14/02/2026
Liebe Eva
Ohne dich gäbe es keine invers Schule für Gestaltung. Du warst die treibende Kraft hinter der Gründung. Dickköpfig wie du warst, hast du mein «Nein» einfach nicht akzeptiert. Zum Glück. Du hast diese Schule geprägt, wie sonst niemand. Mit deinem Wissen, deinem Können und vor allem deinem Charakter. Und obwohl du schon länger nicht mehr aktiv an der Schule beteiligt warst, sind deine Visionen in der Schule noch immer präsent.
Ich danke dir für all die spannenden Gespräche, die langen Nächte an deinem langen Tisch, die vielen schönen Momente auch ausserhalb der Schule. Ich danke dir für all die Geschichten, die wir zusammen erlebt haben.
Ich danke dir aber auch für deine Sturheit. Du konntest mich oft ganz schön nerven. Und fast immer hast du damit dein Ziel erreicht. Aber genau dieses gesamte Paket machte dich aus.
Du wärst nicht Eva, wenn Sonnenschein und Regenwetter nicht so nahe beieinander waren. Und du bist dir treu geblieben bis zum Ende, hast dich nicht verbogen und immer für das gekämpft, was dir wichtig war. Ohne Kompromisse. Mit dem Kopf durch die Wand. Ohne Rücksicht auf Verluste.
Und auch wenn wir uns in den letzten Jahren nicht mehr täglich sahen oder hörten, so bist und bleibst du unglaublich präsent in meinem Leben. Deine Bilder hängen an meinen Wänden. Viele Gegenstände in der Schule erinnern täglich an dich. Und wenn ich Menschen treffe, die dich kannten, bist du nach ein paar Sätzen immer Thema in jedem Gespräch.
Du hast viele Spuren hinterlassen und bist vermutlich in mehr Köpfen, als du dir vorstellen kannst.
Ich bin auch sehr froh, dass ich in deinen letzten Stunden bei dir sein durfte, dich noch einmal erleben und Zeit mit dir verbringen konnte. Es war einfach nur schön, mit dir zu sprechen. Die beste Lasagne der Welt essen, am Tisch mit deiner lieben Familie, ein Glas Wein und gute Gespräche.
Am nächsten Morgen das letzte Mal draussen sitzen, der letzte Sonnenschein. Dein Tisch, deine Stühle, deine Decken, dein Leben.
Danke für alles