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ASAE Viele Themen in Beruf und Alltag sind im Kern ethische Streitfragen.

ASAE-Weiterbildungsangebote vermitteln Kompetenzen, ethische Fragen zu erkennen und anwendungsorientiert zu analysieren.

Hume über moralische Gefühle und Tugenden: Auch in der zweiten und dritten Sitzung des Lektüremoduls zu Humes "Eine Unte...
12/10/2026

Hume über moralische Gefühle und Tugenden: Auch in der zweiten und dritten Sitzung des Lektüremoduls zu Humes "Eine Untersuchung über die Grundlagen der Moral" wurden spannende Fragestellungen zu diesem Klassiker der Philosophiegeschichte debattiert: Humes Ablehnung der "egoistischen Theorie" war ein Thema, die besagt, dass alles menschliche Tun letztlich von Selbstliebe motiviert ist. Hume argumentiert dagegen, dass wir ein unmittelbares (wenn auch nicht in allen Fällen ausschlaggebendes) Interesse (in Form eines empfundenen "Wohlwollens") am Wohlergehen anderer Menschen haben.
Weiterhin gab es eine Diskussion über seine Unterscheidung zwischen Eigenschaften, die wir aufgrund ihres Nutzens willen für Tugenden halten und solchen, an denen wir "unmittelbar", unabhängig von Gedanken an ihren Nutzen Gefallen finden. Gerechtigkeit etwa gehört zur ersten Kategorie: Sie hat Hume zufolge keinen Wert an sich, sondern nur insoweit das sie betreffende System von Regeln und Rechten im Ganzen zu menschlichem Wohlergehen beiträgt; ist das auch plausibel?
Ein drittes Thema waren Humes Widerstand gegen die (christlich gefärbte) Idee, dass für die moralische Bewertung nur freiwillige Handlungen von Bedeutung sind. Hume findet demgegenüber, dass sich die moralischen Gefühle, auf die wir auf moralisch relevante Eigenschaften von Menschen reagieren, sich zunächst einmal nicht um die Freiwilligkeit oder Unfreiwilligkeit ihres Erwerbs scheren.
Dem Dozierenden Felix Koch und allen Teilnehmenden ganz herzlichen Dank für diese spannenden Debatten!

Ethik im Kontext der Digitalisierung: Am vergangenen dritten Wochenende des Moduls "Politische Ethik und Digitalisierung...
12/10/2026

Ethik im Kontext der Digitalisierung: Am vergangenen dritten Wochenende des Moduls "Politische Ethik und Digitalisierung der Gesellschaft" wanderte der Fokus auf den schon im neuen Titel des Moduls aufscheinenden Bereich des Digitalen. Johan Rochel führte zunächst drei verschiedene Ebenen der digitalen Ethik ein: Moralische Fragen in Zusammenhang mit Entwicklung und Einsatz der Technologie, ihre Auswirkungen auf die soziale Gerechtigkeit (u.a. Arbeitsmarkt- und Teilhabefragen) sowie ethische Themen, die sich in der Abgrenzung zwischen Mensch und Maschine stellen: Was macht den Menschen speziell? Im Anschluss führte Anna Boos in die Chancen und Risiken der Digitalisierung für unsere Demokratie ein.
Am Samstag folgten Vorlesungen von Johan Rochel und Jean-Daniel Strub zu ethischen Fragen in Bezug zur Künstlichen Intelligenz, einer ebenso vergleichsweise neuen wie disruptiven Technologie. Desweiteren wurde zu moralischen Problemen rund um Big Data und der Ethik Sozialer Netzwerke referiert sowie Schlüsselbegriffen der Moral diskutiert, die für die Digitalethik neu gedeutet werden müssen: namentlich Verantwortung, Freiheit und Vertrauen. Die Übung und das Seminar mit Texten von Rainer Mühlhoff und Roberto Simanowski wurde von Johanna Rensing und Dr. Felicitas Sofia Holzer geleitet. Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz!

Pflicht zum Nützlichmachen? Im Rahmen der diesjährigen Corti-Lecture (29.10., 18:15-19:15 Uhr) des Ethik-Zentrums der Un...
05/10/2026

Pflicht zum Nützlichmachen? Im Rahmen der diesjährigen Corti-Lecture (29.10., 18:15-19:15 Uhr) des Ethik-Zentrums der Universität Zürich, dem auch die ASAE angehören, wird die renommierte Philosophien Lisa Herzog (Groningen) zum Thema "Gibt es eine Pflicht, sich nützlich zu machen?" vortragen. Den Hintergrund für Antworten auf diese normative Fragen bilden aktuelle politische Debatten über den Wohlfahrtsstaat und insbesondere der Vorschlag eines Grundeinkommens, das ohne die Erwartung einer Gegenleistung in Form von Arbeit ausgezahlt würde. In ihrem Vortrag argumentiert Lisa Herzog, dass es für diejenigen, die dazu in der Lage sind, eine moralische Pflicht gibt, sich nützlich zu machen. Gleichzeitig zeigt sie aber auch, dass es gute Gründe gibt, diese nicht als eine gesetzliche Pflicht zu verstehen.
Die Lecture findet am 29. Oktober ab 18:15 Uhr im Hörsaal KOH-B-10 (Künstlergasse 12, 8001 Zürich) statt und dauert eine Stunde. Alle sind herzlich eingeladen. Die Corti-Lecture wird alle zwei Jahre durchgeführt und unterstützt durch die Arnold Corti-Stamm Stiftung. Weitere Infos finden sich hier: https://www.ethik.uzh.ch/de/Corti-Lecture-2026.html

Menschenrechte, Migration und Integration: Am zweiten Wochenende des Moduls "Politische Ethik und Digitalisierung der Ge...
05/10/2026

Menschenrechte, Migration und Integration: Am zweiten Wochenende des Moduls "Politische Ethik und Digitalisierung der Gesellschaft" ging es um Fragestellungen der Globalen Ethik, die mit Debatten zur Migrationsethik verbunden wurden. Im ersten Themenfeld thematisierte Peter Schaber zunächst diejenigen Rechte, die uns als Menschen universal zukommen: Wie lassen sich derlei Menschenrechte näher bestimmen? Warum verfügen wir darüber? Und wer trägt Verantwortung dafür, diese einzuhalten? Wieviel muss insbesondere die oder der Einzelne leisten, um ihrer oder seiner persönlichen Verantwortung gerecht zu werden?
Das zweite Themenfeld, von Johan Rochel vorgestellt, strukturierte sich ausgehend von der Ausgangsfrage der Migrationsethik: Haben Staaten ein moralisches Recht, ihre Migrationspolitik selber zu bestimmen? Nachfolgend wurden wichtige Argumente für und wider eines Rechts auf Auschluss diskutiert, mit der Staaten festlegen können, wer von ausserhalb in ein Land kommen darf - und wer nicht. Im dritten Teil wurden in der "Ethik des Zusammenlebens" Fragen von Integration und Partizipation der Bürgerinnen und Bürger eines Staates debattiert.
Johanna Rensing und Friedemann Bieber leiteten die Übung und das Seminar, bei dem über den Text "Fremde und Bürger: Weshalb Grenzen offen sein sollten" von Joseph Carens gesprochen wurde. Allen Beteiligten und den Studierenden herzlichen Dank für Ihr Engagement!

David Hume über die Grundlagen der Moral: Vergangenen Montag hat die erste Sitzung des Lektüremoduls über einen der einf...
05/10/2026

David Hume über die Grundlagen der Moral: Vergangenen Montag hat die erste Sitzung des Lektüremoduls über einen der einflussreichsten ethischen Texte der englischsprachigen Philosophie begonnen. In "Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral" (man könnte den englischsprachigen Titel auch übersetzen mit "... über die Grundlagen der Moral") gibt der schottische Philosoph David Hume eine kürzere und an ein allgemeines Publikum gerichtete Darstellung von Überlegungen, die er in seinem früher veröffentlichten und längeren Werk "Ein Traktat über die menschliche Natur" (A Treatise of Human Nature) detaillierter entwickelt hatte.
In diesem Klassiker bemüht sich Hume, mittels der Kategorien von Tugend, Wohlgefallen und Nützlichkeit unser moralisches Handeln zu erklären. Seine Hauptthese lautet kurz umrissen, dass wir Eigenschaften als "Tugenden" bezeichnen, die uns an Personen gefallen; und sie gefallen uns im Allgemeinen entweder deshalb, weil sie wertvollen Zwecken dienen – und insofern "nützlich" sind – oder weil wir dazu veranlagt sind, an diesen Eigenschaften Gefallen zu finden, auch wenn sie keinen weiteren Zwecken dienen.
Herzlichen Dank an den Dozenten Felix Koch für seine kenntnisreiche Einführung und den Teilnehmenden viel Freude auch bei den kommenden Sitzungen!

Politische Autorität, Legitimität & die Rolle der Religion: Am ersten Wochenende des Moduls "Politische Ethik und Digita...
05/10/2026

Politische Autorität, Legitimität & die Rolle der Religion: Am ersten Wochenende des Moduls "Politische Ethik und Digitalisierung der Gesellschaft" stand die Frage der politischen Herrschaft und ihrer Behandlung durch die politische Ethik im Zentrum. Francis Cheneval und Michael Coors diskutierten mit den Teilnehmenden über Fragen der Politischen Autorität, darüber, wie sich die staatliche Ordnung legitimieren lässt, wann ziviler Ungehoram gerechtfertigt ist sowie über das Verhältnis von Politik und Religion: Ist es überhaupt jemals begründbar, dass Menschen über Menschen herrschen? Worin liegt der Zweck politischen Handelns? Worin unterscheiden sich demokratische und autoritäre Herrschaft? Welches Verhältnis besteht zwischen Politik, Religion und Macht in einem liberalen Staat?
Vielen Dank allen Studierenden und Dozierenden für den gelungenen Auftakt!

Politische Ethik und Digitalisierung der Gesellschaft: Wir freuen uns sehr, dass morgen das letzte Modul des ASAE-Curric...
21/09/2026

Politische Ethik und Digitalisierung der Gesellschaft: Wir freuen uns sehr, dass morgen das letzte Modul des ASAE-Curriculums 2025-26 startet. Welche persönlichen Daten darf der Staat sammeln und auswerten, um seine Regierungsverantwortung wahrzunehmen? Dürfen Entscheidungsprozesse der politischen Autorität automatisiert werden? Sollen wir digital abstimmen können? Was ist genau unter «globaler Gerechtigkeit »zu verstehen? Sind humanitäre Interventionen mit militärischen Mitteln unter bestimmten Bedingungen erlaubt oder sogar moralisch geboten?
Die politische Ethik berührt Fragen, die Philosophinnen und Philosophen seit Anfang der Menschheitsgeschichte umgetrieben haben, die jedoch mit dem Fortschreiten der Digitalisierung eine ungeahnte Aktualität entfalten. Dabei freut es uns besonders, neben den Studierenden auch weitere Teilnehmende am zweiten und dritten Wochenende des Moduls begrüssen zu dürfen, die moduintegrierte Weiterbildungskurse zu den Themen "Migrationsethik" und "Ethik, Digitalisierung und Innovation" besuchen werden.
Wir wünschen allen bereits heute einen gelungenen Moduleinstieg! Nähere Infos zum Modul gibt's hier: https://www.asae.uzh.ch/de/weiterbildungsstudiengaenge/module/politischeethik.html

Liebe als Befreiung: Die ASAE-Alumni bieten auf Ethik-Höcks vielfältige Gelegenheit, miteinander in Kontakt zu bleiben u...
10/09/2026

Liebe als Befreiung: Die ASAE-Alumni bieten auf Ethik-Höcks vielfältige Gelegenheit, miteinander in Kontakt zu bleiben und ethische Fragen zu diskutieren. Am 22. September, 18:15-20:30 Uhr im KOL-G-212 (Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zürich) ist Dr. Wolfram Gobsch zu Gast. Er wird zum Thema "Liebe als Befreiung - warum wir unser Leben teilen wollen" vortragen.
Wenig bewegt uns so wie die Liebe - gerade auch dann, wenn sie endet oder fehlt. Warum? Was erklärt unsere Sehnsucht danach, unser Leben mit anderen Menschen zu teilen? Die wahrscheinlich überraschendste wie umstrittenste Antwort auf diese Frage stammt von Hegel: Liebe ist Bedingung für die Entfaltung des Freiheitspotentials des menschlichen Geistes.
Der Referent wird mit uns das Für und Wider dieser Antwort diskutieren. Dabei soll beispielsweise gemeinsam überlegt werden, ob sich Freiheit in Handlungsfreiheit und persönlicher Autonomie erschöpfen kann. Auf diese Weise soll dem Phänomen der Liebe selbst auf die Spur gekommen werden, indem Vorschläge diskutiert werden, worin sich Liebesbeziehungen von anderen Beziehungen unterscheiden.
Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich hier: https://uzhalumni.ch/topics/10019/events/217744

Certificate of Advanced Studies UZH in Medical Ethics: Nach der Korrektur der Abschlussarbeiten im Modul "Biomedizinisch...
10/09/2026

Certificate of Advanced Studies UZH in Medical Ethics: Nach der Korrektur der Abschlussarbeiten im Modul "Biomedizinische Ethik" freuen wir uns, erfolgreiche CAS-Studierende beglückwünschen zu dürfen: Tanja Michel-Dillier geht in ihrem Essay der Frage nach einer Ausweitung des traditionellen Aufgabenbereichs der Medizin aus moralischen Gründen nach. Sie kommt zum Ergebnis, dass der Einsatz von medizinischen Massnahmen zur Erreichung von Zielen, deren Erfüllung bisher nicht zum Zuständigkeitsbereich der Medizin gehörte, auch bei entsprechender Nachfrage moralisch nur dann geboten sei, wenn alle Menschen einer Gesellschaft davon profitieren und es nicht einigen wenigen vorenthalten bleiben würde. Gleichzeitig dürfte kein sozialer oder moralischer Druck auf diejenigen ausgeübt werden, die keinen Anspruch auf Optimierung mittels medizinischen Massnahmen erheben wollten oder könnten. Falls diese beiden Bedingungen nicht erfüllt wären, sei eine solche Ausweitung des Zuständigkeitsbereichs der Medizin moralisch nicht geboten.
Liebe Tanja Michel-Dillier, herzlichen Glückwunsch zu deinem Certificate of Advanced Studies in Medical Ethics UZH!

Vergangenen Freitag ist die ASAE-Summerschool zu Ende gegangen. Nach einem nochmals sehr warmen Donnerstag brachte der F...
10/09/2026

Vergangenen Freitag ist die ASAE-Summerschool zu Ende gegangen. Nach einem nochmals sehr warmen Donnerstag brachte der Freitag auch Abkühlung. Neben einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm mit Quiz, Führung durch die Propstei & Alumni-Apéro und einer wundervollen kulinarischen Betreuung durch das Team der Propstei wussten vor allem die inspirierenden Themen und Vorträge unserer Studierenden zu begeistern: Vulnerabilität und institutionelle Entscheidungsmacht im Nachwuchsleistungssport, ethische Voraussetzungen des Einsatzes von KI in der sozialversicherungsmedizinischen Begutachtung, Legitimität & Loyalität im Kontext von Whistleblowing... In allen Gebieten der Angewandten Ethik und angeregt durch die eigenen professionellen, persönlichen Hintergründe liessen die Präsentationen aufhorchen. Wir warten nun gespannt auf die fertigen Arbeiten!

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Zürich
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