07/06/2020
Corona-Pandemie als Chance?
Die missliche, bestürzende Situation - ausgelöst durch das Corona-Virus - gibt viel zu reden, bei einigen Beteiligten - und das sind wir ja bekanntlich alle - auch viel zu denken!
Versuchen wir, dies alles nicht nur als Gefahr, als Einschränkung und Rückschlag, sondern vor allem auch als Chance zu sehen!
Die angstauslösenden Informationen, die Isolation, die momentane «Ohnmacht», im wahrsten Sinne des Wortes «ohne Macht», zwingt uns, das Wesentliche, das uns Nahestehende, das seit ewigen Zeiten Gegebene wieder neu zu entdecken, wahrzunehmen: unsere sozialen Kontakte, unser nahes Umfeld, die bei uns heimischen Pflanzen, «unsere» Lebensmittel… - all dies wieder neu in unseren Fokus zu stellen, allem wieder eine neue Wertschätzung entgegenzubringen. Brauchen wir denn wirklich Nahrungsmittel, die über tausende von Kilometern transportiert werden, floristisches Kreativmaterial aus weit entfernten Ländern, mehr Blumenmaterial als wir je verarbeiten können? Kann nicht weniger mehr sein? Unsere Eigenverantwortung in Bezug auf Umweltverschmutzung, Überproduktion, Lärm, Preisabsprachen und so weiter, können, wollen und müssen wir wieder vermehrt wahrnehmen, keine Frage!
Unserer einheimischen Blumenpracht bringen wir bewusst wieder mehr Wertschätzung entgegen, indem wir uns auf das Hier und Jetzt konzentrieren: Den Jahreszeiten entsprechend verarbeiten wir «unsere» Pflanzen zu kunstvollen Objekten, zu Sträussen, Arrangements, Kokedamas und vielem mehr. Das erfordert unser gezieltes Augenmerk auf die erlernten floristischen Grundlagen und Techniken. Die Kenntnis der heimischen Pflanzen, ihrer Blütezeit, Haltbarkeit, medizinischen Nutzung etc. ermöglicht und beeinträchtigt unsere «neue» Kreativität.
Lassen wir uns durch diesen «veralteten», doch in der heutigen Zeit ungemein wichtigen «neuen» Blick auf die Floristik und ihren Möglichkeiten leiten. Wir tun der Umwelt und dadurch auch uns einen grossen Gefallen! In diesem Sinne…
…liebe Grüsse aus dem atelier5
Und bleiben Sie gesund!