30/10/2022
Im Herbst 2019 präsentierte die Albertina eine umfassende Werkschau Albrecht Dürers. Das war später ein spannendes Thema für die Wandmalerei-Gruppe, die sich wieder unter meiner Leitung um eine optische Bereicherung der Wände der Schwerhörigenschule Hammerfestweg bemühte.
Also kann man mittlerweile auch Dürers „Feldhasen“ aus 1502 in beeindruckender Größe auf einer unserer Wände bestaunen. Wir freuen uns darüber, wie gut es uns gelungen ist, diese bekannte Grafik mit malerischen Mitteln darzustellen.
Dürers „Flügel einer Blauracke“ wurden in gespiegelter Form in einen landschaftlichen Kontext gestellt ein beliebtes Fotomotiv für Selbstdarsteller, die zeigen wollen, welche Flügel ihnen wohl gewachsen wären. Die NEOS freuen sich…
Die interessanteste Herausforderung war aber die Umsetzung des Rhinocerus-Motivs von Dürer.
Der originale Holzschnitt stellt laut Wikipädia ein aus Indien stammendes Panzernashorn dar, das 1515 nach Lissabon gelangt war und von dort noch im selben Jahr auf eine Reise nach Rom geschickt wurde, wo es nach einem Schiffbruch nicht lebend ankam. Dürer hat das Nashorn selbst nie gesehen; der Holzschnitt basiert auf einer Beschreibung und der Skizze eines unbekannten Künstlers, der das Tier in Augenschein genommen hatte. Erstaunlich! – Staunen sollen auch die Variationen des Motivs an unseren Schulwänden hervorrufen: bunte, kleinere Varianten des seltsamen Tieres traben hinter dem „Original“ einher oder schweben an Fallschirmen vom Himmel! Außer bei der dreidimensionalen Version des Rhinos am Fallschirm hängend waren die Kinder an der Umsetzung des Projektes maßgeblich beteiligt, wie auch die Fotos vom Gestaltungsprozess belegen.
Wir sind stolz auf die ansprechende Umsetzung des Themas und haben damit an unserer Schule auch jeglicher zukünftiger Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Werk Albrecht Dürers einen ständig verfügbaren Rahmen gegeben.