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Raum und Zeit für uns! Bindungsbasierte Eltern- und Familienangebote

Meine Grenze ist da, wo mein Raum und meine Bedürfnisse anfangen. Sie zu spüren ist deshalb so wichtig, weil sie uns dar...
31/01/2024

Meine Grenze ist da, wo mein Raum und meine Bedürfnisse anfangen. Sie zu spüren ist deshalb so wichtig, weil sie uns darauf aufmerksam macht, dass wir etwas brauchen. Daher macht es auch Sinn, dass ich sie wahrnehmen und mich um sie kümmern muss. Mich um sie zu kümmern heisst, sie nach Aussen zu kommunizieren, danach zu handeln und so die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Haben wir in unserer Kindheit nicht erfahren, dass unsere Bedürfnisse wertvoll sind, haben wir verlernt sie zu spüren und zu kommunizieren. Wir haben Strategien entwickelt um mit wenig zurechtzukommen. Wenn alle zufrieden sind, dann reicht es am Ende auch noch für mich. Daher kommt auch der Wunsch, unsere Kinder mögen sich uns anpassen, damit wir am Ende des Tages nicht "leer" ausgehen. Umso wütender werden wir, wenn unsere Kinder nicht darauf hören, was wir ihnen sagen.

Leider ist es so, dass wir dann nach aussen mit unseren Bedürfnissen nicht spürbar sind. Unsere Kinder können nicht spüren, wann wir eine Pause brauchen oder wann es uns zu laut ist. Sie sind wie alle Menschen darauf angewiesen, dass wir dies kommunizieren und auch danach handeln.

Zu tun was wir sagen bedeutet also, dass ich mein Tun auf meine Bedürfnisse abstimme und so für sie sorge. Dann sage ich statt "Zieh endlich deine Schuhe an!" "Ich ziehe mich jetzt an und möchte gehen, ansonsten komme ich zu spät zur Arbeit."

Falls du zu den vielen Eltern gehörst, die wieder lernen wollen gut für sich selbst zu sorgen, dann ist unser Angebot im FamilienRaum genau richtig für Dich.

Wir freuen uns auf Dich!

Herzlich Desirée
Leitung FamilienRaum

Pausen sind wichtig! Das wissen wir alle. Den Meisten Eltern fällt es einfacher, sich freie Zeit ausserhalb der Familie ...
17/01/2024

Pausen sind wichtig! Das wissen wir alle.

Den Meisten Eltern fällt es einfacher, sich freie Zeit ausserhalb der Familie zu organisieren. Wir sorgen für freie Männerabende, gehen ins Wellnesswochenende mit unseren Freundinnen oder haben ein Date zu Zweit. Diese kleinen Auszeiten sind wichtig, um sich Zeit für sich ausserhalb des Mama/Papa seins zu gönnen. Zu spüren, dass wir auch noch Menschen sind, die ein Leben ausserhalb der Familie haben.

Was jedoch viel schwerer fällt ist, sich innerhalb der Familie eine Auszeit zu nehmen. Sich abzuwechseln beim ins Bett bringen. Nach Hilfe zu fragen wenn man krank ist. Nein zu sagen beim Wunsch zu Spielen morgens um 07.00 Uhr. Innerhalb der Familie den eigenen Raum zu schützen ist so so herausfordernd, weil die Meisten von uns gelernt haben, auf die Bedürfnisse anderer zu blicken.

So kann es sein, dass wir nicht mehr spüren, was wir gerade brauchen. Jetzt. Und nicht erst in einer Woche, wenn die geplante Auszeit da ist. Wir vergessen Wasser für uns einzupacken, für den Ausflug auf den Spielplatz. Wir verdrängen, dass wir aufs Klo müssten. Wir lassen unseren Teller stehen, obwohl wir noch Hunger haben. Wir schlafen zu wenig, als dass wir erholt sein könnten.

Gerade Eltern die von Entwicklungstrauma betroffen sind, kann es sehr schwer fallen, innerhalb der Eltern-Kind-Beziehung gut für sich zu sorgen. Sie waren zu sehr damit beschäftigt, in ihrer Kindheit für eine sichere Umgebung zu sorgen, so dass eigene Bedürfnisse keinen Platz mehr hatten.

Zu Funktionieren für Andere war eine Bewältigungsstrategie, welche lange Zeit für ihr Überleben wichtig war. Sie hat immer einen Sinn und wir können sie nicht von heute auf morgen loslassen.

Was wir brauchen ist die Gewissheit, dass Pausen in Ordnung sind. Wieder zu lernen, wann wir sie brauchen. Zu verstehen, dass Kinder sich darauf verlassen sollten, dass wir gut für uns und unsere Ressourcen sorgen. Zu wissen, dass es sich zunächst nicht gut anfühlt, Pausen zu machen. Dass es jedoch wichtig ist dies zu lernen, damit unsere Kinder nicht den Blick voller Sorge auf uns richten müssen. Damit wir ihnen eine neue Strategie beibringen, indem wir ihnen ein Vorbild sind.

Die Hilflosigkeit trifft uns meist unerwartet. Beim Verlassen des Hauses, wenn wir zu spät sind und unser Kind die Sanda...
21/12/2023

Die Hilflosigkeit trifft uns meist unerwartet.

Beim Verlassen des Hauses, wenn wir zu spät sind und unser Kind die Sandalen, statt die Winterstiefel anziehen will. Oder wenn es nach einem langem Arbeitstag Zeit zum Zähneputzen ist, unser Kind jedoch nicht aufräumen will. Und so gibt es etliche Momente im Alltag mit unseren Kindern, welche uns hilflos zurücklassen.

Doch sind es unsere Kinder, die uns hilflos machen? Nein, es ist die Reaktion unseres Körpers auf das Gefühl, nicht gehört zu werden, welche uns hilflos macht.
Wenn der Körper erstarrt, weil er ein Bedürfnis "einfriert", damit er es nicht mehr spüren muss.

Diese körperliche Reaktion kommt aus unserer Kindheit, in der unser Nervensystem tief mit Erinnerungen geprägt wurde. Wenn es damals besser war, seine eigenen Bedürfnisse oder Gefühle für sich zu behalten, dann war das Einfrieren eine lebensnotwendige Reaktion, um diese nicht mehr spüren zu müssen. Noch heute reagiert unser Nervensystem mit genau dieser Reaktion, wenn sie als überlebensnotwendig im Kontakt mit anderen Menschen eingestuft wurde.

Unsere Kinder können uns nicht spüren, wenn wir "eingefroren" sind. Deswegen übernehmen sie meist die Führung in diesen Momenten, welches eine grosse Kompetenz, jedoch nicht ihre Aufgabe ist. Sich seiner körperlichen Reaktion bewusst zu werden und den eigenen Körper kennenzulernen ist der erste Schritt auf dem Weg aus der Starre herauszufinden.

Damit uns die Hilflosigkeit nicht mehr unerwartet trifft, braucht es Zeit und den Mut, bei sich hinzuspüren. Was lässt meinen Körper erstarren? Welche eingefrorenen Gefühle und Bedürfnisse gilt es aufzutauen? Wie kann ich für meine Bedürfnisse sorgen?

Nimm dir bewusst Zeit, um diese Fragen zu beantworten. Dies ist ein langsamer und stetiger Prozess und dein Kind ist ein wunderbares Gegenüber, um deine Sprache und dein persönlicher Ausdruck wiederzufinden.

Bald ist das Jahr zu Ende und wir sind an den Vorbereitungen für unsere neuen Kurse im 2024!Schau vorbei bei auf www.fam...
06/12/2023

Bald ist das Jahr zu Ende und wir sind an den Vorbereitungen für unsere neuen Kurse im 2024!

Schau vorbei bei auf www.familien-raum.com und finde unser Angebot für Schwangerschaft, frühe Kindheit sowie zur Stärkung in deinem Elternsein.

Wir freuen uns auf Dich!

Unsere Präsenz ist unser Anker. Präsent sein bedeutet per Definition: Anwesend, in bewusst wahrgenommener Weise gegenwär...
23/11/2023

Unsere Präsenz ist unser Anker.

Präsent sein bedeutet per Definition: Anwesend, in bewusst wahrgenommener Weise gegenwärtig. Also mit unserer ganzen Aufmerksamkeit Hier und Jetzt da sein.

Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass unser Geist mehr als die Hälfte der Zeit umherwandert. Unser Geist verhält sich oft wie eine Horde Affen. Er ist unruhig und springt von einem Gedanken zum anderen. Oft sind darunter auch unangenehme z.B. sorgenvolle Gedanken, welche zu unangenehmen Emotionen führen können.

Sind wir also oftmals in Gedanken verloren, dann haben die Affen die Führung übernommen. Wir denken an das Worst Case Szenario, führen innerlich Dialoge mit anderen Menschen oder malen uns aus, wie alles besser wird, wenn wir XY erreicht haben.

Laut Buddhismus sollen wir die Affen nicht loswerden, sondern lernen wahrzunehmen, wenn sie wieder auf Abwegen sind. Zurückzufinden und unsere Präsenz als Anker zu nutzen ist eine wertvolle Ressource im Alltag mit Kindern.

Wir können damit beginnen, indem wir uns bewusst 3 x 3 Minuten Zeit nehmen, um ganz da zu sein:

- Wenn dein Kind am Morgen erwacht
- Wenn dein Kind aus der Schule / Kita kommt
- Wenn dein Kind abends ins Bett geht

Sei einfach da. Nimm es wahr. Sieh deinem Kind in die Augen. Riech an seinem Haar. Betrachte es genau. Hör ihm zu, was es zu berichten hat und Antworte nicht sofort. Umarme es und lass erst los, wenn dein Kind loslässt. Sag ihm, wie lieb du es hast. Und beobachte, was diese 3 Minuten der vollen Aufmerksamkeit in dir und deiner Verbindung zu deinem Kind verändert.


Wenn äussere Reize den Überlebensmodus in unserem Nervensystem aktivieren, dann kann es sein, dass wir dies zuerst gar n...
09/11/2023

Wenn äussere Reize den Überlebensmodus in unserem Nervensystem aktivieren, dann kann es sein, dass wir dies zuerst gar nicht wahrnehmen. Denn in uns abgespeicherte Erfahrungen sind uns sehr vertraut, wir kennen es nicht anders. Die Reaktion erfolgt automatisch aus unserem Nervensystem. Aus diesem Grund kann es ganz schön herausfordernd sein, diese Reaktionen überhaupt einzuordnen.

Daher kommt auch der Impuls, äussere Reize zu vermeiden, denn es lässt uns sicherer fühlen. Kein Reiz = keine Reaktion, welche unser Nervensystem überfordert. Wir wünschen uns keine Konflikte, Kinder die auf uns hören oder Vorgesetzte, die uns wertschätzen. Leider ist das Leben anders.

Vor allem unsere Kinder helfen uns dabei, unsere Reaktionen wahrzunehmen, indem sie uns mit ihrem Verhalten darauf aufmerksam machen. Konflikte lassen uns wachsen, wenn es uns gelingt, die Dynamik dahinter zu verstehen.

Wenn wir unsere Hilflosigkeit als Erstarren oder unser heftiges Schimpfen als Kampfreaktion unseres aktivierten Nervensystems erkennen, dann können wir lernen, einen Umgang damit zu finden. Dann haben wir plötzlich eine Wahl, wie wir mit unseren Reaktionen umgehen wollen. Dann müssen wir uns nicht mehr anstrengen, um Konflikte zu vermeiden, denn wir haben eine der wichtigsten Ressourcen im Leben entwickelt - die Fähigkeit zur Selbstregulation!

Unsere neuen Kursdaten sind online!!!Besuch unsere Website www.familien-raum.com für alle weiteren Informationen!Liebe G...
06/11/2023

Unsere neuen Kursdaten sind online!!!

Besuch unsere Website www.familien-raum.com für alle weiteren Informationen!

Liebe Grüsse aus dem FamilienRaum

Unser Nervensystem ist ein wichtiger Bestandteil unseres Körpers, welches unser Überleben sichert. Bei Gefahr kann es so...
01/11/2023

Unser Nervensystem ist ein wichtiger Bestandteil unseres Körpers, welches unser Überleben sichert. Bei Gefahr kann es so schnell reagieren, dass wir nicht darüber nachdenken müssen, was zu tun ist. Es schaltet automatisch in den Überlebensmodus: Kampf, Flucht oder wenn dies nicht gelingt, Erstarren.

Unsere Bindungserfahrungen haben einen grossen Einfluss auf unser Nervensystem. Wie unsere Bezugspersonen für uns gesorgt haben, hat sich tief als unser Sicherheitsempfinden abgespeichert. Im besten Falle fühlten wir uns umsorgt, gesehen und somit sicher, hatten aber auch genug Raum, um die Welt zu entdecken und eigene Erfahrungen zu machen.
Drohte jedoch bei einem Konflikt ein Bindungsverlust in Form von Ablehnung oder Abwertung, wurde diese Erfahrung in unserem Nervensystem als gefährlich abgespeichert.

Nirgends wird unsere Prägung sichtbarer als im Kontakt mit unseren Kindern. Unsere Erfahrungen, die wir selbst in unserer Kindheit gemacht haben, haben unser Nervensystem viele Jahre geprägt. Wenn wir nun vor unserem 2 Jährigen Kind sitzen, welches sich die Zähne nicht putzen will, kann dies zu einer (Re)Aktivierung unseres Nervensystems kommen. Wir fangen an zu Drohen (Kampf), wollen die Situation verlassen (Flucht) oder fühlen uns hilflos (Erstarren).

Wichtig zu verstehen ist, dass dies eine automatische Reaktion unseres Nervensystems ist, welches auf Bedrohung reagiert! Es muss also irgendwann in deinem Leben sehr unsicher gewesen sein, denn Du kannst davon ausgehen, dass diese Reaktion einmal sinnvoll und wichtig war für dein Überleben.

Meistens sind diese Reaktionen im Hier und Jetzt nicht mehr hilfreich, da wir in diesen Momenten den Kontakt zu uns selbst und somit zu unserem Kind verlieren.

Ein wichtiger Schlüssel für eine gelingende Eltern Kind Beziehung ist also das bewusst werden über unsere Prägungen. Wir alle können lernen, uns selbst zu regulieren, indem wir zum Beispiel üben, eine Pause zwischen Reiz und Reaktion zu schaffen.

In unserem Kurs "Slow Parenting" geht es darum, tief nach innen zu blicken, zu üben sich selbst zu halten und einen Raum zu schaffen für die eigene Entwicklung.

Anmeldung und Information unter
[email protected]

Ich sehe Dich!In dieser Aussage steckt soviel Kraft und doch fällt es uns oft so schwer, unsere Kinder zu sehen. Wenn de...
26/10/2023

Ich sehe Dich!

In dieser Aussage steckt soviel Kraft und doch fällt es uns oft so schwer, unsere Kinder zu sehen.

Wenn der Alltag mit all seiner ungefalteten Wäsche, den sich türmenden Rechnungen oder das dreckige Bad uns daran erinnert, was wir noch alles zu tun haben.

Wenn uns der Herzschmerz über die fehlende Zeit mit dem ersten Kind, das nächtliche Aufwachen oder die unbeantwortete Nachricht eines Freundes noch im Nacken sitzt.

Dann kann ein "kannst du mit mir spielen ?" unser Nervensystem so überfordern, dass wir es nicht schaffen, alles zu halten. Im Innen wie im Aussen.

Wie wäre es, das gar nicht alles schaffen zu müssen? Wenn die Verbindung zu halten das einzige Kriterium ist, worauf wir uns in diesem Moment fokussieren dürfen?

Dann könnten wir unseren Kindern sagen: " Ich sehe, du wolltest unbedingt mit mir spielen. Ich merke aber, dass es mir wichtig ist, das Bad heute zu putzen, damit ich mich wieder wohl fühle."

Das eigene Bedürfnis nach Ruhe und Ordnung hat einen wichtigen Stellenwert, sind wir es doch, die unsere Kinder gut versorgen müssen. Deswegen ist es auch wichtig, dass wir uns wohlfühlen und gut für uns sorgen.

Ein "Ich sehe Dich und deine Bedürfnisse " bringt also ein "Ich sehe und achte mich und meine Bedürfnisse" mit.

Gesehen werden ist somit viel mehr als etwas zu leisten, es ist Verbindung.
Sie gibt uns Kraft auszuhalten, wenn wir nicht haben können, was wir gerade bräuchten.
www.familien-raum.com

Ruhig zu bleiben ist nicht immer hilfreich. Aber es war einmal in deinem Leben sehr hilfreich. Eine Überlebensstragegie,...
12/10/2023

Ruhig zu bleiben ist nicht immer hilfreich.

Aber es war einmal in deinem Leben sehr hilfreich. Eine Überlebensstragegie, die es für dich sicherer machte.

Als es besser war, deine Gefühle nicht zu zeigen.
Als es besser war, deine Bedürfnisse hintenanzustellen.
Als es besser war, dich anzupassen.

Diese Anpassungsleistung erforderte viel Kraft und hat dein Nervensystem tief geprägt. Und meistens kommen wir damit in Berührung, wenn unsere Kinder uns darauf aufmerksam machen, dass diese Anpassungsleistung und somit das fehlen von Gefühlen nicht mehr stimmig ist.

Denn Kinder brauchen uns Eltern als ganze Menschen. Mit allem.
Auch wir dürfen traurig, wütend und frustriert sein. Wir haben Bedürfnisse, sind manchmal müde oder wollen einfach alleine aufs Klo.

Denn unsere Bedürfnisse und Gefühle sind da, so wie unser Körper da ist. Die Frage ist vielmehr: Können wir ihnen Raum geben oder haben wir gelernt, sie zu unterdrücken, weg zu atmen, oder andere dafür verantwortlich zu machen?

Wir haben immer die Möglichkeit unsere tiefsten Muster ins Bewusstsein zu bringen. Dafür brauchen wir Zeit und einen Raum, wo es möglich ist ihnen zu begegnen.

Unser neues Angebot Slow Parenting gibt dir diesen Raum. Für dich und dein Wachstum.

Start ist im Februar 2024 im FamilienRaum und danach findet der Kurs auch online statt.

Anmeldung und Information unter
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Bruch und ReparaturWas wie ein Ausdruck aus der Autowerkstatt klingt, kann man auch auf die Familie übertragen. Wenn bei...
05/10/2023

Bruch und Reparatur

Was wie ein Ausdruck aus der Autowerkstatt klingt, kann man auch auf die Familie übertragen. Wenn bei einem Auto etwas kaputt geht, gehen wir ganz natürlich in die Werkstatt und lassen es reparieren. Damit das Auto nachher wieder funktioniert und wir nicht auf der Strasse stehen bleiben.

Wenn wir einen kaputten Zahnriemen, eine kaputte Wasserpumpe oder Stossdämpfer nicht reparieren lassen, dann wird unser Auto mit der Zeit immer weniger funktionieren. Aus diesem Grund pflegen wir unser Auto, waschen es und bringen es regelmässig zur Überprüfung in die Werkstatt.

Eine sichere Bindung kann dann entstehen, wenn wir sie pflegen. Dies braucht Zeit und wir müssen dafür nicht perfekt Bescheid wissen. Ein wichtiger Aspekt der Bindungsbeziehung ist, dass Konflikte und das soziale Miteinander miteinander geübt werden kann.

Dazu ist es nicht nötig, immer ruhig und besonnen zu sein. Denn gerade wenn wir Konflikte mit unseren Kindern erleben, sind diese oft mit vielen Emotionen begleitet.
Das Bedürfnis dahinter herauszufinden und einen Umgang damit zu finden ist auf lange Sicht wertvoller, als Konflikte zu vermeiden.

Am Meisten wachsen wir daran, wenn es uns gelingt nach einem Konflikt die Verbindung zu unseren Kindern wieder herzustellen. Kinder zeigen oft bindungsverhalten nach einem Konflikt um sicherzugehen, dass die Verbindung zu seinen Eltern noch da ist: Es ruft: "Schau mal Papa, ich habe ein Bild gemalt" oder "Mama, ich habe einen Turm gebaut". Diese Kontaktaufnahme der Kinder ist ein grosses Geschenk an uns, denn Erwachsenen fällt es meist schwerer, sich wieder auf Kontakt einzulassen.

In dieser Hinsicht können wir viel von unseren Kindern lernen. Wenn wir uns nach einem Konflikt wieder mit ihnen verbinden, dann bedeutet das: Egal wie schwer wir es gerade haben, ich bin immer dein sicherer Hafen und nichts kann etwas daran ändern. Diese Reparatur nach einem Bruch ist ein Geschenk, welches wir Eltern an unsere Kinder zurückgeben können.

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Nirgends begegnen wir uns selbst so sehr, wie in unserer eigenen Familie. In vielen Bereichen des Lebens kommen wir mit ...
13/09/2023

Nirgends begegnen wir uns selbst so sehr, wie in unserer eigenen Familie.

In vielen Bereichen des Lebens kommen wir mit unseren Überlebensstrategien gut zurecht. Wir können verbergen, wenn wir wütend sind oder uns zurückziehen, wenn wir uns beruhigen müssen. Wir können Jobs kündigen, Beziehungen verlassen und Kontakte aufhören zu pflegen, wenn sie uns zu anstrengend sind.

Mit Kindern ist das anders. Denn wie wir geprägt wurden, können wir im Kontakt zu unseren Kindern nicht verbergen. Wir können Kinder weder zurückgeben noch die Elternschaft kündigen, wenn es uns zu anstrengend wird. Die Vertragslaufzeit besteht ein Leben lang (wobei sich die Vertragsbedingungen mit der Zeit ändern:-))

Somit haben wir letztendlich nur noch die Wahl, uns dieser Aufgabe hinzugeben. Sich dem Schmerz eigener Wunden, der Wut nicht gehörter Bedürfnisse und den Ängsten nicht zu genügen zu stellen.

Sich selbst und seinem Innersten zu begegnen und sich darauf einzulassen braucht deshalb Mut. Die Belohnung dafür ist Wachstum und die damit verbundene Freiheit, ausgediente Überlebensstrategien hinter sich zu lassen und sein Leben mit den Kindern zu geniessen.

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Bottmingen
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