Ich konnte bei die neuere Tragehilfe von .me, die Nova, testen. Auf diese Fullbuckle Tragehilfe war ich schon mega gespannt. Die Nova ist wie alle Tragehilfen von cocoo·me aus elastischem Stoff mit einem Baumwoll-Elastan-Gemisch. Der Stoff ist etwas dicker und stabiler als bei der Halfbuckle Helium Babysize. Der Bauchgurt ist bei der Nova weicherer & gepolsteret. Er kann ausgewechselt werden zu dem gewohnt stabilen/breiten Bauchgurt von cocoo·me (kann vergünstigt im Nachhinein bestellt werden).
Die Nova hat Magnetschnallen, diese halten wirklich super. Gelöst werden sie durch Klicken bei den Schnallen. Bei der Nova gibt es am Bauchgurt zwei Einrastmöglichkeiten für die Schulterträger - für kleinere und grössere Traglinge. Es gibt keine Befestigungsmöglichkeit am Rückenteil.
Die Stegbreite lässt sich durch Klett stufenlos einstellen. Das Rückenteil ist durch die Elastizität anpassbar und passt sich auch auf kleine Babys mit etwas mehr Einbeuteln gut an.
Die Schulterträger sind breiter und nicht gepolstert und werden bei der Bauchtrageweise auf dem Rücken gekreuzt. cocoo·me liefert ein Knopfgummi mit, mit dem der Schulterträger einseitig zusammengerafft werden kann. Dies fördert einerseits die Frischluftzufuhr, andererseits kann es die Stützung des oberen Rückens optimieren. Alternativ oder ergänzend kann man auch “Flügeli” machen. Ich mag es, die Kopfstütze leicht einzuhalten und dann reinzuklappen, damit die Stützung im oberen Rücken v.a. bei kleinen/schmalen Babys gefördert werden kann.
Beim Rückentragen ist auch hohes Rückentragen möglich. Die Schulterträger werden durch das mitgelieferte Brustband gesichert.
Die Tragehilfe kann gut ab Gr. 56 eingestellt werden und passt bis ca. Gr. 86/92. Getestet wurde die Tragehilfe bis 15kg. Durch den dickeren Stoff ist der Bounce auch bei schwereren Kindern nicht zu stark und das Tragegefühl weiterhin angenehm. Der Preis ist durch die Magnetschnallen etwas höher bei 200.-
Die Cocoome Nova ist super, wenn ihr den Bounce und das Kuschelige des elastischen Tragetuchstoffs mögt, schlichtes und durchdachtes Design schätzt und von der Innovation der
Behutsam.gebunden
Trageberatung Meikich, Stadt Bern & Umgebung
Familienberatungen - in Ausbildung zur InFanT-Familienberaterin
Vielen Dank durfte ich bei der die .berlin testen🤩
Testbericht: Die Magnetschnallen sind wirklich toll. Die Trage hat ein sehr kleines Packmass und ist leicht. Sie besteht aus 100 % recyceltem Polyester, was trotz der leichten Webung zu Schwitzen und Hautirritationen führen kann. Flybaby gibt als Nutzungsgrösse 3,2–15 kg beziehungsweise bis Grösse 86 an; die Stegbreite soll dafür ausreichend sein. Ich hatte eher das Gefühl, dass die Trage ab Grösse 56/62 gut passt – vorher muss das Kind zu stark in den Beutel gesetzt werden, wodurch die Stützung nicht mehr optimal ist – bis etwa Grösse 68, maximal 74. Beim Ausprobieren mit der Toddlerpuppe (Grösse 74, 5.6 kg) war der Stoff schon instabil und schwierig zu straffen. Die Stegbreite passt nicht mehr optimal und das Rückenteil reicht nur noch bis unter die Achseln. Das Rückentragen mit überkreuzten Trägern ist v.a. mit Brüsten nicht bequem.
Neben dem sehr hohen Preis stört mich vor allem, dass die Träger und auch die Kopfstütze dazu neigen, über das Gesicht beziehungsweise den Kopf des Kindes zu rutschen. Man muss daher wirklich aktiv darauf achten, dass die Frischluftzufuhr gewährleistet bleibt. Dadurch ist die Nutzung nicht ganz so einfach, wie es die Werbung verspricht.
Mein Fazit: Wenn ihr bereits eine Flybaby habt und euch damit wohlfühlt, ist das natürlich wunderbar. Falls kleinere Anpassungen oder Optimierungen beim Tragekomfort nötig sind, finden wir sicher gemeinsam im Tragecafé eine passende Lösung. Neu kaufen würde ich sie jedoch nicht empfehlen, da es einfacher anpassbare und kostengünstigere Alternativen gibt, die ähnlich einfach zu bedienen sind.
Familienberatung
Als Familienberaterin biete ich derzeit Elternberatungen im 1:1-Setting an, also für jeweils ein Elternpaar beziehungsweise ein Elternteil. Meine Beratungen sind auf eine einmalige Sitzung von 60 bis 90 Minuten ausgelegt. Natürlich besteht auch die Möglichkeit einer Nachberatung, wenn eine Situation dies erfordert oder sich neue Fragen ergeben – das ist jedoch eher die Ausnahme.
Eine Beratung bei mir kann in ganz unterschiedlichen Situationen hilfreich sein. Die Themen sind so vielfältig wie die Familien selbst. Meistens geht es um Situationen im Familienalltag, in denen ihr selbst nicht mehr weiterkommt, sich plötzlich etwas veränderte oder Dinge anders erscheinen, als ihr es von überall sonst hört oder seht. Vielleicht zweifelt ihr als Eltern daran, welche Strategie nun die richtige ist oder weshalb gewisse Dinge nicht funktionieren. Oft vertreten Bücher, Social Media oder das Umfeld sehr unterschiedliche Meinungen, sodass ihr kaum mehr erkennen könnt, was für eure Familie gerade passend ist. Es kann auch sein, dass euch alles zu viel geworden ist und ihr euch etwas mehr Leichtigkeit oder Ruhe im Familienalltag wünscht.
Wenn ihr Kontakt mit mir aufnehmt, führen wir zunächst ein kurzes Telefongespräch von ungefähr zehn Minuten. Ich höre mir eure Situation an und bespreche mit euch, was ihr euch von der Beratung erhofft. Anschliessend vereinbaren wir einen Termin. Dieser findet entweder in Ortschwaben oder online per Videocall statt.
Ich freue mich immer besonders, wenn beide Elternteile dabei sind, denn so kann auf die Bedürfnisse aller eingegangen werden. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es einfacher fällt, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.
Ich passe meine Beratung individuell an euch und eure Bedürfnisse an. Schlussendlich ist mir wichtig, dass ihr gestärkt in eurer Elternkompetenz aus der Beratung geht und wir die Situation gemeinsam so weit aufgeschlüsselt haben, dass ihr im Alltag wieder handlungsfähig seid und passende Strategien für eure Familie entwickeln konntet.
Testbericht Ergobaby Embrace
Ich durfte im Rahmen der der die Ergobaby Embrace testen. Die Embrace ist die Neugeborenen-Tragehilfe von der Marke Ergobaby.
Die Embrace hat einen weichen, relativ dünnen Bauchgurt, welcher zur Verkürzung des Rückenteils eindrehen lässt. Die Stegbreite wird auch mit diesem Eindrehen verkleinert, sonst gibt es keine stufenlose Einstellungsmöglichkeit. Bei der “kleineren” Variante wird das Kind über dem Bauchgurt eingebeutelt (Apron), während es vor dem Bauchgurt sitzt (Waterfall) bei der “grösseren” Einstellung. Dies empfinde ich als ein Nachteil, da bei der zweiten Trageweise weniger Gewicht über den Bauchgurt abgegeben werden kann. Die Tragehilfe ist nur mässig mitwachsend - bis ca. Grösse 74.
Die Schulterträger sind verbreitert und nicht gepolstert. Sie werden am Rücken gekreuzt getragen und sind am Rückenteil der Trage angemacht. Beim Straffen muss darauf geachtet werden, dies gleichmässig und achtsam zu machen, damit es nicht zu viel Druck auf den kindlichen Rücken gibt.
Gut finde ich, dass die Nackenstütze bei der Embrace nur am Rückenteil ist und somit die Frischluftzufuhr eher gewährleistet ist und durch die Polsterung auch der obere Rücken etwas einfacher gestützt wird - wichtig ist, dass das Rückenteil nur bis zum Nacken des Kindes hoch kommt.
Rückentragen ist von Ergobaby in der Embrace nicht empfohlen und auch nicht ergonomisch oder sicher möglich. Laut Anleitung könnte man in der Embrace gegen aussen gerichtet tragen. Davon rate ich ab, da der Steg sich nicht passend verkleinern lässt und das weiche Material kaum Stützung geben.
Die Ergobaby Embrace ist eine sehr leichte Trage mit super kleinem Packmass. Es gibt sie auch in einer Mesh-Variante. Generell hat sie einen relativ hohen Polyester-Anteil (100% Mesh, 74% normal). Ich finde die Embrace an sich eine solide Trage für Säuglinge. Sie lässt sich meist gut auf Neugeborene einstellen. Bei sehr kleinen Babys braucht es einige Tricks, damit der Kopf nicht in der Tragehilfe “verschwindet”.
Sie ist in vielen Babyfachmärkten/Occassion erwerbbar und ist gegenüber anderen Modellen günstig, wenngleich nur wenig mitwachsend.
12/02/2026
Ergonomisches und sicheres Tragen bei Kälte
Kalt und frostiges Wetter ist zum Glück kein Hinderungsgrund, nach draussen zu gehen und
die frische Luft zu geniessen.
Unsere Kinder zu tragen kann sogar besonders
gut sein, um sie vor der Kälte zu schützen und
ihren Wärmehaushalt zu regulieren. Damit dies
ergonomisch und sicher ist, sind folgende Punkte
zu beachten (wie immer gilt: du kennst eure
Situation, eure Möglichkeiten am Besten und
kannst entscheiden, was für euch passt):
❄️ Du wärmst dein Kind mit deiner
Körperwärme! Deswegen gilt - so wenig
isolierende Schichten zwischen dich und dein
Kind wie möglich (unter anderem eignet sich
eine Lage Naturmaterialien wie ein Shirt für dich
und ein z.B. Wolle-Seide-Body für dein Kind)
❄️ isolierende Schichten sollten um euch herum
angezogen werden - ein Tragefleece/
Tragepullover, eine passende Tragejacke, Jacke
und Tragecover etc.
❄️ solange dein Kind nicht die Mehrheit alleine
läuft und sich so bewegt, ergibt es Sinn das Kind
UNTER der (Trage-)Jacke zu tragen
❄️ das Tuch/ die Tragehilfe zählt als eine
Bekleidungsschicht. Das Kind kann (am
Körperstamm) also wie du angezogen sein
(bezogen auf den Grundsatz, dass ein Säugling
eine Schicht mehr als Erwachsene anziehen
sollen)
❄️ Füsse/Beine und Hals/Kopf müssen extra
geschützt sein - mit Tragestiefel und einer
Schlupfmütze aus Wolle/Wollwalk kannst du dies
zum Beispiel super gewährleisten
❄️ die Frischluftzufuhr muss IMMER
sichergestellt sein. Achte darauf dass das
Gesicht immer sichtbar ist. Wenn das Kind
genügend warm eingepackt ist, hat es so nicht
zu kalt. Bei sehr eisigen Temperaturen kannst du
noch Wind-und-Wettercreme verwenden, um die
Haut im Gesicht vor der Kälte zu schützen
❄️ achtet euch auch beim Tragen unter der
Jacke auf eine ergonomische
Anhock-Spreizhaltung. Schaut vor dem Anziehen
der Überschichten, dass das Trageprodukt gut
an euer Kind angepasst ist. Natürlich könnt (und
sollt) ihr das Trageprodukt nach der
Entspannungsphase nochmals nachstraffen
auch unter der Jacke - dies ist einfach etwas
umständlicher
03/02/2026
Flyer Familienberatung
03/02/2026
Flyer Trageberatung
Eisiges und teils garstiges Wetter im Winter ist
teilweise ein Hindernis beim nach draussen
gehen. Zuallererst die Frage, ob man überhaupt
mit (kleinem) Kind nach draussen soll in dieser
Kälte und falls ja, wie anziehen und fortbewegen.
Schauen wir uns Gesellschaften an, die in
kälteren Gegenden leben, sehen wir, dass
Säuglinge fast selbstverständlicher draussen
sind im Winter als hier in der Schweiz. In
Skandinavien werden die Mittagsschläfchen fast
ausschliesslich draussen gehalten und das gilt
als gesund und stärkend.
Auf was ist dabei zu achten? Natürlich, dass die
Kinder genug warm haben und vor der Kälte
geschützt sind. Dennoch soll die frische Luft
ungehindert zum Kind kommen - das Gesicht
des Kindes/resp. der Kinderwagen wird nicht
abgedeckt. Zum Schutz der Gesichtshaut kann
fettige Creme verwendet werden (ursprünglich
Tierfett).
Indigene Völker in kalten Regionen entwickelten
traditionelle Tragesysteme, welche
Fortbewegung und Wärme ermöglichten. Die
Kinder wurden in Wolle oder Fell warm
eingekleidet und oft eng in warme Tücher/Stoffe
eingepackt. Befestigt am Rücken waren die
Kinder oft hoch und mit Tüchern oder
Tuchsträngen. Bei den Samen und
nordamerikanische Indigene Völker ist das
Craddleboard (Wiegebrett) das traditionelle
Fortbewegungsmittel. Ein sehr symbolträchtiges
Gestell, in welchem Kinder bis ins Laufalter eng
“eingepuckt” sind. In Kolumbien, den Anden, bei
den Inuits oder im Himalaya-Gebirge sind die
Kinder auch warm in Tücher eingehüllt und
werden mit Tücher auf dem Rücken getragen.
Gemeinsam haben alle diese traditionellen
Tragearten, dass die Kinder hoch getragen
werden und immer die Frischluftzufuhr
gewährleistet ist. Wichtigstes Ziel daneben ist,
dass das Kind genug warm hat und dies
funktioniert, indem das Kind möglichst eng
eingehüllt ist und dass keine losen Extremitäten
(Hände/Füsse) rumbaumeln (Gefahr für
Erfrierungen).
Könnte es sein, dass indigene Tragesysteme als
Vorbild gedient haben beim Entwickeln des
Fuss-/Wintersack für Kinderwagen?
Nehmen wir uns auch ein Vorbild beim Mut zum
rausgehen und beim Achten auf eine gute
Frischluftzufuhr.
Bilder: von Pinterest
04/01/2026
Trage- und Familiencafé
Ich biete weiterhin regelmässig Tragecafés an,
diese finden wie bis anhin in Bern im Rahmen
des Kindertreff+ an ungefähr einem Mittwoch im
Monat und in Ortschwaben auch ungefähr
einmal im Monat statt.
Meist kommt es während der Tragecafés auch
zu allgemeinerem Austausch zu
Familienthemen. Damit diesem auch vermehrt
gerecht werden kann, nenne ich die Angebote
nun “Trage- und Familiencafé”.
Bei den Trage- und Familiencafés in Bern bin ich
froh um eine Anmeldung bis am Vorabend, damit
ich das passende Material mitnehmen kann. Die
Angebote sind weiterhin kostenlos. Ihr könnt
einfach zum selbstständigen Stöbern und Testen
oder für Austausch vorbeikommen. Bei
Kurzberatungen (Anpassen der Tragehilfen,
Vorzeigen, etc.) gilt ein Richtpreis von 15.-/10min
(zahlbar bar oder per Twint)
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