Lalelu - Kindertagespflege

Lalelu - Kindertagespflege

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Kindertagespflege

20/06/2025

Der Tod vieler Kindertagespflegestellen bleibt oft unbemerkt. Still und leise verschwindet ein U3-Platz nach dem anderen.
Zurück bleibt immer eine traurige ehemalige Kollegin, die ihr Herzblut in ihre Arbeit gesteckt hat. Aber hey, ist ja nur eine dumme Kindertagespflegeperson, die selbstständig ist und sich ihr Schicksal selbst gewählt hat. Diese Geisteshaltung haben sich ja am 04.06.2025 viele von uns live im Rathaus Dortmund angehören dürfen.
Wenn man uns so verächtlich begegnet, obwohl man uns zumindest in Dortmund noch dringend braucht, obwohl wir eine wertvolle Betreuung für kleinste Kinder bieten, die interessanterweise auch von Jugendamts-Mitarbeiter*innen aus gutem Grund für ihre eigenen Kinder gerne genutzt wird, dann müssen wir uns über Frust, Verzweiflung und Burnout nicht wundern.
Aber wir müssen weder still und leise verschwinden, noch müssen wir diese unwürdige Haltung uns gegenüber hinnehmen oder sie uns gar zu eigen machen.

Wenn gute Argumente, die Bitten um Gespräche und die vielen geführten Gespräche zu nichts führen oder vielleicht überhaupt nur stattfinden, damit behauptet werden kann, wir würden ja einbezogen, dann haben wir das mehr als gute Recht, laut und noch lauter zu werden. Ich will nicht einfach nur nett bei Kaffee und Gebäck plaudern, ich will gehört werden, Bewegung erkennen können und am Ende Ergebnisse sehen. Das hat nichts, überhaupt nichts mit Konpromisslosigkeit oder einem Mangel an Entgegenkommen zu tun. Wir haben hier in Dortmund oft genug geduldig abgewartet und Dinge mitgetragen.

Ich habe keinen Bock mehr auf still, bescheiden und nett. Das wird in dieser Gesellschaft einfach regelhaft mit Dummheit verwechselt und nicht wertgeschätzt.

Ich für meinen Teil bin nicht der Mensch, der sich dann resigniert zurück zieht und aufgibt.
Was hat Resignation in dieser Welt je zum Guten verändert? Ich entwickele dann eher Wadenbeißer-Qualitäten.

Gerade haben wir erlebt, dass es hilft, sich sicht- und hörbar zu machen, Öffentlichkeit herzustellen. Ich finde, wir sollten dafür sorgen, dass man sich zukünftig nicht mehr auf unsere Leidensfähigkeit und Duldsamkeit verlässt.

Wir haben jeden Grund, aufzustehen, den Rücken gerade zu machen und die Krone zu richten. Wir müssen uns nicht kleiner machen (lassen), als wir sind.

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Feiertagsgedanken: Wenn etwas Wertvolles leise verschwindet

Gestern habe ich etwas erlebt, das mich tief bewegt hat. Ich war dabei, als eine langjährige Kollegin begann, ihre Kindertagespflegestelle aufzulösen. Schritt für Schritt, mit schweren Händen und einem stillen Blick. Diese Kollegin ist nicht irgendwer. Sie ist ausgebildete Erzieherin, hat früh den Weg in die Kindertagespflege gewählt und diesen Beruf mit Hingabe, Fachkompetenz und Überzeugung gelebt. Sie war für viele eine Wegbereiterin - für Kinder ein sicherer Hafen, für Eltern eine vertrauensvolle Begleiterin.

Nun schließt sie ihre Türen. Nicht, weil sie es möchte. Nicht, weil sie keine Liebe mehr für ihren Beruf empfindet. Sondern weil sie keine Perspektive mehr sieht. Zu viele Hürden, zu wenig Anerkennung, zu viel Druck. Sie steht stellvertretend für viele, die müde geworden sind, weil sie seit Jahren geben, tragen, kämpfen – und doch das Gefühl haben, übersehen zu werden.

In ganz Deutschland verschwinden derzeit Kindertagespflegestellen. Oft leise. Ohne große Aufmerksamkeit. Und doch mit weitreichenden Folgen. Denn es sind diese kleinen, geschützten Orte, an denen Kinder in den ersten Lebensjahren Halt finden. Orte, an denen Beziehung zählt, Nähe, Vertrauen. Wo Bildung nicht laut, sondern liebevoll beginnt.

Die Gründe für das Verschwinden sind komplex, aber nicht unverständlich. Der Fokus in der Betreuungspolitik liegt zunehmend auf dem Ausbau großer Einrichtungen. Tagespflegepersonen hingegen kämpfen oft mit schlechter Bezahlung, mangelnder Absicherung, wachsender Bürokratie und fehlender Unterstützung. Dabei ist ihr Beitrag für die frühkindliche Entwicklung unermesslich wertvoll.

Eltern spüren das. Viele wünschen sich genau diese Art der Betreuung für ihr Kind. Eine Umgebung, die Geborgenheit bietet, in der Zeit für das einzelne Kind bleibt. Doch die Möglichkeit, zu wählen, schwindet. Und mit jeder weiteren Schließung verschwindet auch ein Stück Vielfalt, ein Stück Menschlichkeit aus unserem System.

Was bleibt zu tun? Es braucht Menschen, die nicht schweigen. Eltern, die ihre Erfahrungen teilen. Stimmen, die sich an die richtigen Stellen wenden. Worte, die sichtbar machen, was sonst unbemerkt bleibt. Denn jede gelebte Kindertagespflege ist ein Geschenk - und jedes verlorene Angebot ein Verlust für uns alle.

In diesen Tagen, in denen wir innehalten und uns auf das Wesentliche besinnen, sollten wir nicht vergessen, wem wir unsere Zukunft anvertrauen: unseren Kindern und den Menschen, die sie in ihren ersten Lebensjahren begleiten.

20/06/2025

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Feiertagsgedanken: Wenn etwas Wertvolles leise verschwindet

Gestern habe ich etwas erlebt, das mich tief bewegt hat. Ich war dabei, als eine langjährige Kollegin begann, ihre Kindertagespflegestelle aufzulösen. Schritt für Schritt, mit schweren Händen und einem stillen Blick. Diese Kollegin ist nicht irgendwer. Sie ist ausgebildete Erzieherin, hat früh den Weg in die Kindertagespflege gewählt und diesen Beruf mit Hingabe, Fachkompetenz und Überzeugung gelebt. Sie war für viele eine Wegbereiterin - für Kinder ein sicherer Hafen, für Eltern eine vertrauensvolle Begleiterin.

Nun schließt sie ihre Türen. Nicht, weil sie es möchte. Nicht, weil sie keine Liebe mehr für ihren Beruf empfindet. Sondern weil sie keine Perspektive mehr sieht. Zu viele Hürden, zu wenig Anerkennung, zu viel Druck. Sie steht stellvertretend für viele, die müde geworden sind, weil sie seit Jahren geben, tragen, kämpfen – und doch das Gefühl haben, übersehen zu werden.

In ganz Deutschland verschwinden derzeit Kindertagespflegestellen. Oft leise. Ohne große Aufmerksamkeit. Und doch mit weitreichenden Folgen. Denn es sind diese kleinen, geschützten Orte, an denen Kinder in den ersten Lebensjahren Halt finden. Orte, an denen Beziehung zählt, Nähe, Vertrauen. Wo Bildung nicht laut, sondern liebevoll beginnt.

Die Gründe für das Verschwinden sind komplex, aber nicht unverständlich. Der Fokus in der Betreuungspolitik liegt zunehmend auf dem Ausbau großer Einrichtungen. Tagespflegepersonen hingegen kämpfen oft mit schlechter Bezahlung, mangelnder Absicherung, wachsender Bürokratie und fehlender Unterstützung. Dabei ist ihr Beitrag für die frühkindliche Entwicklung unermesslich wertvoll.

Eltern spüren das. Viele wünschen sich genau diese Art der Betreuung für ihr Kind. Eine Umgebung, die Geborgenheit bietet, in der Zeit für das einzelne Kind bleibt. Doch die Möglichkeit, zu wählen, schwindet. Und mit jeder weiteren Schließung verschwindet auch ein Stück Vielfalt, ein Stück Menschlichkeit aus unserem System.

Was bleibt zu tun? Es braucht Menschen, die nicht schweigen. Eltern, die ihre Erfahrungen teilen. Stimmen, die sich an die richtigen Stellen wenden. Worte, die sichtbar machen, was sonst unbemerkt bleibt. Denn jede gelebte Kindertagespflege ist ein Geschenk - und jedes verlorene Angebot ein Verlust für uns alle.

In diesen Tagen, in denen wir innehalten und uns auf das Wesentliche besinnen, sollten wir nicht vergessen, wem wir unsere Zukunft anvertrauen: unseren Kindern und den Menschen, die sie in ihren ersten Lebensjahren begleiten.

25/01/2025
26/09/2024

Ab sofort sind Plätze frei bei einer lieben Kollegin ☀️

09/07/2024

Ab sofort und ab September gibt es noch freie Betreuungsplätze bei Tagesmüttern und einer Großtagespflege in Bamberg zu vergeben.
Bei Interesse leite ich gerne den Kontakt weiter ☀️.

Photos from Werkstatt der guten Gedanken's post 23/06/2024

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