Hundeerlebnis

Hundeerlebnis Wo Hundeerziehung Freude macht....

26/10/2021
Es gibt sooooo viel zu entdecken i  den Wäldern! Und zusammen mscht es doppelt Spass 🌸
24/08/2021

Es gibt sooooo viel zu entdecken i den Wäldern! Und zusammen mscht es doppelt Spass 🌸

23/08/2021

Vielleicht verstehen es ja auch irgendwann mal die Frauchen/Herrchen von "Dertutnix", "Dieregelndasschon" , „DerwilldochnurHallosagen“, „Damusserdurch“und "Diemüssensichdochmalkennenlernen". Die Hoffnung stirbt zuletzt.

20/08/2021
Splish splash 🐶🐺💦💦💦
14/08/2021

Splish splash 🐶🐺💦💦💦

Guter Artikel für alle die etwas Englisch können ☺️
18/10/2020

Guter Artikel für alle die etwas Englisch können ☺️

Sit is usually the first people teach their puppies, without thinking about the consequences or why they do it. We wanted to know more about the sit, so many years ago we started the sit study...

21/09/2020

Ein aktueller Kino-Film macht uns Bauchschmerzen. Und nein, es geht nicht um Yakari😉. Wir glauben, dass dieser Film das Potential hat, Hundetraining nochmals um 10 Jahre zurückzuwerfen. Deshalb möchten wir ein paar Worte dazu schreiben.

Bereits was menschliches Verhalten betrifft, gibt es so viele veraltete (falsche) Annahmen, so erstaunt es nicht, dass auch sehr falsche Vorstellungen über das Verhalten von Hunden den Umgang mit ihnen prägen.

Geht es nun zudem nicht nur um „an der Leine zerren", „Hochspringen“, „Futter klauen“ etc., sondern um aggressives Verhalten - um Hunde, die Menschen und Artgenossen anknurren, fletschen oder beissen - dann scheint es definitiv so, dass eine objektive Herangehensweise verlorengeht und stattdessen Emotionen, Meinungen, Populärwissenschaft zum Zuge kommen.

Es ist nicht abzustreiten, dass einige Hundetrainer*innen äusserst redegewandt sind und es schaffen, ihre Methoden so darzustellen, dass alles sehr überzeugend klingt. Dass sie es so erscheinen lassen können, als sei das Gezeigte das einzig Mögliche. Da wird mit wohlklingenden Vokabeln jongliert (Natürlichkeit, Authentizität...), so dass am Schluss Beifall geklatscht wird, obwohl das Resultat objektiven Kriterien nicht standhält.

Wir Menschen reagieren (im Gegenteil zu unseren Hunden) stark auf das gesprochene Wort - auch Zauberer leben von dieser menschlichen Eigenschaft, wenn sie uns ihre Künste vorführen. So kommt es, dass Hunde, die körpersprachlich schwerste innere Nöte ausdrücken, von Trainer*innen als entspannt, als vertrauensvoll, „bei sich“, usw. … beschrieben werden und von der Zuschauerschaft dann auch genau so wahrgenommen werden, wie dies durch die Trainer*innen dargestellt wird. Dabei könnte das Beschriebene oft nicht weiter von der Realität entfernt sein.

Die Hunde werden hierbei im besten Fall mit sehr ineffizienten Methoden trainiert, wesentlich öfters aber werden Vorgehensweisen angewandt, die die Tiere weiter traumatisieren und ihnen noch deutlicher zeigen, dass sie keine Stimme haben, dass ihre subtile Kommunikation ignoriert wird. Besonders gerne werden dabei auch Maulkörbe eingesetzt (nichts gegen Maulkörbe!), die einerseits als Sicherungsmassnahme dienen, vor allem aber dazu genutzt werden, die Grenzen des Tieres systematisch und wieder und wieder überschreiten zu können (dies natürlich hübsch umschrieben als "Konflikte bearbeiten können, statt ihnen immer auszuweichen" o.ä.). Das Resultat ist - je nach "Können" der Menschen - ein hilflos gemachtes Tier (man lese dazu die Studien von M. Seligman) oder eine tickende Zeitbombe. Welch Tragik, wenn man bedenkt, dass Hunde als Tierart Meister der Konfliktvermeidung sind und mit subtilsten Signalen kommunizieren - wir müssten nur in der Lage sein, diese zu erkennen und darauf zu reagieren.

Aber weshalb werden nach wie vor solche Methoden verwendet?

Ein Grund ist sicherlich, dass man häufig der Annahme begegnet, belohnungsbasiertes Training wäre zwar für Tricks und Sport prima - sobald es aber um Verhaltensprobleme wie Aggression ginge, müsse man auf der „sozialen Ebene“ arbeiten. Das ginge gar nicht anders. Dabei wird komplett übersehen, dass jegliches Verhalten den gleichen verhaltensbiologischen Regeln folgt.

Jeder lebt heute in seiner eigenen Filterblase - deshalb ist es möglich, dass extreme Meinungen Bestand haben können; wie, dass man nur mit einem bestimmten Vorgehen „einen aggressiven Hund resozialisieren“ könnte.

Dass es aber natürlich keinesfalls besonders effizient ist, einen Hund weiter zu traumatisieren, um zu versuchen, ihn zu „resozialisieren“, liegt eigentlich auf der Hand.

Man darf sich ganz sicher sein, dass es nicht nur so ist, dass es kein körperliches Einwirken, kein Ignorieren der Körpersprache, kein Einschüchtern des Hundes (gerne auch als Führung oder überzeugendes Auftreten dem Hund gegenüber bezeichnet) braucht, sondern dass man ungemein bessere Erfolgsaussichten hat, wenn man sich an der Wissenschaft über Verhalten orientiert statt an von Einzelnen nach wie vor erzählten Märchen.

Bereits Skinner hat vor über 60 Jahren (an Tauben) demonstriert, wie Aggression gelernt und wieder verlernt werden kann und auch heute zeigen tagtäglich viele belohnungsbasiert-arbeitende Trainer*innen, dass aggressives Verhalten verändert werden kann wie jedes andere Verhalten auch - mit Rücksicht auf das Wohlergehen von Mensch und Tier (und dabei noch zeiteffizient und nachhaltig).

Unter diesen Trainer*innen ist auch Ken Ramirez, einer der weltweit beachtetesten Trainer, der sein Vorgehen wissenschaftlich dokumentiert und somit für alle nachvollziehbar gemacht hat.

Und wen jetzt beim Lesen vielleicht der Gedanke beschlichen hatte, dass dies wohl nur bei Hunden funktioniert, die nicht richtig aggressiv seien, dem sei hier kurz erzählt, dass gerade auch die Resozialisierungsarbeit von Ken Ramirez Hunde betraf, die in ihrem früheren Leben in illegalen Hundekämpfen zum Einsatz kamen.

Wir alle möchten das Beste für Menschen und ihre Hunde und wir wenden Methoden an, von denen wir überzeugt sind, dass diese optimal sind, um unsere Ziele zu erreichen. Dabei dürfen wir jedoch nicht bequem werden - wir sollten immer und immer wieder überprüfen, ob das, was wir tun, wirklich die beste Variante ist - das schonendste Vorgehen mit den besten Resultaten. So wie Ärzt*innen einen Eid ablegen, sollte dies auch die Trainerschaft tun - „wende jeden vermeidbaren Schaden ab und füge auch keinen solchen zu“.

Gibt es eine Möglichkeit, den durch diesen Film entstehenden Schaden in Grenzen zu halten? Wenn ja, dann nur so, dass belohnungsbasiert-arbeitende Trainer*innen und Hundebesitzer*innen nicht ruhen, um echtes Wissen zu verbreiten und dabei dem Gegenüber immer ohne Wertung begegnen. Denn niemand will bewusst seinem geliebten vierbeinigen Begleiter einen Schaden zufügen, sondern man tut dies, was man zu einem entsprechenden Zeitpunkt für die beste Variante hält. Es ist deshalb an uns, dafür zu sorgen, dass sich die Fronten nicht verhärten. Lasst uns die Hand reichen und mit anderen Hundebesitzer*innen gemeinsam ein harmonischeres Zusammenleben mit ihrem besten Begleiter erreichen.

21/07/2019

Die Sache mit der Sozialverträglichkeit…

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Von Hundebesitzern höre ich oft, dass sie beschimpft werden, wenn sie darum bitten, einfach ohne direkten Körperkontakt zwischen ihrem und einem fremden Hund, weiter ihres Weges gehen zu dürfen…
Meist fallen dann Sätze wie: „Ach. Ihrer ist wohl schlecht sozialisiert?!“

Auch ich erlebe dies oft.

Genau solche Sätze sind es, die anderen suggerieren, in der Erziehung des eigenen Hundes versagt zu haben, wenn er nicht uneingeschränkt und in jeder Situation freundlich zu jedem Hund ist.

Daher wundert es mich mittlerweile nicht mehr, dass fast jeder Hundebesitzer bei uns als erstes Trainingsziel den Wunsch äußert, dass sein Hund sozialverträglich werden solle.

Durch andere Hundehalter unterliegen sie dem unterschwelligen Druck, ihren Hund scheinbar zwanghaft dahin erziehen zu müssen, dass er sich sofort freundlich und spielbereit gegenüber jedem anderen Hund verhalten und aggressives Verhalten anderer Hunde einfach ignorieren soll. Untermauert wird diese Einstellung oft mit dem Argument, dass Hunde schließlich Rudeltiere seien.

Auch wenn es gelegentlich Hunde gibt, die genau so sind, ist diese Interpretation von „Sozialverträglichkeit“ dennoch eine Fehleinstellung, die viele Hunde niemals erfüllen können.

Hunde wissen nichts um die menschliche Definition von Sozialverträglichkeit. Und mal ehrlich, welcher Mensch mag schon jeden anderen Menschen? Hier haben wir also einen höheren moralischen Anspruch an unsere Hunde als an uns selbst.

Wir legen also den menschlichen Moralmaßstab (den wir selbst nicht erfüllen) an unsere Hunde an. Das ist unfair und verkennt die Realität: Der Hund ist ein domestiziertes Raubtier.

Und jetzt in aller Deutlichkeit für alle, die noch immer der Meinung sind, alle Hunde dieser Welt seien ein einziges großes Rudel und potentielle Spielpartner für den eigenen Hund:
Was erwarte ich von einem Raubtier, wenn es auf ein fremdes Raubtier trifft?

Wer darauf hofft, dass der eigene Hund ohne jegliches Management und Führung durch seinen Menschen immer freundlich bleibt, nie in einen Konflikt gerät und uneingeschränkt hundespielwiesentauglich ist, hat eine realitätsfremde Erwartungshaltung an seinen Hund.

Also kann man sich die Hoffnung auf Sozialverträglichkeit gleich sparen?

Nein, es ist eine Definitionssache.

Sozialverträglichkeit bedeutet nicht, dass ein Hund beim kleinsten Erahnen der Silhoutte eines anderen Hundes am Horizont, seinen Besitzer stehen lässt, jedes Rufen ignoriert um den fremden Hund mit Spielaufforderungen penetrant zu belästigen.
Sozialverträglichkeit bedeutet auch nicht, dass ein Hund sich in Lauerhaltung flach auf den Boden legt, entgegenkommende fremde Hunde anstarrt, nur um dann plötzlich los zu sprinten und (natürlich freundlich!) in die anderen Hunde zu brettern!

Wer solches Verhalten seines Hundes zulässt, ist auch als Hundebesitzer alles andere als „sozialverträglich“.

Sozialverträglichkeit des eigenen Hundes beginnt beim Besitzer und zwar mit der Einstellung niemanden belästigen zu wollen.

Ich definiere Sozialverträglichkeit für mich als Neutralität des Hundes gegenüber seiner Umwelt.
Dies bedeutet, dass er weder überdreht freundlich, noch aggressiv auf fremde Menschen oder Hunde reagiert. Eben einfach neutral, so als wären diese gar nicht da. Somit ist er weder eine Belästigung, noch ein Risiko für meine Mitmenschen und deren Hunde. Dies ist sehr sozialverträglich.

Auch ich habe Hunde (einen Malinois, zwei Jagdterrier, alles Rüden, alle unkastriert). Darunter einen, der nicht unter die öffentliche Definition von „sozialverträglich“ fällt.

Wie auch ich, mag er keinen Körperkontakt mit fremden Artgenossen und würde sicher auch wie ein Raubtier darauf reagieren, wenn ich ihn ließe.
Und nein, es liegt nicht daran, dass er schlechte Erfahrungen mit Artgenossen machte. Es liegt auch nicht daran, dass ich in der Erziehung versagt habe.
Ich kann die Einstellung eines Hundes zu anderen Hunden nicht mit Erziehung verändern. Ich kann ihm nicht anerziehen jeden fremden Hund sofort zu mögen. Ich kann seinen Charakter auch nicht durch Ausbildung verändern.

Wenn ein Hund unerlaubt ein Kommando verlässt, um mit einem anderen Hund zu spielen, käme niemand auf die Idee, dies als mangelnde Sozialverträglichkeit zu werten. Es wäre allenfalls Ungehorsam.

Nun… wie im Guten, so auch im Schlechten…

Demzufolge ist es ebenfalls nur Ungehorsam (und nicht mangelnde Sozialverträglichkeit), wenn ein Hund ein Kommando verlässt, um einen anderen Hund zu vermöbeln.

Das ist das, was jeder beeinflussen kann.
Den Gehorsam.
Nicht den Charakter.

Ein Arschlochhund bleibt auch nach dem besten Training ein Arschlochhund. Nur ist er dann eben ein Arschlochhund mit zuverlässigem Gehorsam.

Ich kann ihm (wie auch mir selbst) nicht aufzwingen, jeden zu mögen. (Wozu auch?)
Aber ich kann ihm beibringen, auf mich zu achten und fremde Hunde einfach zu ignorieren (wie ich es ebenfalls mit Menschen handhabe, die mir unsympathisch sind).

Ignorieren funktioniert allerdings nur so lange (wie bei uns mit unsympathischen Mitmenschen auch), wie vom Gegenüber kein direkter Kontakt aufgezwungen wird.

Wie würde wohl unsere Reaktion ausfallen, wenn uns ein Mensch, der uns grundlegend unsympathisch ist, Kontakt aufzwingt?
Sind wir dann auch schlecht sozialisiert?

(C) Juliane Lange (Hundeschule Potsdam)

Adresse

Langenthal
4900

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