09/04/2026
𝔸𝕝𝕝𝕖 𝕋𝕒𝕘𝕖 𝕨𝕚𝕖𝕕𝕖𝕣🙄🐕… 𝕎𝕒𝕣𝕦𝕞 𝕟𝕦𝕣?
Was die meisten Frauen, mit denen ich schon gesprochen habe immer wieder aus der Bahn wirft, sind die Situationen, die völlig unerwartet auftauchen.
Wie so oft, ein „ganz normaler“ Spaziergang. Isabel ist mit ihrer Hündin Laika unterwegs. Die Leine ist ohnehin fast immer auf Spannung und Laika im Scan-Modus. Ständig schaut sie sich in alle Richtungen um, und läuft fast immer ein Stück voraus.
Und dann reicht ein kleiner Auslöser, irgendetwas, was sich schnell bewegt oder unverhofft auftaucht. Ein Fahrrad, das schneller näherkommt als gedacht, ein anderer Hund reicht auf Entfernung. Manchmal eine Bewegung auf der anderen Straßenseite oder einfach ein Geruch, der plötzlich alles andere überlagert.
Innerhalb weniger Sekunden verändert sich alles.
Laika dreht hoch. Sie springt in die Leine, dreht sich im Kreis, bellt, beißt teilweise in die Leine und ist in diesem Moment nicht mehr ansprechbar. Niemand zuhause sozusagen.
𝑲𝒆𝒏𝒏𝒔𝒕 𝒅𝒖 𝒔𝒐𝒍𝒄𝒉𝒆 𝑺𝒊𝒕𝒖𝒂𝒕𝒊𝒐𝒏𝒆𝒏 𝒖𝒏𝒅 𝒇𝒓𝒂𝒈𝒔𝒕 𝒅𝒊𝒄𝒉, 𝒘𝒂𝒓𝒖𝒎 𝒅𝒂𝒔 𝒔𝒐 𝒊𝒔𝒕?
Es gibt natürlich wie bei allem verschiedene Gründe:
· der andere Hund ist spannender
· die Fährte ist verlockender
· oder alles ist eine potentielle Gefahr ⚠️
In den beiden ersten Beispielen fehlt sicherlich noch die Verbindlichkeit für den Hund, dass der Mensch es "ernst" meint und kann es sich erlauben die Mittelkralle zu zeigen.
Im letzten Beispiel geht es jedoch um etwas völlig anderes‼️
Der Mensch hat noch nicht gelernt, wie er seinem Hund die nötige Sicherheit vermitteln kann, die er eben (noch) braucht. 𝑼𝒏𝒅 𝒅𝒂𝒔 𝒔𝒂𝒈𝒆 𝒊𝒄𝒉 𝑵𝑰𝑪𝑯𝑻 𝒂𝒍𝒔 𝑽𝒐𝒓𝒘𝒖𝒓𝒇. 𝑾𝒂𝒔 𝒎𝒂𝒏 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒘𝒆𝒊ß, 𝒌𝒂𝒏𝒏 𝒎𝒂𝒏 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 ä𝒏𝒅𝒆𝒓𝒏. Punkt🔵
Laika gehört zum 3. Beispiel. Isabel steht dann da, hält die Leine, versucht ruhig zu bleiben, spricht sie an und merkt gleichzeitig, dass sie in diesen Momenten nicht wirklich zu ihr durchkommt.
Und dieses Gefühl kommt immer wieder:
Warum passiert das jedes Mal so plötzlich?
Und warum hilft das, was ich bisher gelernt habe, genau in diesen Momenten nicht?
Viele denken dann zuerst an mehr Training, oder fragen sich, was sie falsch machen.
𝑫𝒐𝒄𝒉 𝒈𝒆𝒏𝒂𝒖 𝒉𝒊𝒆𝒓 𝒍𝒊𝒆𝒈𝒕 𝒐𝒇𝒕 𝒅𝒆𝒓 𝑫𝒆𝒏𝒌𝒇𝒆𝒉𝒍𝒆𝒓.
Ein Hund, der draußen nicht mehr ansprechbar ist, hat in diesem Moment kein Trainingsproblem.
Er ist überfordert.
Mit der Situation, den Reizen und vor allem mit dem, was in ihm passiert.
Und solange sich daran nichts ändert, wird auch kein Training der Welt wirklich greifen.
Was diese Hunde brauchen, ist kein „mehr machen“, sondern ein anderes Verständnis.
Für ihr Nervensystem, für ihre Reaktionen und für die Rolle des Menschen an ihrer Seite.
Genau dort setze ich in meiner Arbeit an.
Es geht nicht darum, dass dein Hund „funktioniert“.
Es geht darum, dass er sich an dir orientieren kann, weil er sich an deiner Seite sicher fühlt.
Und dass du verstehst, was in diesen Momenten wirklich passiert.
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