30/08/2026
DJ wollte ich auch mal werden
Gestern Abend war DJ Night in Ascona.
Und ich war alleine da.
Eigentlich nichts Besonderes.
Ich bin gerne alleine unterwegs, reise alleine, sitze alleine im Restaurant, trinke irgendwo meinen Kaffee, beobachte Menschen, ziehe durch Strassen und brauche nicht zwingend jemanden neben mir, um mich vollständig zu fühlen.
Uhi, war das schlagartig anders, als ich mich Richtung Tanzfläche bewegte (auf dem Foto könnte man es erkennen 🙈 chees 😅)
Früher war das für mich das Normalste der Welt. Ich habe schon immer gerne und viel getanzt und brauchte niemanden, um mich auf einer Tanzfläche wohlzufühlen.
Dann traf ich Fränkie Frank Kropp (der heisst jetzt Egger 😅).
Und aus meinem Tanz wurde ganz selbstverständlich unser Tanz.
Wenn er neben mir ist, schenkt er mir Raum, Halt und Sicherheit. Ganz selbstverständlich. Dann muss ich nicht überlegen, wohin mit mir, wie ich stehe, wie ich mich bewege oder wo ich hingehöre.
Dafür muss Fränkie nicht mal tanzen.
Es reicht, dass ich weiss, dass er da ist.
Gestern Abend war er das nicht.
Woah.
Wie ungewohnt das geworden ist.
Und wie viel Überwindung es mich plötzlich kostete, mich selbst auf diese Tanzfläche zu schubsen.
Mir fehlte seine Präsenz.
Als ich das realisierte, griff ich mutig mein Haartrocknertäschli - ich habe nämlich nie Handtaschen dabei, gäll Franziska Hausammann 😅
Mit Fränkie brauche ich die sowieso nicht. Nun, der war ja aber gestern nicht da, also: Haartrocknertäschli kurzerhand zum Usgangstäschli und, wie sich später herausstellte, zur POWERBANK umfunktioniert. 😅
Nach ein paar wirklich schlechten Moves war sie dann plötzlich wieder da:
meine Dancingqueen.
Und der DJ?
Naja.
Zwei Übergänge waren richtig gut. Den Rest lassen wir grosszügig unter „Geschmackssache“ laufen.
Wobei ich da vielleicht auch etwas kritisch bin.
Was nämlich kaum jemand weiss:
Ich wollte tatsächlich mal DJ werden.
Aber das ist eine andere Geschichte. 😎
ALLEINSEIN
TRAUERBEWÄLTIGUNG
VERLUST EINES PARTNERS
LEBEN NACH DEM ABSCHIED
VOM WIR ZUM ICH