16/10/2026
32-Bit-Float kabellos in die Kamera. Klingt revolutionär. Ist es das wirklich?
Sony hat das ECM-W5 vorgestellt: zwei Sender, ein Empfänger, 399 USD bzw. 410 Euro. Das Versprechen: 32-Bit-Float-Audio landet digital und ohne Kabel direkt in der Videodatei kompatibler Sony-Kameras.
Das ist technisch interessant. Aber es lohnt sich, genauer hinzuschauen.
Denn dass der Ton ohne Synchronisieren im Clip landet, ist nicht neu. Das ging mit jedem Funkmikrofon über die Miniklinke. Der echte Vorteil der digitalen Verbindung sind mehr Kanäle, weniger Latenz und kein Rauschen durch das Kabel.
Und dann gibt es die Details, die Sony in der Werbung gerne weglässt:
Timecode via USB SYNC funktioniert derzeit nur mit der FX5. Weitere Kameras hat Sony angekündigt, aber noch nicht genannt.
Kabelloses Mithören läuft nur mit kompatiblen Sony-Kopfhörern, obwohl Bluetooth LE Audio eigentlich ein offener Standard ist.
Und mit 27,1 Gramm pro Sender ist das ECM-W5 deutlich schwerer als etwa das Hollyland Lark M2S mit 7 Gramm, und das teuerste Set im Vergleich mit DJI, RØDE und Hollyland.
Für Sony-Shooter mit digitalem MI-Schuh, passenden Kopfhörern und Lavaliermiks ist es aber das zur Zeit beste Wireless-Mik-System
Den vollständigen Test mit allen Zahlen und dem Direktvergleich gibt es hier: https://www.studioeins.ch/sony-ecm-w5-funkmikrofon-vergleich/
Nutzt du bei deinen Aufnahmen schon ein Drahtlos-System? Und was war für dich der entscheidende Kaufgrund?