis 9...
14/02/2020

Bei uns zu Gast: Robert Habeck

Robert Habeck ist – gemeinsam mit Annalena Baerbock – der Bundesvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen. Er arbeitet zudem als freier Schriftsteller. Er wurde am 2. September 1969 in Lübeck geboren und legte 1989 Abitur an der Heinrich-Heine-Schule Heikendorf ab. 1991 startete er sein Studium in Philosophie, Germanistik und Philologie und erhielt 1996 den Magister. 2000 promovierte er an der Uni Hamburg zum Doktor der Philosophie. Nach dem Abitur absolvierte er den Zivildienst beim damaligen ‚Hamburger Spastikerverein‘ (heute Leben mit Behinderung Hamburg Elternverein) und begann 1999 seine Arbeit als freier Schriftsteller zusammen mit seiner Frau.
2002 trat er den Grünen bei und wurde Kreisvorsitzender in Schleswig-Flensburg; 2004 wurde er Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein gewählt. 2009 gewann er die Wahl zum Fraktionsvorsitzenden im Landtag von Schleswig-Holstein. Von 2012 bis 2018 war er Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und wurde 2018 zum Bundesvorsitzenden der Grünen gewählt.Habeck vertritt eine liberale Position in Sachen Meinungsfreiheit und legt großen Wert darauf, Andersdenkende zu Wort kommen zu lassen. Seine Partei äußerte sich kritisch zum NetzDG. Bündnis 90 / Die Grünen finden, dass das Gesetz dem Schutz der Opfer von Hassrede in seiner heutigen Form nicht gerecht werde.
Während der Diskussion wollen wir herausfinden, wie Herr Habeck persönlich zum NetzDG steht, ob er mögliche Verbesserungen und Alternativen sieht und welchen Kurs er mit seiner Partei in Richtung Hate Speech und Meinungsfreiheit in Zukunft nehmen will – gerade vor dem Hintergrunde der Angriffe auf seine Parteikollegin Renate Künast.

Quellen (eingesehen am 11.02.2020):
https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Habeck
https://www.robert-habeck.de/
https://amp2.handelsblatt.com/politik/deutschland/meinungsfreiheit-gruenen-chef-habeck-zu-lucke-blockade-wer-bruellt-hat-unrecht/25151804.html
https://www.gruene.de/themen/digitalisierung

Wir begrüßen als Gast: Katja SudingKatja Suding ist Mitglied des Deutschen Bundestags, Landesvorsitzende der FDP Hamburg...
12/02/2020

Wir begrüßen als Gast: Katja Suding

Katja Suding ist Mitglied des Deutschen Bundestags, Landesvorsitzende der FDP Hamburg und seit 2015 stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP. Sie wurde 1975 in Vechta in Niedersachsen geboren, dort machte sie 1996 an der Liebfrauenschule ihr Abitur. Danach begann sie ein Studium der Kommunikations- und Politikwissenschaft sowie der Romanistik an der Universität Münster, dies schloss sie 2003 als Magistra Artium ab. Währenddessen zog sie nach Hamburg und arbeitete in verschiedenen Positionen und Firmen der PR- und Marketingbranche. 2006 stieg sie in die Politik ein, mit ihrem Eintritt in die FDP und arbeitete sich durch die Bezirksebene bis hin zur Landesebene durch und wurde 2008 Beisitzerin im Landesvorstand Hamburg, seit 2011 ist sie Mitglied im Präsidium der FDP Hamburg. Von 2011 bis 2017 war sie Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und ist seit 2017 Bundestagsabgeordnete.
Sie äußerte sich kritisch gegenüber dem NetzDG, nannte es einen "Schlag gegen das Grundrecht auf freie Meinerungsäußerung". Sie verteidigt denach offen die Meinungs- und Pressefreiheit. Von Katja Suding erhoffen wir uns eine Perspektive hinsichtlich der Verbesserung des NetzDG. Zudem kann sie nach den Verwerfungen um die Thüringische Landtagswahl vielleicht Tipps im Umgang mit Sh*tstorms geben.

Quellen (abgerufen a, 20.02.2020):
https://www.instagram.com/katjasuding/
https://twitter.com/KatjaSuding/
https://de.wikipedia.org/wiki/Katja_Suding

Zu Gast bei uns: Julian ReicheltJulian Reichelt ist ein deutscher Journalist. Er fungiert seit Februar 2017 als Vorsitze...
07/02/2020

Zu Gast bei uns: Julian Reichelt

Julian Reichelt ist ein deutscher Journalist. Er fungiert seit Februar 2017 als Vorsitzender der Chefredaktionen und Chefredakteur Digital der Bild.
Julian Reichelt wurde 1980 in Hamburg geboren und machte 2000 am Othmarschen Gymnasium sein Abitur. Schon zwei Jahre später volontierte er bei BILD und durchlief die Journalistenausbildung an der Axel-Springer-Akademie. Zuvor war er freier Autor, ebenfalls für BILD, für Park Avenue und andere.
Reichelt, der bereits als freier Mitarbeiter Erfahrungen gesammelt hatte, arbeitete ab 2004 als "Bild"-Journalist im Nachrichten-Ressort. Er profilierte sich als Reporter und Kriegsberichterstatter in Afghanistan, Georgien, Thailand, dem Irak, Sudan und dem Libanon. Zudem berichtete er über den Libanonkrieg im Sommer 2006.
Im Jahr 2007 wurde er Chefreporter und stieg 2014 zum Chefredakteur des Internet-Ablegers der BILD auf. Der Springer-Verlag gab im Februar 2017 bekannt, dass Julian Reichelt zukünftig Vorsitzender der Chefredaktion wird und somit die redaktionelle Gesamtverantwortung für die BILD-Zeitung trägt.
Wir erhoffen uns von dieser Debatte die Meinung von Julian Reichelt zu den Themen Meinungs- und Pressefreiheit zu hören. Julian Reichelt ist für seinen offensiven Stil bekannt und wird sicherlich für Kontroverse sorgen.

06/02/2020

Das PGW-Englisch-Profil der Oberstufe lädt ein zur nächsten Ausgabe von „Margaretha Rothe fragt…“, die am 19.02.2020 um 19 Uhr in der Aula des MRG stattfinden wird. Auch in diesem Jahr begrüßen wir hochkarätige Gäste: den Autor und Journalisten der ZEIT Jochen Bittner, den Chefredakteur der BILD und BILD Online Julian Reichelt, den Bundestagsabgeordneten der SPD Johannes Kahrs, die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende FDP-Parteivorsitzende Katja Suding sowie den Parteivorsitzenden von Bündnis 90 / Die Grünen Robert Habeck. Allein das Podium verspricht eine kontroverse Diskussion, und zwar um die Themen Presse- und Meinungsfreiheit: Wo sind die Grenzen des Sagbaren, gerade innerhalb der Medienlandschaft? Welche Veränderungen ergeben sich aufgrund von Social Media in der Diskussionskultur? Welche Konsequenzen sollten Politik und Justiz ziehen? Weitere Informationen und Hintergrundgeschichten findest du und finden Sie auf unserer Website, auf Instagram sowie auf Twitter

Rückblickend auf die Veranstaltung vor einer Woche können wir nur zufrieden sein. Das erfolgreiche Absolvieren dieses ar...
11/06/2019

Rückblickend auf die Veranstaltung vor einer Woche können wir nur zufrieden sein. Das erfolgreiche Absolvieren dieses arbeitsintensiven Formats hat uns alle über uns hinauswachsen lassen und nebenbei Spaß gemacht. Vielen Dank, dass alle gekommen sind und bis nächstes Jahr 👋🏼 @ Barmbek-Nord

11/06/2019

„Ihr jungen Menschen – ihr seid die Zukunft unseres Landes. Wir haben den Stab der Erinnerung, doch in Kürze werden wir ihn an euch weitergeben. Ihr habt die Verantwortung für das künftige Miteinander in diesem Land.“

Es sind eindringliche, gewichtige Worte, welche die Überlebende der Shoa und Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, wählt. Anlässlich des 100-jährigen Geburtstags von Margaretha Rothe, Opfer des Nationalsozialismus und Namenspatronin des gleichnamigen Barmbeker Gymnasiums, fand in diesem Jahr das schulische Diskussionsformat „Margaretha Rothe fragt...“ zum Thema Antisemitismus und Judenhass statt. Die organisierenden Schülerinnen und Schüler aus einem Politik-Oberstufenkurs begrüßten hochkarätige Gäste: Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Dr. Peter Tschentscher war zugegen, Charlotte Knobloch reiste extra aus München an; der Rapper und Buchautor Ben Salomo kam ebenso aus Berlin wie der Beauftragte der Bundesregierung gegen den Antisemitismus, Dr. Felix Klein.
Eine solch illustre Diskussionsrunde ist bei Weitem nicht selbstverständlich in einem schulischen Kontext und es ist dem Enthusiasmus des 19-köpfigen Organisationsteams zu verdanken, dass die 380 Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter viele Hamburgerinnen und Hamburger aus dem gesamten Stadtgebiet, einen bewegenden, aber auch nachdenklich machenden Abend verleben durften: Was läuft falsch in einer Gesellschaft, in der eine absolute Minderheit einer enormen Zahl an verbalen und tätlichen Übergriffen ausgesetzt ist und in der das Kokettieren mit dem Holocaust Einzug in die Popkultur gefunden hat?
Zu Beginn leitete Malena in die mannigfaltigen Fassetten des Judenhasses ein, der sich auf gut 2000-jährigen Wurzeln gründet und sich aus ganz unterschiedlichen religiösen wie politischen Motivationen speist. Es gehört zu den bewegenden Szenen dieses Abends, wie Charlotte Knobloch ihre Hochachtung und Rührung gegenüber der 17-jährigen Schülerin zum Ausdruck gebracht hat, die solch ein umfassendes Thema – mit Unterstützung ihres Rechercheteams – auf den Punkt zusammenzufassen wusste. Vom alltäglichen Judenhass, aber auch von den Besonderheiten innerhalb der Rap-Szene berichtete Ben Salomo. Eindringlich beklagt er, dass einige deutsche Rapper nicht nur mit antisemitisch aufgeladenen Texten Geld verdienten, sondern ihnen hierfür auch noch in den einschlägigen Szenemedien Plattformen geboten würden. Felix Klein, der aufgrund seiner Warnung, sich öffentlich zum jüdischen Glauben in Deutschland zu bekennen, in letzter Zeit in der Kritik steht, verwies auf einen antisemitischen „Dammbruch“, der sich in der Mitte der Gesellschaft ergieße. Peter Tschentscher betonte zwar eine besondere religiöse Toleranz, die in Hamburg herrsche, machte aber gleichwohl darauf aufmerksam, jeglichen rechtpopulistischen Tendenzen Einhalt gebieten zu müssen. Charlotte Knobloch schließlich sieht die Lebenswirklichkeit jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger weitaus drastischer. Sie vergleicht die derzeitige gesellschaftliche Verrohung, die sie durch Hasskommentare und Volksverhetzung in den sozialen Medien verstärkt sieht, mit den Zuständen der späten Weimarer Republik.
Wie nun mit dem Antisemitismus umgehen? Felix Klein forderte, die vorhandenen Strafmaße bei politisch motivierten Straftaten in Gänze auszuschöpfen und das Verbrennen staatlicher Symbole unter Strafe zu stellen. Charlotte Knobloch appellierte, eine Gemeinschaft der Anständigen gegen den Hass zu bilden. In dieser Hinsicht setzt sie ihre Hoffnung insbesondere in die Jugend. Peter Tschentscher erachtete in dieser Richtung all diejenigen, die im Rahmen des letztjährigen Echo-Skandals ihre Preise aus Protest zurückgegeben haben, als positive Beispiele. Die unkonventionellsten Vorschläge äußerte Ben Salomo: Zuerst würde er Rap-Musik mit hetzerischen oder gewaltverherrlichenden Texten erst ab Volljährigkeit über Streaming-Dienste zugänglich machen. Dann forderte er, dass allen Schülerinnen und Schülern kostenlose Klassenaustausche nach Israel möglich gemacht werden sollten.

Trotz der Brisanz und auch der Beklommenheit, die mit dem Thema Judenhass verbunden ist, schafften es die Schülerinnen und Schüler, den Abend in wohltuender Weise hoffnungsvoll zu gestalten. Der Hass, der sich viel zu oft Bahn bricht – an diesem Abend war im Margaretha-Rothe-Gymnasium kein Platz für ihn.

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03/06/2019


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Wer könnte noch antisemitische Ansichten haben?                                       **i
02/06/2019

Wer könnte noch antisemitische Ansichten haben?

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