16/09/2016
Selbstschutztip "Notfallvorsorge" (Teil 2):
Fragen Sie sich selbst:
- Sind Sie auf eine derartige Notsituation vorbereitet?
- Können Sie sich und anderen in dieser Situation helfen?
Bedenken Sie immer:
Ist erst einmal so eine Notsituation eingetreten, ist das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen. Mit Hilfe ist in diesen Momenten nicht sofort zu rechnen. Deshalb rate ich Ihnen dringend, für sich und Ihre Familie einen häuslichen Notvorrat anzulegen, sowie eine Notausrüstung für den Fall, dass sämtliche Versorgungen, wie zum Beispiel die Stromversorgung, zusammenbrechen. Glauben Sie das kann bei Ihnen nicht passieren? Dann fragen Sie doch mal die Einwohner von abgelegenen (Berg-)Dörfern, die für mehrere Tage von der Außenwelt abgeschnitten waren, ohne Strom und sonstige Versorgung! Anhand meiner Auflistungen werden Sie erkennen, dass Sie nicht Unsummen von Geld dafür ausgeben müssen, die meisten Dinge bekommen Sie bei jedem Aldi und Lidl für einen kleinen Preis.
Der Notvorrat:
Legen Sie sich für alle Fälle einen Lebensmittel- und Getränkevorrat für mindestens eine Woche an. Meine Empfehlung ist die Anlage eines Vorrates für zwei Wochen. Ganz wichtig dabei ist, dass Sie für eine ausreichende Menge Trinkwasser sorgen. Es ist zwar möglich, dass ein Mensch mehrere Wochen ohne Essen überleben kann, aber ohne Flüssigkeiten geht er nach wenigen Tagen zugrunde. Verlassen Sie sich nicht auf das Trinkwasser aus dem Wasserhahn. Bei einer großen Katastrophe wird die Trinkwasserversorgung vielleicht gar nicht mehr vorhanden sein. Wenn doch, müssen Sie davon ausgehen, dass das dringend benötigte Trinkwasser verseucht ist. Wenn in Ihrem Haushalt Personen vorhanden sind, die täglich Medikamente benötigen, müssen Sie diese in die Berechnung Ihres Notvorrates einschließen. Denken Sie ebenfalls an Ihr eventuell vorhandenes Haustier. Es ist nicht schön mit anzusehen, wenn Sie persönlich zwar die Katastrophe so gut wie es geht überstehen, aber Ihr geliebtes Haustier elendig zugrunde geht, da kein Notvorrat für das Tier vorhanden ist.
Grundsätzlich gilt:
- Lagern Sie nur Getränke und Lebensmittel ein, die unbegrenzt bzw. mehrere Jahre haltbar sind und Ihren normalen Gewohnheiten entsprechen
- Lagern Sie alle Lebensmittel trocken und kühl
- Achten Sie auf eine luftdichte Verpackung
- Stellen Sie neu dazu gekaufte Lebensmittel immer nach hinten, damit Sie immer zuerst die älteren Lebensmittel verbrauchen.
- Erwerben Sie auch Lebensmittel, die Sie kalt verzehren können, falls es keinen Strom mehr geben sollte. Besorgen Sie sich ebenfalls eine Kochmöglichkeit, falls es zum Ausfall von Gas und Strom kommen sollte.
a) Lebensmittel
Aber wie berechnen Sie die Menge an Trinkwasser und Lebensmittel, die Sie für den Notfall benötigen? Es gibt dazu verschiedene Berechnungsmodelle. Ich schlage Ihnen folgenden Notvorrat für 14 Tage vor. Die Berechnung bezieht sich auf jeweils eine Person, mit einem durchschnittlichen Tagesbedarf an Kilokalorien.
+ Fleisch 2,5 kg
+ Milch 5,5 Liter
+Getränke 25 Liter
+ Gemüse 3,0 kg
+ Getreide 6,0 kg
+ Obst 3,0 kg
+ Fette 1,0 kg
Achtung:
Bedenken Sie bei Ihren Einkäufen, dass die handelsüblichen Konserven (Kilodosen) im allgemeinen weniger Inhalte haben.
(Ende Teil 2)