25/09/2026
PISA 2025: Die Schweiz bleibt stark – doch die Leistungsschere ist gross und die Leistungen in zentralen Bereichen sinken.
🇨🇭 Schweizer Jugendliche liegen in allen drei klassischen PISA-Kompetenzen über dem OECD-Durchschnitt. Besonders stark bleibt die Schweiz in Mathematik und Naturwissenschaften.
Beim Lesen liegen die Schweizer Ergebnisse ebenfalls signifikant über dem OECD-Durchschnitt.
Gleichzeitig zeigt sich eine problematische Entwicklung: Die Leistungen in Mathematik und Lesen sind seit Jahren rückläufig. In Mathematik sank der Schweizer Mittelwert von 521 Punkten im Jahr 2015 auf 499 Punkte 2025. In den Naturwissenschaften ist das Leistungsniveau dagegen vergleichsweise stabil.
Besonders auffällig ist die grosse Leistungsschere: Beim Lesen beträgt die Differenz zwischen den leistungsschwächsten und leistungsstärksten Jugendlichen in der Schweiz 279 Punkte, gegenüber 264 Punkten im OECD-Durchschnitt. Auch in Mathematik gehört die Schweiz zu den Ländern mit besonders grossen Leistungsunterschieden. Zudem erreichen sozial benachteiligte Jugendliche signifikant tiefere Leistungen als die übrigen Jugendlichen.
Beim Geschlecht zeigt sich in den Naturwissenschaften kein signifikanter Unterschied zwischen Schüler*innen. International zeigt die Entwicklung in eine ähnliche Richtung wie in der Schweiz: Auch im OECD-Durchschnitt sinken die Leistungen seit Jahren, besonders im Lesen und in Mathematik. Der Leistungsrückgang betrifft Mädchen wie Jungen.