ASAE

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Viele Themen in Beruf und Alltag sind im Kern ethische Streitfragen.

ASAE-Weiterbildungsangebote vermitteln Kompetenzen, ethische Fragen zu erkennen und anwendungsorientiert zu analysieren.

20/08/2026

Lehrende der Advanced Studies in Applied Ethics: In dieser kleinen Serie möchten die ASAE einige ihrer Dozierenden vorstellen. Ivo Wallimann-Helmer wirkt als Modulverantwortlicher im Modul "Umweltethik". Als ein zentrales Themenfeld Angewandter Ethik werden dort Fragen zur Nachhaltigkeit, zur Tierethik sowie zum Umgang mit der natürlichen Umwelt im Allgemeinen verhandelt. Ebenso wichtig sind Fragen zu den Ansprüchen kommender Generationen und unserer moralischen Verantwortung angesichts des Klimawandels. Ivo Wallimann-Helmer unterrichtet in diesem Modul die Einführungsvorlesungen zur Umweltethik und die Vorlesungen zur Ethik des Klimawandels.
Ivo Wallimann-Helmer war bis 2019 Studien- und Geschäftsleiter der ASAE. Seitdem forscht und lehrt er als Professor für Environmental Humanities an der Universität Fribourg und ist dort Direktor des UniFR_ESH Instituts. Näheres zu seiner Forschung und zum Institut findet man hier: https://www.unifr.ch/env/de/about/members/people/200532/40c4c

20/08/2026

Mittlerweile haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ASAE-Summerschool zu den Abschlussarbeiten in der Propstei Wislikofen Ende August ihre Abstracts zu den geplanten DAS- und MAS-Arbeiten eingereicht. Von ethischen Bedenken, die sich bei Social Media Posts von Kauftransaktionen mit Strassenverkäuferinnen und -verkäufern stellen, über die Rolle und Förderung von Moralischer Sensibiltiät in Pflegeausbildungen bis hin zur Frage, was die Bildungsgerechtigkeit Kindern mit besonderen Förderbedarf schuldet, ist eine ganze Bandbreite spannender Fragestellungen eingegangen. Schon heute dürfen wir uns auf viele interessante Diskussionen in Wislikofen freuen!

20/08/2026

Certificate of Advanced Studies UZH in Medical Ethics: Nach der Korrektur der Abschlussarbeiten im Modul "Klinische Ethik und Pflegeethik" freuen wir uns, erfolgreiche CAS-Studierende beglückwünschen zu dürfen: Irina Nast beschreibt in ihrem Essay den Fall einer 58-jährigen Patientin, die nach einem Schlaganfall mittels intensiver Physiotherapie ihre Gehfähigkeit zurück erlangen möchte und nun ergänzend mit einem robotikgestützten Gangtrainingssystem (RAGT) üben möchte, obwohl für sie kein zusätzlicher therapeutischer Nutzen gegenüber der bisherigen Behandlung erwartet wird und RAGT nur begrenzt verfügbar ist. Die Autorin analysiert den Fall mit der Nimwegener Methode und argumentiert, dass angesichts begrenzter Ressourcen eine Priorisierung des RAGT nach erwartetem Zusatznutzen ethisch gerechtfertigt ist und für die Patientin nach Studienlage derzeit keine Gründe bestehen, sie für diese Therapie zu priorisieren. Gleichzeitig soll der Wunsch der Patientin ernst genommen, die Entscheidung transparent begründet und im Sinne einer gemeinsamen Entscheidungsfindung besprochen sowie bei veränderter Indikation erneut überprüft werden.
Liebe Irina Nast, herzlichen Glückwunsch zu deinem Certificate of Advanced Studies in Medical Ethics UZH!

13/08/2026

Certificate of Advanced Studies UZH in Medical Ethics: Nach der Korrektur der Abschlussarbeiten im Modul "Klinische Ethik und Pflegeethik" freuen wir uns, erfolgreiche CAS-Studierende beglückwünschen zu dürfen: Meret Kristan beschreibt in ihrem Essay den Fall eines 91-jährigen Patienten, dessen Gesundheitszustand sich nach Diagnose einer mittelschweren Demenz zunehmend verschlechtert hat. Da es dem Patienten zusätzlich aufgrund mehrerer Entzündungen im Mundbereich, stark kariösen Zähnen und entzündetem Zahnfleisch gesundheitlich schlecht geht, steht die Frage einer prothetischen Sanierung im Raum, die von der Ehefrau des Patienten auch aus ästhetischen Gründen gewünscht wird. Demgegenüber steht dessen früher kommunizierte Ablehnung gegenüber künstlichem Zahnersatz. Die Autorin verwendet das 7-Schritte-Modell nach Baumann-Hölzle und argumentiert, dass aufgrund des hohen Stellenwertes der Patientenautonomie ein konservativ-palliatives Vorgehen ethisch am besten vertretbar erscheint: also selektive Extraktion stark geschädigter, schmerzhafter Zähne und Behandlung der Entzündungen in kurzen, möglichst stressarmen Sitzungen, gefolgt von der Umsetzung einer angepassten, realistisch durchführbaren Mundpflege.
Liebe Meret Kristan, herzlichen Glückwunsch zu deinem Certificate of Advanced Studies in Medical Ethics UZH!

13/08/2026

Das Ethik-Studium im Broschüren-Format: Wer sich die Fakten zu unseren Studiengängen nicht auf unserer Homepage zusammensuchen möchte, hat mit der Bestellung einer Broschüre Gelegenheit, sich über die Möglichkeiten der Weiterbildung in Angewandter Ethik am Ethik-Zentrum der Universität Zürich mittels eines gedruckten Heftes weitergehend zu informieren. Hier finden sich alle relevanten Details etwa zu Umfang, Didaktik und Zielgruppe unseres CAS-, DAS und MAS-Studiengangs. Auch alle Module werden übersichtlich vorgestellt und die nächsten Durchführungstermine angegeben. Und ein Anmeldeformular hat's auch😊Interessiert? Dann gerne hier bestellen: https://www.asae.uzh.ch/de/weiterbildungsstudiengaenge/broschuere.html

06/08/2026

Weiterbildungskurse in Angewandter Ethik: Wie sollen wir auf den Klimawandel reagieren? Wie sieht eine moralisch verantwortungsvolle Pflege aus? Wie können Banken und Unternehmen ethisch verantwortungsvoll wirtschaften? Und welche moralischen Chancen und Risiken bergen die neuen Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz? - Unsere Weiterbildungskurse bieten einen konzentrierten Einblick in einen Teilbereich der Angewandten Ethik. In zwei bis vier Tagen lernen Teilnehmende alles über eine spezifische ethische Fragestellung und erhalten überdies die Möglichkeit, mit dem Bestehen einer Abschlussprüfung zusätzlich zum Teilnahmenachweis auch ein Micro-Credential zu erwerben. Zudem besteht die Gelegenheit, einen Weiterbildungskurs als Sprungbrett für unsere Weiterbildungsstudiengänge (CAS, DAS und MAS) zu nutzen: Alle geleisteten Gebühren und die ECTS-Punkte werden vollumfänglich anerkannt. Noch dazu bauen wir unser Angebot an Kursen kontinuierlich aus. Neugierig geworden? Hier gibt's eine Übersicht unserer derzeitigen Kurse: https://www.asae.uzh.ch/de/weiterbildungskurse.html

30/07/2026

Certificate of Advanced Studies UZH in Medical Ethics: Nach der Korrektur der Abschlussarbeiten im Modul "Klinische Ethik und Pflegeethik" freuen wir uns, erfolgreiche CAS-Studierende beglückwünschen zu dürfen: Claudia Vonlanthen beschreibt in ihrem Essay den Fall eines 44-jährigen Patienten in intensivmedizinischer Betreuung mit schweren neurologischen, psychiatrischen und internistischen Erkrankungen. Aufgrund eines hirnorganischen Frontalhirnsyndroms zeigt der Patient fehlende Kooperationsfähigkeit sowie phasenweise verbale und körperliche Aggressivität. Vonlanthen stellt die Frage, welche medizinischen und pflegerischen Massnahmen angesichts der ohnehin schlechten Prognose, der fehlenden Urteilsfähigkeit und der hohen Belastungen auch für die Pflegenden noch verhältnismässig sind, ohne die Fürsorgepflicht zu verletzen. Sie argumentiert, dass zunächst geschaut werden müsste, ob im Behandlungsteam Konsens darüber erreicht werden könne, dass eine weitere intensivmedizinische Eskalation dem Patienten keinen relevanten Nutzen bringen und stattdessen zusätzliches Leiden verursacht. Sei dies der Fall, sollte die Umsetzung eines palliativen Behandlungskonzepts mit Fokus auf Lebensqualität, Symptomkontrolle und den Erhalt für den Patienten bedeutsamer Aktivitäten erwogen werden.
Liebe Claudia Vonlanthen, herzlichen Glückwunsch zu deinem Certificate of Advanced Studies in Medical Ethics UZH!

30/07/2026

Certificate of Advanced Studies UZH in Medical Ethics: Nach der Korrektur der Abschlussarbeiten im Modul "Klinische Ethik und Pflegeethik" freuen wir uns, erfolgreiche CAS-Studierende beglückwünschen zu dürfen: Severien Ludwig beschreibt in ihrer Fallanalyse den Fall eines 68-jährigen Patienten, der infolge eines hyperaktiven Delirs stark in seiner Urteilsfähigkeit eingeschränkt ist, dabei jedoch durch sein Tun sich und die Pflegenden gefährdet. Ludwig macht hier eine Spannung zwischen dem Prinzip der Autonomie und dem Prinzip des Nichtschadens aus und argumentiert, dass vor diesem Hintergrund die Anwendung einer freiheitseinschränkenden Massnahme ethisch vertretbar sein könne, sofern sie ausschliesslich dem Schutz des Patienten und anderer Beteiligter diene und als letztes verfügbares Mittel eingesetzt würde. Voraussetzung hierfür sei, dass sämtliche weniger eingreifenden Alternativen sorgfältig geprüft, angewendet und als unzureichend beurteilt worden seien.
Liebe Severien Ludwig, herzlichen Glückwunsch zu deinem Certificate of Advanced Studies in Medical Ethics UZH!

17/07/2026

Certificate of Advanced Studies UZH in Medical Ethics: Nach der Korrektur der Abschlussarbeiten im Modul "Klinische Ethik und Pflegeethik" freuen wir uns, erfolgreiche CAS-Studierende beglückwünschen zu dürfen: Iris Herzog-Zwitter hat eine Fallanalyse zu einem bundesgerichtlichen Leiturteil von September 2025 zum Thema "Patientengeheimnis über den Tod hinaus" verfasst. Im Zentrum des ethisch beleuchteten Falles stand die Frage, ob Angehörige eines verstorbenen Patienten Anspruch auf Einsicht in die vollständigen Patientenakten haben. Herzog-Zwitter modelliert den Fall als Konflikt zwischen dem Schutz des postmortalen Persönlichkeitsrechts des Verstorbenen einerseits und dem Interesse der Angehörigen an Wahrheitsfindung und Trauerverarbeitung andererseits und argumentiert, dass gemäss der Care Ethik nach Tronto die Fürsorgepflicht gegenüber den Angehörigen ein zentraler Aspekt ist, um sie in solchen Situationen besser unterstützen zu können.
Liebe Iris Herzog-Zwitter, herzlichen Glückwunsch zu Deinem Certificate of Advanced Studies UZH in Medical Ethics!

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