22/08/2026
Es gibt viele Wege, mit traumatisierten Pferden umzugehen.
Aber müssen wir wirklich alles so schnell „wegmachen“?
Müssen wir das Pferd möglichst schnell wieder sicher, funktionierend und kontrollierbar machen?
Oder tun wir das manchmal vor allem deshalb, weil "WIR" selbst es nicht aushalten, einem zutiefst verängstigten Tier wirklich Raum zu geben?
Ich bin überzeugt: Heilung braucht Zeit.
Und manchmal braucht sie vor allem eines: Zeit und Raum, in denen nichts erzwungen werden muss.
Ich sehe immer wieder erschreckende Bilder von Desensibilisierung und anderen Herangehensweisen, bei denen über Pferde gesprochen und gelacht wird, als wären sie gefühllose Wesen oder gar Monster, die „bearbeitet“ werden müssen.
Ich denke wir haben uns oft das Fühlen verboten, vor lauter Erniedrigung in unserer Gesellschaft. Ich war auch irgendwann unberührbar. Bis ich die Wahrheit dahinter erkannte.
Mein Weg ist die Suche nach Wahrheit. Nach dem, was wirklich passiert. Nach dem, was ein Pferd tatsächlich braucht.
Und das ist auch eine Suche nach unserer eigenen Heilung.
Wenn wir uns die Zeit nehmen, einem traumatisierten Tier zuzuhören und herauszufinden, was es braucht, erkennen wir manchmal plötzlich, was wir selbst gebraucht hätten und nicht bekommen haben.
In meinem neuen YouTube-Clip spreche ich über Zeit und Raum, über emotionale Sicherheit und darüber, was es wirklich braucht, wenn wir einem Pferd begegnen, das durch Gewalterfahrungen tief aus seinem Gleichgewicht geraten ist.
Warum es Distanz braucht weil Nähe so schmerzhaft erlebt wurde und einfach noch nicht geht.
Und wir können in diesem Film sehr deutlich sehen, wie dieses Pferd auf eine emotionale Stimme und auf weibliche Energie reagiert – und wie wenig wir manchmal tatsächlich wissen, was wir in der Gegenwart eines Fluchttieres auslösen.
Der komplette Clip auf meinem YouTube-Kanal.
Vielleicht ist er unbequem,traurig oder bringt er dich aber auch dazu, etwas ganz neu zu betrachten.