11/04/2014
Crash Kurs NRW bei der FAA in Hiddenhausen
Letzte Woche Donnerstag war die Polizei bei uns hier in der FAA in Hiddenhausen. Diesmal ging es nicht um das „Übliche“, weder war ein Fahrrad geklaut worden, noch war ein Handy unauffindbar. Nein – diesmal ging es um etwas anderes.
Wir, alle BvBler, BaEler, Mitarbeiter aus unseren Standorten in Hiddenhausen und Herford, trafen uns im Treffpunkt Hiddenhausen, um einem besonderen Vortrag zu hören. Es war ein schöner Tag, warm und sonnig, und viele nutzten die Gelegenheit um sich auf den Weg dorthin auszutoben.
Punkt 14 Uhr, nach den üblichen Begrüßungsworten, fing Ulrich Müller von der Polizei in Enger an zu erzählen, von einem Unfall am Heiligen Abend, von den Eindrücken, den Gerüchen, den Gefühlen, die sofort wieder präsent waren, von der Todesnachricht, die einer ganzen Familie an diesem Abend überbracht wurde. Es war sofort ruhig in dem abgedunkelten Raum. Und diese Ruhe, diese Stille, dieses gebannte Zuhören hielt an, die ganze Veranstaltung lang.
Wir erfuhren vom Feuerwehrmann Andre Storck aus Vlotho wie so ein Einsatz in der Nacht sich anfühlt, vom ersten Anpiepen bis zur Erkenntnis nicht mehr helfen zu können. Der Notarzt Marco Kauling zeigte Bilder von einem schweren Unfall mitten in der Herforder Innenstadt. Das Auto, ein Audi Avant, war nicht mehr als solcher zu erkennen. Was wir sahen war ein grauer Metallklumpen, der sich um einen Baum gewickelt hatte. Ulrike Schwarze, die Notfallseelsorgerin aus Kirchlengern-Hagedorn, wurde in Dünne zu einem Unfall gerufen und musste sich um die Freunde und Verwandten ihrer ehemaligen Konfirmanden kümmern. Die Gruppe kam gerade von McDonalds: Warum sich auf der kurzen Strecke anschnallen, wir sind ja gleich zu Hause.
Immer wieder wurde einigen von uns bewusst: Dass war ja bei mir in der Nähe, die Stelle kenne ich, da bin ich ja schon öfter vorbei gefahren.
Die Wirkung war noch lange bei uns zu spüren, so schnell konnte man sich von dem Gehörten nicht lösen. Manche sind nach Hause gegangen und haben ihren Partnern, Freunden gesagt, so jetzt nicht mehr.