23/06/2026
Hitzeschutz statt hitzefrei🌡️
Lernen bei über 30 Grad: Das ist in vielen Schulzimmern keine Seltenheit. In einzelnen Schulzimmern wurden sogar Temperaturen von bis zu 42 Grad gemessen. Ein Bericht im Tages-Anzeiger zum Thema zeigt, was viele Lehrpersonen seit Jahren erleben: Hitze im Klassenzimmer beeinträchtigt Konzentration, Lernen und Gesundheit.
Unsere Präsidentin Lena Fleisch bringt die Realität auf den Punkt: «Wenn es heiss ist im Klassenzimmer und die Konzentration der Schülerinnen und Schüler leidet, kann man nicht mehr regulär Mathe unterrichten.» Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) hat deshalb kürzlich in einem Positionspapier aufgezeigt, dass Schulen verbindliche und wirksame Hitzeschutzmassnahmen benötigen. Die aktuellen Diskussionen und Erfahrungen aus den Schulen bestätigen diesen Handlungsbedarf.
Denn: «Hitzefrei» ist heute keine realistische Lösung. Schulen tragen Verantwortung für die Betreuung der Kinder, und viele Familien können eine kurzfristige Betreuung zu Hause nicht organisieren. Umso wichtiger sind nachhaltige Massnahmen wie funktionierender Sonnenschutz, Begrünung, kühlere Schulräume und Investitionen in die Schulinfrastruktur. Die zunehmenden Hitzewellen sind längst auch eine Herausforderung für die Bildung.
👉 Zum Artikel im Tages-Anzeiger: https://www.tagesanzeiger.ch/warum-gibt-es-in-der-schweiz-kein-hitzefrei-997639575605
17/06/2026
Bewegungsmangel kostet die Schweiz jährlich rund 1,7 Milliarden Franken. Trotzdem soll die einzige gesetzliche Garantie für Sportunterricht fallen.
Im Rahmen des Projekts «Entflechtung 2027» soll die bundesrechtliche Mindestvorgabe für Wochenlektionen im Sport gestrichen werden. Was harmlos klingt, hätte weitreichende Folgen: Ein Flickenteppich zwischen den Kantonen, sinkende Investitionen in Sportinfrastruktur und Lehrpersonal — und am Ende weniger Bewegung für über eine Million Kinder und Jugendliche.
Eine breite Allianz aus LCH, SVSS, SER und weiteren Organisationen lehnt die Streichung entschieden ab. Denn ohne diese Vorgabe entscheiden künftig Sparprogramme darüber, wie viel Sport unsere Kinder und Jugendlichen haben.
Die Konsultationsphase ist die Gelegenheit, ein klares Signal zu setzen. Jetzt die Petition unterzeichnen: www.openpetition.org/hvwbl
16/06/2026
«Hängt unser Landesfrieden wirklich davon ab, ob ein zehnjähriges Kind Französisch lernt?»
Der Bundesrat hat entschieden: Frühfranzösisch soll bleiben. Damit stellt er sich quer zum Beschluss des Zürcher Kantonsrats, der im vergangenen September für eine Verschiebung von Französisch auf die Sekundarstufe gestimmt hat. Unsere Präsidentin Lena Fleisch kommt im Tages-Anzeiger zu Wort und bringt die Perspektive der Lehrpersonen ein: Kinder sind mit zwei Fremdsprachen oft extrem gefordert – und der Lebensweltbezug zum Französisch fehlt im Zürcher Alltag weitgehend.
Dass das Thema unsere Mitglieder bewegt, hat unsere Umfrage vom Januar gezeigt. Eine knappe Mehrheit der Zürcher Lehrpersonen findet es sinnvoller, mit Französisch erst auf der Sekundarstufe zu beginnen (siehe Grafik). Der ZLV wird diese Position weiter in die Debatte einbringen.
Zum Beitrag im Tages-Anzeiger: https://www.tagesanzeiger.ch/fruehfranzoesisch-so-reagiert-zuerich-auf-den-bundesratsentscheid-469660158797
Zur Umfrage: https://www.zlv.ch/news/detail/umfrage-zum-fruehfranzoesisch-knappe-mehrheit-fuer-verschiebung
11/06/2026
Die nächste Erholpause schon geplant? 🛏️
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10/06/2026
Klassenlehrperson: Manager:in im Schulalltag
Die Funktion der Klassenlehrperson hat sich in den letzten zwanzig Jahren grundlegend verändert: breiteres Anforderungsprofil, mehr Elternkontakte, mehr Koordination mit Fachpersonen. Eine Arbeitsbelastung, die im heutigen Berufsauftrag nicht mehr korrekt abgebildet wird und zu erheblicher unbezahlter Überzeit führt. Als Folge sind immer weniger Lehrpersonen bereit, die Klassenlehrfunktion zu übernehmen.
Der Tamedia-Podcast «Apropos» geht der Frage nach, warum Klassenlehrpersonen schweizweit zum Politikum werden. ZLV-Vizepräsident Dani Kachel nimmt darin zur derzeitigen Lage im Kanton Zürich Stellung. Aus aktuellem Anlass: Am 27. September entscheidet das Zürcher Stimmvolk, ob sich die Situation für Klassenlehrpersonen verbessert – mit der Abstimmung über den Lehrpersonal-Kompromiss (mehr dazu in den Kommentaren).
Zum Podcast: https://open.spotify.com/episode/4Tjgu3tRAclsjYCvvaRWSx
09/06/2026
Kantonsrat: Lehrpersonen sollen Lehrmittel künftig freier wählen können
Der Zürcher Kantonsrat hat sich gestern mehrheitlich für mehr Lehrmittelfreiheit ausgesprochen. Der ZLV steht dem Vorstoss kritisch gegenüber – nicht weil die Idee falsch ist, sondern weil sie an der Realität des Schulalltags vorbeigeht.
Mehr Wahlfreiheit klingt gut. Doch wer soll die Qualität der einzelnen Lehrmittel prüfen? Lehrpersonen, die ohnehin schon an der Kapazitätsgrenze arbeiten, haben dafür schlicht keine Zeit. Was als Entlastung gedacht ist, droht zu einer zusätzlichen Belastung zu werden. Die finale Schlussabstimmung steht in den kommenden Wochen an.
🎥 Zum Beitrag von Tele Z: https://www.telez.ch/tele-z-aktuell-beitrag-08-06-2026-b1_66824/
03/06/2026
Die Hitzewelle der letzten Wochen hat sich zwar verabschiedet – es werden aber wohl noch viele weitere folgen diesen Sommer. Für Schüler:innen und Lehrpersonen ist das kein angenehmer Gedanke. 🌡️🏫
Messungen aus Schweizer Schulzimmern zeigen alarmierende Werte: Bis zu 30 Grad Celsius bereits am Mittag, nachmittags wurden Spitzenwerte von bis zu 42 Grad gemessen. Für Kinder ist das besonders belastend – sie schwitzen weniger als Erwachsene und leiden stärker unter Hitze. Aber auch Lehrpersonen, insbesondere Schwangere und gesundheitlich vorbelastete Kolleginnen und Kollegen, sind gefährdet.
Unser Dachverband LCH hat dazu ein klares Positionspapier verabschiedet:
✅ Verbindlicher Grenzwert von 26 Grad Celsius für regulären Unterricht in Innenräumen – denn ab diesem Schwellenwert nehmen Konzentration und kognitive Leistungsfähigkeit messbar ab.
✅ Standardisierte Temperaturmessungen in allen Schulgebäuden.
✅ Verpflichtende Sanierungen, wo Grenzwerte überschritten werden.
Viele Schulbauten in der Schweiz sind schlicht nicht hitzetauglich. Bund und Kantone müssen jetzt handeln – für die Gesundheit unserer Schüler:innen und Lehrpersonen.
📄 Zum vollständigen Positionspapier: https://www.lch.ch/publikationen/positionspapiere/detail/wirksamer-hitzeschutz-an-schulen
02/06/2026
📚Starke Schulen brauchen starke Klassenlehrpersonen
Das Zitat von Dagmar Rösler bringt auf den Punkt, was viele Klassenlehrpersonen in der Schweiz täglich erleben: Die grosse Verantwortung der Klassenführung zieht zahlreiche zusätzliche Aufgaben nach sich.
Im Kanton Zürich werden die Aufgaben als Klassenlehrperson mit einer Pauschale von 100 Stunden pro Jahr abgegolten. Diese reicht oft kaum für Elternabende und Elterngespräche. Hinzu kommen Krisengespräche, die Zusammenarbeit mit Fachpersonen, Ausflüge, Klassenlager und viele weitere Aufgaben, die direkt aus der Verantwortung für eine Klasse entstehen.
Klassenlehrpersonen übernehmen eine zentrale Rolle an unseren Schulen. Damit sie dieser Verantwortung weiterhin gerecht werden können, brauchen sie die nötigen Ressourcen, Unterstützung und eine faire Entlöhnung. Ein Ja zum Lehrpersonal-Kompromiss bei der Abstimmung am 27. September bietet die Chance, dafür ein Zeichen zu setzen.✨
27/05/2026
Die Diskussion über den Kostenteiler zwischen Kanton und Gemeinden gehört in den Kantonsrat – nicht auf den Buckel der Lehrpersonen.📚
Der ZLV begrüsst deshalb die aktuellen Vorstösse zur Schulfinanzierung. Sie ermöglichen eine notwendige Grundsatzdebatte, unabhängig von der Abstimmung über den Lehrpersonal-Kompromiss im Herbst.
Denn beim Lehrpersonal-Kompromiss geht es um faire Anstellungsbedingungen, die Entlastung von Klassenlehrpersonen und eine starke Volksschule.💪
Wer die Schulfinanzierung neu regeln will, soll das politisch klären. Wer eine starke Volksschule will, sagt Ja zum Lehrpersonal-Kompromiss.
Zur ausführlichen Medienmitteilung: https://www.zlv.ch/news/detail/nicht-auf-dem-buckel-der-lehrpersonen-zlv-begruesst-separate-debatte-ueber-den-kostenteiler-der-volksschule
26/05/2026
📢 Jetzt steht es fest: Am 27. September stimmen wir ab!
Der Abstimmungstermin zum Lehrpersonal-Kompromiss ist gesetzt – und der ZLV bereitet sich vor. Was ändert die Vorlage konkret? Welche Argumente zählen, damit die Verbesserung des Berufsauftrags Realität wird? Wie kannst du dich als ZLV-Mitglied einbringen?
Das alles diskutieren wir am 22. Juni am Info-Snack zum Thema Berufsauftrag. Zu neuer Startzeit informiert die Geschäftsleitung kurz über die Verbandshaltung, aktuelle Entwicklungen und nächste Schritte. Danach bleibt Zeit für Fragen und Diskussion – im Plenum oder in kleinen Gruppen.
🗓 Mo, 22. Juni 2026
⏰ 12:34 – 13:04 Uhr
💻 Online per Teams - den Link findest du im Newsletter vom 19. Mai.
🔓 Exklusiv für ZLV-Mitglieder
Bist du dabei? Lena Fleisch, Dani Kachel und Christine Schaad freuen sich auf dich!