18/09/2026
Last but not least bildet die Präsentation der CAM-Alumna Johanna Elebe den Abschluss der HKB-Beiträge an der ICOM-CC 2026. Sie präsentiert ihre Forschung zur Technologie synchronisierter Diaprojektoren und deren Dokumentation. Das gemeinsam mit Martina Haidvogl verfasste Paper untersucht verschiedene Dokumentationsmethoden am Beispiel von James Coleman‘s Installation „Charon (MIT)“ (1998).
Als analoge Vorläufer unseres heutigen PowerPoint waren Tonbildschauen in den 70er Jahren ein omnipräsentes Medienspektakel und wurden schliesslich von Künstler*innen wie Nan Goldin und James Coleman als Medium aufgegriffen. Hinter dieser komplexen Choreographie aus Bild und Ton, in welcher Dias in programmierter Abfolge in- und übereinander geblendet werden, liegen allerdings proprietäre Technologien, welche auf Hard- und Software zurückgreifen, die heute schon lange obsolet sind.
Das Paper untersucht nicht nur mögliche Dokumentationsmethoden, die in weiterer Folge auch den Grundstein für zukünftig mögliche Migrationsstrategien legen, sondern bringt auch neue Erkenntnisse zur Arbeitsweise und akribischen Orchestrierung Colemans. Des Weiteren zeigt es abermals, welche zentrale Rolle Kollaboration in der Restaurierung von zeitbasierten Medienkunstwerken einnimmt.
Elebe, J. and M. Haidvogl. 2026. Documenting synchronization: Interdisciplinary strategies for the preservation of James Coleman's Charon (MIT) (1989).
📷 Zeichnung einer Installationsansicht von James Colemans „Charon (MIT)“ (1989) aus der gleichnamigen Ausstellung 2023 im Kunstmuseum Luzern. Zeichnung: Johanna Elebe, erstellt in Adobe Illustrator.
📷 Drei Kodak Carousel S-AV 250 Diaprojektoren mit einer Dove-X2-Steuereinheit. Foto: Johanna Elebe