13/10/2024
Marion geht zu einer Familienaufstellung mit Pferden....es ist ihr erstes Mal....sie ist kritisch, denn wie DAS mit Pferden funktionieren soll, das ist ihr ein Rätsel??!? Sie erzählt:
„Ich bin neugierig und offen und lasse mich auf das Experiment ein...als Erstes übertrage ich das Energiefeld meines Bruders, meiner Mutter und meines Vater auf je ein Pferd....was dann passiert beeindruckt mich nachhaltig!
Etwas erstaunt mich nicht...mein „Bruder“ grast entspannt in einer Ecke, lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen, mischt sich nirgendwo ein, bleibt bei sich, bewegt sich nicht gross während der ganzen Aufstellung, das PASST =)
Mich erstaunt enorm, dass „ICH“ meinen „Vater“ von einer Ecke in die andere scheuche und keine Ruhe gebe ihn von den anderen 2 weg zu bringen und er bei der kleinsten Bewegung „meinerseits“ das Weite sucht.....ich bin überrascht und etwas verstört, wie klar die beiden Charakteren sich zeigen in „Gejagter“ und „Vertreiber“ und die anderen beiden gemeinsam ihren Frieden haben...
Als meine Aufstellungsbegleiterin mir die Frage stellt, ob ich da eine Analogie zu meinem Leben sehe, komme ich nicht drauf, was das jetzt mit mir und meinem Vater zu tun haben soll....aber es ist mir klar, dass da irgendetwas dahinter stecken muss, weil die Pferde mir das so deutlich zeigen...also lasse ich mich darauf ein und folge den Worten meiner Coachin in meinen Körper. Meine Emotionen in dieser Situation als Vertreiberin und stets die Kontrolle behalten zu wollen.....das fühlt sich sehr schwer an auf meiner Brust....über den Transformationsprozess des Körpers verändert sich das Bild der Pferde, denn „MEIN“ Pferd stapft zu meinem „Bruder“ rüber und meine „Mutter“ kommt zum „Vater“...jetzt fühlt sich das Bild für mich stimmig an, denn die Geschwister sind zusammen und die Eltern sind zusammen, es kehrt Ruhe und Friede ein....
Wir machen im Anschluss einen Loslösungsprozess von mir und meinem Vater, da uns noch dicke Seile verbinden und es sich zwischen uns unfrei anfühlt.....mit einem Verzeihungsritual zwischen mir und meinem Vater wird alles friedlicher in mir, ruhiger, freier, entspannter....“
Und als Marion das nächste Mal kommt, die Aufstellung nochmal verarbeitet und integriert hat, wird klar, was da war zwischen Vater und Tochter, denn sie erzählt, dass seit Beginn der Demenz ihres Vaters so einige innere Prozesse in ihr angesprungen sind und bei ihr auf Grund des „Rückzugs“ und der „Verabschiedung“ ihres Vaters von seiner Rolle, Vorwürfe und auch Enttäuschung da sind und diese spitzen, angriffigen und wertenden Energien ihren Vater wohl mehr umtreiben als sie gedacht hat.
Um jetzt in den Frieden zu kommen macht Marion weiter das Verzeihungsritual mit sich und ihrem Vater und heilt somit nicht nur sich selbst, sondern schenkt ihrem Vater in diesem Lebensabschnitt noch die Unterstützung, die er verdient hat.
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̈tztescoaching