21/08/2026
Ich heisse Linda und war im Februar / März in den Philippinen.
Ich verbrachte 17 Tage auf einer Insel mit einer Sozialarbeiterin und 3 Lehrerinnen in einem Dorf. Die Bevölkerung ist muslimisch und so passten wir unser Verhalten den örtlichen Gegebenheiten an.
Mit jedem Tag lernte ich mehr Dorfbewohner kennen. Schon am zweiten Tag starteten wir mit hausärztlichen Check-ups einiger Dorfbewohner. Dies beinhaltete allgemeine körperliche Untersuchung, Blutdruck-/Herzfrequenz-Messung und Beratung zu Medikamenten und Krankheiten.
Wir besuchten die Dorfbewohner in ihren Häusern, auf dem Dorfplatz oder sie kamen zu uns ins Schulgebäude, auch mit ihren Kindern. Ausserdem gestalteten wir Aufklärungsnachmittage für die Frauen über Impfungen, Menopause, Ernährung, Diabetes und Bluthochdruck. Am Samstag fanden Gespräche mit den Scholarshop-students und Bible Studies in Kleingruppen statt.
Die grösste Herausforderung meines Einsatzes war für mich das tropische Klima. Nachts konnte ich nur mit dem Ventilator neben dem Bett schlafen. Die andere Kultur mit verschiedenen Lebensweisen war für mich sehr interessant und in manchen Bereichen unkomplizierter als in Mitteleuropa. Es gibt weniger feste Regeln und es ist alles spontaner und gelassener. Es brauchte allerdings mehr Flexibilität und Spontaneität, da sich Pläne auch ändern können, je nach Wetter oder Alltagsverpflichtungen.
Durch das mir entgegen gebrachte Vertrauen und die gute Unterstützung und Gemeinschaft vor Ort fiel es mir leicht, offen über meine Bedürfnissen und Grenzen zu sprechen. Unser gemeinsames Gebet stärkte unseren Zusammenhalt, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis. Am schönsten war für mich die Gemeinschaft mit den Lehrerinnen und der Sozialarbeiterin, welche in kurzer Zeit wie Schwestern für mich wurden und welche ich nach meiner Heimkehr in die Schweiz nun immer noch vermisse.
Durch das Vertrauen in unseren Herrn konnte ich in vielen Situationen und im ungeplanten Ende des Einsatzes seine Hilfe und Führung erkennen. Es wirkt oft schwierig, den richtigen Weg zu finden, dennoch lohnt es sich weiterzugehen und zu suchen, v.a. mit Vertrauen und in christlicher Gemeinschaft.