29/10/2021
Wie ich meine Perfektionistin austrickse – und wie machst Du das? 🤔💭
Hast Du auch immer wieder mal das Gefühl, wenn schon etwas machen, dann aber perfekt? Und dann findest Du nie genug Zeit oder Ruhe, um das Projekt anzupacken. Papierbeigen durchschauen, Kleider aussortieren oder eben Dir Zeit zu nehmen, um kreativ zu sein.
Das kenne ich gut. Deshalb habe ich hilfreiche Strategien entwickelt, damit ich doch vorwärts komme und Sachen realisieren kann, während meine Perfektionistin selig schläft… 🛌🏻💤.
Ich bin überzeugt, dass wir alle – Du und ich - kreativ 🎨 sind, wenn wir uns Zeit und Raum geben. Aber ich gehören nicht zu denen, die einfach hinsitzen können 🪑 und kreativ werden - das würde umgehend die Perfektionistin in mir wecken. ⏰ Für mich würde die Dame auch um 6.00 Uhr morgens aufstehen, dass macht ihr keine Mühe, um mich zu begleiten und vor Fehlern zu beschützen.
Ich weiss, dass Kreativität eines meiner Talente ist, aber um in einen freudvollen produktiven Flow zu kommen, muss ich mich oft zuerst austricksen. Ich muss mich deshalb eher wie eine Katze auf Samtpfoten durchs Haus schleichen, damit sie in ihrem Schloss oder Baumhaus oder wo immer sie wohnt - ruhig weiterschläft.
Deshalb mache ich zuerst gerne etwas, was sie sicher nicht weckt, weil sie nicht benötigt wird. Heute Morgen habe ich in der Küche begonnen, Zeitungen und Broschüren 📰 🗞️zu ordnen und für’s Zusammenbinden zu einem Bündel bereitgelegt. Das kann ich auch ohne Unterstützung von Frau Perfektionistin - vorzubereiten. Dabei habe ich entdeckt, dass noch ein aktuelles Magazin über Bergausflüge darunter war, das ich noch nicht angeschaut hatte. Mich selber habe ich motiviert, «vielleicht finde ich ein paar Bilder für diese Mindmap über meine Talente - das wird sonst sicher megalange dauern zum Machen. » Dann habe ich eine Schere aus der Küchenschublade geholt und ohne gross zu überlegen, aus dem Bauch heraus ein paar Bilder und Worte ausgeschnitten, wohlgemerkt, immer noch in der Küche neben der Zeitungsbeige. Frau Perfektionistin hat bis dann nichts bemerkt und ruhig weiter ihren wohlverdienten Schlaf genossen. 🛏️ Dann habe ich ein grosses Blatt gesucht, eine Schere ✂️, einen Klebestift geholt und mich mit einer Tasse Kaffee ☕ und der Papierbeige an den Wohnzimmertisch gesetzt. Weiterhin ohne mir gross Gedanken zu machen, habe ich begonnen meine Bilder intuitiv auf dem Blatt zu verteilen. Die Perfektionistin in mir hat ein Auge leicht geöffnet 😪 , aber der Blick auf die Kaffeetasse ☕ hat sie genügend beruhigt: ‘Nichts Ernstes’, hat sie wohl gedacht und sich noch etwas geräkelt und weitergedöst. Und 30 Minuten später ist die MindMap, die Collage in Nullkommanichts fertiggeworden.
Was hast Du für Tricks auf Lager, damit Dein/e Perfektionist/in noch liegenbleibt oder sich mit etwas Anderem beschäftigt und du deine Projekte anpacken kannst?