16/08/2026
🔴 ZWEI MÄNNER. EIN UNFAIRER PROZESS. ELEKTRISCHER STUHL.
1920 – South Braintree, Massachusetts: Ein Lohntransport wird überfallen,
zwei Wachmänner sterben. Die Polizei sucht nicht den Täter.
Sie sucht Ausländer. Sie findet zwei italienische Einwanderer:
Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti.
Was folgt, ist einer der dunkelsten Justizirrtümer des 20. Jahrhunderts:
▶ Mehr als ein Dutzend Zeugen bestätigen Alibis – sie werden ignoriert
▶ Ein Richter sagt offen, Ausländer seien ihm „suspekt"
▶ Trotz weltweiter Proteste von Einstein, vom Papst, von Hunderttausenden
auf den Straßen: Am 23. August 1927 fließt Strom durch die Körper
der beiden Männer.
50 Jahre später entschuldigt sich Massachusetts offiziell:
„Sie hatten keinen fairen Prozess."
Helmut Ortner erzählt diese Geschichte neu – akribisch recherchiert,
erschreckend aktuell, packend wie ein Krimi.
📚 SONNTAG IST BÜCHERTAG
„FREMDE FEINDE – Der Fall Sacco und Vanzetti"
Helmut Ortner | Edition AV | 295 Seiten | € 22,–
Neuerscheinung: 15. August 2026
🔗 Den gesamten Artikel & Buchlink auf unserer Website: https://www.unsere-zeitung.at/2026/08/16/im-zweifel-schuldig
15/08/2026
Kein Schlamm, kein Lotus 🌸
Eine Einladung bei einer Freundin. Ein Blick über den Gartenzaun. Ein Nachbar aus China, der seit Jahren in Wien lebt und sich hier sein „kleines, grünes Paradies" baut.
Er gießt seine Blumen, kümmert sich um einen Lotus-Teich im Miniformat und erklärt uns, was die Lotusblume für ihn als Buddhisten bedeutet:
Die Lotusblume keimt im dunklen, trüben Schlamm. Sie kämpft sich nach oben. Und wenn sie das Licht erreicht, öffnet sie sich in vollkommener Reinheit.
🌱 Der Schlamm sind unsere schwierigen Zeiten. Die Blüte ist das, was wir daraus machen.
💬 „Kein Schlamm, kein Lotus." — Thich Nhat Hanh
📖 Lies die ganze Geschichte von Monika Kohlbacher auf unserer Seite: 👉 https://www.unsere-zeitung.at/2026/08/15/moment-der-woche-kein-schlamm-kein-lotus/
📨 Wir wollen eure Momente!
Welches Foto aus deiner letzten Woche hat dich berührt, überrascht, zum Lachen gebracht? Ein kleiner Moment, der vielleicht nur für dich wichtig war — genau der zählt.
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Was war euer Moment diese Woche? Erzählt's uns in den Kommentaren 👇
14/08/2026
»Ändere die Welt, sie braucht es.«
(Bertolt Brecht)
14/08/2026
Heute vor 70 Jahren, am 14. August 1956, starb der deutsche Dramatiker, Epiker und Lyriker Bertolt Brecht in (Ost-)Berlin.
Brecht war ein Autor, der Kunst als Eingriff in die Wirklichkeit verstand.
14/08/2026
Zum 70. Todestag von Bertolt Brecht († 14.8.1956, Ost-Berlin)
14/08/2026
Frauen entrechtet. Regime gestärkt.
Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban bleibt Afghanistan ein Land der Unterdrückung, der Entrechtung und der Isolation. Bei einer Veranstaltung eines Bündnisses zivilgesellschaftlicher Organisationen im Österreichischen Institut für Internationale Politik (OIIP) wurde diese Woche Bilanz gezogen: Was bedeutet die Taliban-Herrschaft für die Menschen in Afghanistan, für Geflüchtete und für die internationale Gemeinschaft?
Im Zentrum stand vor allem die systematische Unterdrückung von Frauen und Mädchen, aber auch die Frage, wie Europa und Österreich mit dem Regime umgehen – und welche Verantwortung Politik, Medien und Zivilgesellschaft hier tragen.
👉 Lies hier den ganzen Artikel von Dolf Andel: https://www.unsere-zeitung.at/2026/08/14/5-jahre-herrschaft-der-taliban-in-afghanistan
14/08/2026
Heute vor 100 Jahren, am 14. August 1926, wurde der französische Comicautor, Publizist und Regisseur René Goscinny in Paris geboren. Mit Figuren und Geschichten wie Asterix, Lucky Luke und Der kleine Nick prägte er Generationen von Leser:innen – weit über Frankreich hinaus. Goscinny verband Sprachgefühl, feine Satire und einen genauen Blick auf Macht, Eitelkeit und den Alltag.
Gemeinsam mit Zeichnern wie Albert Uderzo, Morris und Jean Tabary schuf er Werke, die bis heute gelesen, verfilmt und weitergegeben werden.
René Goscinny starb 1977 mit 51 Jahren viel zu früh an einem Herzinfarkt. Doch sein Werk lebt weiter – in unvergesslichen Figuren, pointierten Dialogen und Geschichten, die Humor mit Haltung verbinden. Ein guter Tag also, um ihn wieder zu lesen.
Foto: René Goscinny, 1971 (public domain)
14/08/2026
DER KÄLBERMARSCH
(Bertolt Brecht)
Hinter der Trommel her
Trotten die Kälber
Das Fell für die Trommel
Liefern sie selber.
Der Schlächter ruft: Die Augen fest geschlossen
Das Kalb marschiert. In ruhig festem Tritt.
Die Kälber, deren Blut im Schlachthaus schon geflossen
Marschiern im Geist in seinen Reihen mit.
Sie heben die Hände hoch
Sie zeigen sie her.
Die Hände sind blutbefleckt
Doch immer noch leer.
Der Schlächter ruft: Die Augen fest geschlossen
Das Kalb marschiert. In ruhig festem Tritt.
Die Kälber, deren Blut im Schlachthaus schon geflossen.
Marschiern im Geist in seinen Reihen mit.
Sie tragen ein Kreuz voran
Auf blutroten Flaggen
Das hat für den armen Mann
Einen großen Haken.
Der Schlächter ruft: Die Augen fest geschlossen
Das Kalb marschiert. In ruhig festem Tritt.
Die Kälber, deren Blut im Schlachthaus schon geflossen
Marschiern im Geist in seinen Reihen mit.
(aus: Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe.. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1988 ff.)
14/08/2026
Unsere Zeitung – die andere Zeitung!
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14/08/2026
Zum 70. Todestag von Bertolt Brecht