15/10/2026
Gischt im Gesicht, Ölzeug trieft, und der Chef klebt hinten am Heck, während der Azubi das Ruder hält. Keiner sagt ein Wort, alle spüren, dass hier gerade mehr passiert als ein kleiner Segelschlag.
Solche Momente liebe ich, weil sie zeigen, wie Führung wirklich funktioniert, wenn die Komfortzone längst an Land geblieben ist. Auf dem Wasser kannst du Hierarchie nicht verstecken, jede Bewegung, jeder Blick erzählt, wer innerlich wirklich führt.
Im Büro würdest du vielleicht noch durchkommen, mit PowerPoint, Meetingrunden und einer perfekten Rolle, die du beherrschst. Auf dem Boot verraten kalte Hände am Geländer, zögerliche Kommandos und Schweigen, wer gerade überfordert ist und wer Verantwortung fühlt.
Ich verurteile keinen, der sich da nach hinten flüchtet, denn ich kenne dieses Schwanken zwischen Kontrolle abgeben und Kontrolle festhalten. Viele Führungskräfte sind groß geworden mit der Idee, dass vorne stehen heißt, alles entscheiden zu müssen. Auf meinen Leadership-Segelretreats sitze ich oft daneben, sehe nasse Gesichter, nervöse Hände und diesen Aha-Moment, wenn jemand merkt, was hier sichtbar wird.
Die stärksten Szenen sind die, in denen der Chef neben dem Azubi steht, beide lachen im Wind und die Crew spricht klar. Genau solche Räume öffnen wir 2027 wieder auf See, die ersten Retreat-Termine stehen, und einige Plätze haben noch Frühbucher-Konditionen.
Weil ein Boot gnadenlos ehrlich ist, spiegelt es dir Unsicherheit und jede Entscheidung, die dich und dein Team freier macht. Wenn du einmal erlebt hast, wie sich Führung bei drei Beaufort und schrägem Deck anfühlt, wirkt der Konferenzraum plötzlich klein.
Folg mir, wenn du Führung nicht mehr im Meetingraum, sondern im echten Leben und draußen in der Natur weiterlernen willst.