15/06/2026
Vom 10. bis zum 12. Juni fand zum dritten Mal die CUSO-Sommerakademie der Germanistik statt. Die Idee der Veranstaltung ist es, ein Thema aus allen drei germanistischen Teilbereichen – Linguistik, Mediävistik und neuere deutschsprachige Literaturwissenschaft – zu beleuchten und so der zunehmenden Tendenz entgegenzuwirken, dass sich die drei Disziplinen mehr und mehr voneinander entfernen und sich verselbständigen. Während dieser Tage fanden spannende Vorträge und Ateliers rund um das Thema ›Migration‹ statt. Im Programm standen Untersuchungen zu Wortprofilen wie Migrant/Migrantin, Lektüren aus der mittelalterlichen Heldenepik, Gedichte aus dem Exil, eine Einführung in die Transliteration des Jiddischen, Geschichten aus dem Deutschen in Übersee und viel mehr.
Einen besonderen Dank geht an die Organisatoren und an die Vortragenden sowie an alle Teilnehmenden für die spannenden Diskussionen und Mitarbeit während dieses bereichernden Erlebnisses in dem wunderschönen von Bergen umgebenen Kandersteg!
14/06/2026
Die dritte Führung von Freiburger Studierenden in der Stiftsbibliothek St. Gallen:
Am 18. Juni 2026 fand in der Stiftsbibliothek St. Gallen die dritte Fokus-Führung statt, bei der Freiburger Studierende das Werk Giovanni Boccaccios De claris mulieribus («Von berühmten Frauen») präsentierten. Dabei wurden unter anderem exemplarisch fünf Frauenfiguren des Werkes vorgestellt: Hypsipyle, Manto, die Vesta-Nonne Rhea Ilia, die Romana sowie Semiamira.
Die Führung bildete den Abschluss des Rahmenprogramms zur aktuellen Ausstellung «Frauen – Weibliche Lebenswelten im Mittelalter».
Das Publikum dankte den Studierenden für ihr grosses Engagement und die gelungene Durchführung.
08/06/2026
Gemeinsam mit Cornel Dora (Stiftsbibliothek St. Gallen), Tino Licht (Univ. Heidelberg), Kirsten Wallenwein (DHIP) und Katja Weidner (LMU München) organisierte Cornelia Herberichs eine Tagung zum Thema ›Frauenskriptorien und Frauengelehrsamkeit im Mittelalter‹, welche vom 3. bis 5. Juni in der Stiftsbibliothek St. Gallen stattfand.
Das Programm setzte sich aus internationalen und interdisziplinären Beiträgen zusammen. Die Tagung verfolgte das Ziel, die bedeutsame Rolle schreibender Frauen in der Handschriftenproduktion und -überlieferung anhand historischer wie literarischer Quellen mittelalterlicher Klöster zu ergründen. Dabei wurden Konvente vom Früh- bis zum Spätmittelalter (und teilweise bis in die Frühe Neuzeit) aus verschiedenen Sprachgebieten in den Blick genommen.
Cornelia Herberichs zeigte in ihrem Vortrag, dass im Skriptorium des Katharinenklosters Wil (St. Gallen) nicht einfach nur Bücher abgeschrieben wurden, sondern vorhandene Texte neu kombiniert und zu neuen Büchern zusammengestellt wurden. Gerade im Prozess des Kompilierens, so die These, nutzten die Schreiberinnen ihren Handlungsspielraum bestmöglich aus, um mit der Neuanordnung der kopierten Texte eigenständige Werke zu schaffen. Die Frage nach der ›Eigenleistung‹ der Frauen in der Textproduktion, die auf der Tagung immer wieder gestellt wurde, liesse sich in diesem Fallbeispiel damit beantworten, dass durch das Zusammenstellen von Texten neue Werke in Form des Buches geschaffen wurden, welches in seiner spezifischen Textkombination immer wieder individualisiert wurde.
Die Medienplattform kath.ch berichtete über die Tagung: https://www.kath.ch/newsd/forschende-entdecken-trouvaillen-ueber-frauen-im-mittelalter-hinter-alten-buchdeckeln/
22/05/2026
Am 8. Mai 2026 fand das Frühlingsforschungskolloquium der germanistischen Linguistik statt. Bei diesem Anlass stellen Masterstudierende, Promovierende und Post-Docs ihre aktuellen Projekte zur Diskussion.
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Bild: Patrick Mächler
19/05/2026
Eine Führung von Freiburger Studierenden in der Stiftsbibliothek St. Gallen:
Am 18.05. fand in der Stiftsbibliothek St. Gallen eine mitreissende Führung statt, bei der die Besucher:innen von Nicola Lang, David Nicolet und Melanie Schmid die faszinierende Figur Gyburg aus Wolframs Roman «Willehalm» vorgestellt bekamen. Mit diesem Beispiel einer komplexen und aussergewöhnlichen Frauenfigur der mittelalterlichen Literatur fand der Auftakt der Fokus-Führungen statt, die das Rahmenprogramm zur aktuellen Ausstellung «Frauen – Weibliche Lebenswelten im Mittelalter» bilden.
Die nächste Fokus-Führung findet am 1. Juni statt und wird sich einem Roman aus der Frühen Neuzeit und seiner titelgebenden Figur Melusine widmen! https://www.stiftsbezirk.ch/de/veranstaltungen?events_active_on=01-06-2026
07/05/2026
Auf Lit:Seminar, dem Blog von Adela Sophia Sabban über literaturwissenschaftliche Seminare, ist ein Beitrag von Dr. Cornelia Pierstorff erschienen.
Er trägt den Titel «Begleitseminar einer Poetikvorlesung: Kolloquium zur Poetikvorlesung von Sharon Dodua Otoo 2025 an der Universität Zürich».
Link zum Blogbeitrag: https://doi.org/10.58079/166fp
Im von Cornelia Pierstorff geleiteten Seminar haben die Studierenden in Teams jeweils ein Werkstattgespräch mit Sharon Dodua Otoo moderiert, und sie haben einen literarischen Text Otoos als Instagrambeitrag aufbereitet, anzusehen und zu lesen hier: https://www.instagram.com/otoo.lesen/
Bilder:
1. Sharon Dodua Otoo bei ihrer ersten Zürcher Poetikvorlesung im Literaturhaus Zürich (Foto: Cornelia Pierstorff)
2. Instagrambeiträge der Studierenden auf dem Account .lesen
3. Screenshot: Beitrag von Cornelia Pierstorff auf Lit:Seminar (Textanfang)
05/05/2026
Für das studentische Magazin spectrum der Universität Freiburg (Schweiz) hat Joana Bösch einen Beitrag über die Lesereihe «Lesekino» geschrieben:
https://student.unifr.ch/spectrum/de/2026/05/wie-kommt-ein-buch-auf-die-buehne-der-lange-weg-vom-ersten-entwurf-bis-zur-lesung/
Die Lesereihe wird seit 2022 von Mitgliedern und Studierenden des Departements für Germanistik und des Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft organisiert.
Informationen zu den Lesungen (mit einer Liste der bisher eingeladenen Autor*innen): https://www.unifr.ch/germanistik/de/departement/lesungen.html
04/05/2026
Das Seminar der diesjährigen Gastprofessorin Sarah Bowden (King’s College London) war zu Besuch im Staatsarchiv Zug. Nach einer Einführung in die mittelalterliche Spieltradition durch Cornelia Herberichs erhielt die Gruppe die besondere Gelegenheit, im Zuger Oswaldspiel zu blättern.
Ein herzlicher Dank gilt Herrn Guggisberg und seinem Team für die spannenden Einblicke in die Schätze des Archivs, darunter auch das älteste Dokument der Sammlung: ein lateinisches Pergamentfragment aus dem 9. Jahrhundert aus Fulda.
Im Anschluss erkundete die Gruppe bei einer Führung mit Herrn Raschle die Stadt Zug und ihre Kirchengeschichte. Den Höhepunkt bildete die Oswaldkirche in der Altstadt. Mit Unterstützung von Sarah Bowden entdeckten die Studierenden Skulpturen und Darstellungen des heiligen Oswald in nahezu jeder Ecke der Kirche: als jungen Ritter, als alten König, als höfischen Jüngling und als Kämpfer in der Schlacht.
Bilder: Julie Dietsche, Cornelia Herberichs, Luke Cooper.
30/04/2026
Am 12. Mai 2026 nimmt uns Franz Hohler mit auf einen «Spaziergang durch sein Gesamtwerk».
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ort: Korso (Bd de Pérolles 15, 1700 Fribourg)
Eintritt: 12/10/8/5 CHF. Für Germanistik-Studierende der Universität Freiburg ist der Eintritt frei (Anmeldeformular).
Einführung: Arnd Beise
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In Franz Hohlers Geschichten löst sich die Wirklichkeit unmerklich auf und macht Ereignissen Platz, die sich unserer kühlen Logik entziehen. Mit ungewöhnlich wachem Blick für beunruhigende Details erzählt er von der Brüchigkeit und der Tragikomik unseres Alltags, aber auch von seiner Poesie.
Ein heiterer Abend mit einem hintergründigen Beobachter steht bevor. Der Spaziergang durch Franz Hohlers Werk ist ein ebenso fröhlicher wie nachdenklicher Spaziergang durch unsere Zeit.
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Infos: https://www.unifr.ch/germanistik/de/departement/lesungen.html