23/06/2026
„Mama, du bist kein Mensch. Du bist eine Maschine.“
Diesen Satz hat mein Sohn heute zu mir gesagt.
Kurz zuvor hatte ich zu ihm in einer Diskussion gesagt: „Weißt du, ich bin auch nur ein Mensch.“ Denn heute fällt mir vieles schwer.
Wir haben einen Trauerfall 😢 in der Familie. Mein Schwiegervater ist verstorben. Gleichzeitig geht das Leben weiter: Beruf, Familie, Termine, Verantwortung. Menschen, die etwas von mir brauchen. Dinge, die organisiert werden müssen. Verpflichtungen, die nicht warten.
Und dann kam dieser Satz.
„Mama, du bist kein Mensch. Du bist eine Maschine.“
Ich musste kurz lachen. Und gleichzeitig hat es mich tief getroffen.
Denn wenn ich ehrlich bin, fühlt es sich gerade tatsächlich so an.
Als würde ich einfach funktionieren. Einen Schritt nach dem anderen machen. Weiterlaufen, weil es eben weitergehen muss. Für die Familie. Für die Arbeit. Für alle, die sich auf mich verlassen.
Aber dieser Satz hat mich auch nachdenklich gemacht.
Wann haben wir eigentlich angefangen zu glauben, dass Funktionieren dasselbe ist wie Starksein?
Vielleicht vergessen wir dabei manchmal, dass wir keine Maschinen sind. Dass wir Menschen sind. Mit Gefühlen. Mit Grenzen. Mit Momenten, in denen uns alles zu viel wird.
Und vielleicht dürfen wir uns genau dann daran erinnern, dass wir nicht immer stark sein müssen. Dass wir traurig sein dürfen. Erschöpft. Überfordert.
Dass Menschsein nicht bedeutet, alles zu schaffen. Sondern auch, sich selbst zu spüren.
Kennst du dieses Gefühl, nur noch zu funktionieren, obwohl du dir eigentlich wünschen würdest, einfach mal kurz stehen bleiben zu dürfen? 🩷