16/06/2026
Ein Blick zurück und nach vorne: Rainer Oberthür startete in Viersen seine letzte VBL-Tagung, die im Rückblick und für die Zukunft Sinn und Zweck des Religionsunterrichts in den Blick nahm. Einige Fächer berühren die Seele und stiften Gemeinschaft, aber wenige so stark wie der Religionsunterricht. Und nur hier öffnet sich das Tor zum Heiligen, zur Stille und die ganz großen Fragen dürfen gestellt werden.
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13/06/2026
Zum Abschluss des aktuellen Schuljahrs das erste von drei noch ausstehenden Highlights aus unserem Programm: Thomas Söding, Neutestamentler und Vizepräsident des Zentrakomitees der deutschen Katholiken, spricht im KI über die politische Ethik des Neuen Testaments. Seien Sie uns herzlich willkommen!
11/06/2026
Thementisch „Spielend durchs Leben“
Die Würfel sind gefallen: Inspiriert von der derzeitigen Fußball-WM in Übersee beschäftigt sich unser aktueller Thementisch mit dem sehr weit gefassten Begriff „Spiel“. Und wie der Mensch sich spielend durchs Leben bewegen kann, dazu finden sich allerhand Anregungen, die allesamt in unserem Bestand zu finden sind.
Seinen Einsatz findet das Spiel in vielen Bereichen: im Sport, in der Gemeindearbeit, in der Erlebnispädagogik, im Gesellschaftsspiel mit der Familie oder mit Freunden, in der Historie, auf dem Rechner, in der App und natürlich auch im Unterricht. Hier geht es oft darum, um eine neue Klasse, deren Mitglieder sich noch nicht untereinander kennen, mit spielerischen Mitteln zusammenzubringen.
Im Religionsunterricht eignet sich zum Beispiel das (Würfel-)spiel oder moderner der „Escape-Room“, um in ein Thema einzusteigen oder um einen Aspekt zu vertiefen.
Neu im Bereich „Teambuilding“ ist ferner unser Röhrenspiel „Pipeline“, für die Arbeit mit Gruppen. Dazu gehören auch andere Spiele wie die beliebten „Tower of Power“, das „Blaue Band“ und einiges mehr für den Einsatz in der Erlebnispädagogik.
Quizkarten wie Bibelquiz oder für die Arbeit mit Senioren ist genauso auf dem Tisch zu finden wie das Umweltspiel „Klima-Dilemma“.
Und ja, eine kleine Ecke ist für den Fußball reserviert, auch bekannt als „die schönste Nebensache der Welt“.
Hier zum Thema mal ein besonderes und originelles Buch aus dem großen, neuen Hauptmagazin der Diözesanbibliothek: „Florentiner Fußball: Die Renaissance der Spiele“, das sich mit der Kultur der Renaissance und der Wiege des Fußballs in seinem heimlichen Mutterland Italien befasst!
06/06/2026
Reisen lohnt sich! Und über Reiseführer sprechen auch! Mehr, als Sie denken. Herzliche Einladung zu einem spannenden Werkstattgespräch mit Josef Els
06/06/2026
Maria Cremers liest...
„Ich heiße nicht Miriam“, Majgull Axelsson, entleihbar, Bestsellerregal Medienstelle
Das Buch ist nicht neu, aber für mich eine Entdeckung, weil diese Facette der nationalsozialistischen Verfolgung mir bisher nicht bekannt war. Die Romanfiguren sind fiktiv, aber die im Buch geschilderten Ereignisse sind real: wie der Aufstand im sogenannten „Zigeunerlager“ Auschwitz im Mai 1944, die Weigerung Schwedens, Sinti und Roma als Naziopfer nach dem Krieg aufzunehmen und die sogenannten „Zigeunerkrawalle“ 1948, in der „Zigeuner“ Freiwild für Schlägertypen im schwedischen Jönköping werden.
„Ich heiße nicht Miriam“ kommentiert Miriam am Morgen ihres 85. Geburtstag die Glückwünsche und das Geschenk ihrer Familie. Bis auf ihre Enkelin Camilla übergehen alle anderen diesen verwirrenden und peinlichen Moment. Miriam ist nicht Miriam. Wir erfahren nach und nach, wie diese Verwandlung geschieht; wie aus einer deutschen Romni die Jüdin Miriam Goldberg wird.
Als Miriam überlebt sie, weil sie sich bis in ihre Träume verbietet, an ihre Herkunft zu denken.
In der ganzen Brutalität des Konzentrationslagers gibt es eine Hierarchie von Opfern; und „Zigeuner“ stehen ganz unten.
Das ändert sich auch nach dem Krieg nicht nicht: Miriam kommt nach Schweden und kann dort nur bleiben, weil sie sich weiter als Jüdin ausgibt. Unter dieser Identität findet sie eine schwedische Ziehmutter und ein sicheres Zuhause. Aber auch dort wird sie mit der Verachtung für Sinti und Roma konfrontiert. Sie lebt in Sicherheit und zahlt dafür einen hohen Preis: Immer ist da die Angst aufzufliegen und das Gefühl von Verrat an ihrer Herkunftsfamilie.
Erst im hohen Alter und durch das beharrliche Nachfragen ihrer Enkelin kann sie sich zu ihren Wurzeln bekennen: „Ich bin Malika.“
03/06/2026
Pfingsttagung in der Wolfsburg
Auch in diesem Jahr waren die Religionspädagogen des KI und der Abteilung Schule und Hochschule wieder bei der Pfingsttagung zu Gast. Das ist die jährliche Tagung der diözesanen Religionspädagog*innen in Nordrhein-Westfalen. Sie fand diesmal in der Wolfsburg statt. Anderthalb Tage lang diskutierten wir mit den Kolleg*innen aus den anderen Bistümern über das Thema "Demokratiebildung im Religionsunterricht?! Herausforderungen und Perspektiven einer politisch-sensiblen Religionspädagogik" und kamen dabei auch mit Andreas Fisch von der Kommende in Dortmund ins Gespräch. Das KI war mit dem Workshop "Demokratie meets DMP" von der Partie. Die Essener Religionspädagogen, die zusammen mit dem Institut für Lehrerfortbildung in Essen für die Organisation der Pfingsttagung veranwortlich waren, hatten darüber hinaus ein schönes Kulturprogramm zusammengestellt, zu dem eine Lesung mit Ali Can, ein Besuch der Gastkirche St. Barbara in Essen-Krey sowie eine Führung durch den Grugapark mit dem Schwerpunkt "Welternährungsgesellschaft" gehörten. Eine begeisternde Tagung in wunderbar kollegialer Atmosphäre bei bestem Wetter. Was will man zu Pfingsten mehr!
22/05/2026
☕ Ein neuer Kollege stellt sich vor: Willkommen im Team!
Wir haben Zuwachs im Katechetischen Institut! Seit Kurzem verstärkt ein neuer Mitarbeiter unser Team, der schon jetzt aus dem Büroalltag nicht mehr wegzudenken ist.
Er ist die personifizierte Zuverlässigkeit: Allzeit bereit, absolut stressresistent und – klopf auf Holz – er war noch keinen einzigen Tag krank. Seine Motivation ist ansteckend, und er schafft es wie kein Zweiter, die müdesten Geister am frühen Morgen zum Leben zu erwecken.
Rekordverdächtiger Aufstieg
Seine Leistung hat alle Erwartungen übertroffen. Kaum im Dienst, hat er die Karriereleiter im Sturm genommen und wurde quasi über Nacht zum Mitarbeiter des Monats gekürt.
Steckbrief des neuen Kollegen:
Name: Die neue KI-Kaffeemaschine (Katechetische Infusion)
Spezialität: Wachmachen und Wachhalten (bei ausgewählten Veranstaltungen)
Arbeitszeiten: 24/7 (Überstunden nicht angemeldet, aber stillschweigend akzeptiert).
19/05/2026
Große Neuigkeiten für kleine Augen und Ohren! 🎧✨
Nach und nach ziehen bei uns in den Katholischen öffentlichen Büchereien (KÖB) die brandneuen Tonie Play-Spiele ein! Ab sofort wird es bei uns also noch interaktiver, spielerischer und spannender.
Hier verbindet sich Hörspaß mit echtem Brettspiel- und Rätselvergnügen.
Wir freuen uns auf euren Besuch! 👋 📦
13/05/2026
Ein spannender, kurzweiliger, humorvoller Abend - und mehr als eine bloße Lesung.
Rieke Havertz () stellte gestern ihr Buch "Goodbye, Amerika?" im KI vor.
Dass das Fragezeichen am Ende des Buchtitels durch ein Ausrufezeichen ersetzt werden muss - das wird niemals passieren, stellte Rieke Havertz in ihrer letzten Antwort fest. Zuvor hatte sie, Internationale Korrespondentin der ZEIT, die jüngsten Entwicklungen der transatlantischen Beziehungen mehr als anderthalb Stunden lang intensiv beleuchtet, zunächst im Gespräch mit Alexander Schüller und dann mit dem Publikum. So viele Blicke hinter die Kulissen der politischen Bühne wusste Rieke Havertz den Zuhörer*innen zu bieten. Faszinierend und erkenntnisreich, sei es, wenn es um die amerikanische Verfassung, das Project 2025 und die Konsequenzen für den Schul- und Bildungssektor, die Zukunft der MAGA-Bewegung oder um mögliche künftige Präsidentschaftskandidat*innen der demokratischen und republikanischen Partei ging. Ein aussichtsreicher Präsidentschaftskandidat, so z.B. Rieke Havertz, braucht Humor, und den haben nicht alle, die gerade gehandelt werden.
Am Ende des Abends war klar: So sieht eine fruchtbare Neuvermessung des Verhältnisses zwischen uns in Europa und den USA aus!
Ein herzlicher Dank geht an die und die für die wunderbare Kooperation.
11/05/2026
Rainer Oberthür liest.
Huub Oosterhuis (1933-2023) begeistert mich mit seinen sprachsensiblen Texten seit Jahrzehnten. Am meisten bekannt sind seine Liedtexte durch die Gottesdienste.
Seine weniger verbreiteten Gedichte, seine Prosa und theologischen Reflexionen sind von tiefer Gläubigkeit geprägt und regen eindrucksvoll an, Religion und Glaube, Bibel und Theologie in die heutige Zeit zu übersetzen.
Nun hat Cornelis Kok für den Grünewald-Verlag unter dem Titel „Ein Mensch zu sein auf Erden“ einen wunderbaren „Begleiter durch das Jahr“ herausgegeben. Tag für Tag, Monat für Monat thematisch sorgsam komponiert sind Texte verschiedenster Art versammelt, einige erstmals auf Deutsch. Ob als tägliche Lektüre oder als Buch zum vertieften Lesen im Hin und Her der Themen wie z.B. „Versuche über Gott, Wüste und Land, Dazugehören, Diese Welt – anders, Bleiben oder Aufbrechen, Tun, was recht ist“: Das faszinierende Buch bietet spirituelle Impulse an und liefert Einblicke in das theologische Denken von Huub Oosterhuis – für Kenner wie für Neuentdecker seiner Sprachkunst und Gottespoesie gleichermaßen zu empfehlen!
Rainer Oberthür für das Katechetische Institut