16/06/2026
Rückblick auf zwei intensive Tage des Denkens, Fragens und Diskutierens
Am 11. und 12. Juni 2026 widmete sich das künstlerisch-wissenschaftliche Symposium „WISSENSCHAFT – KUNST – DEMOKRATIE: Krise der Demokratie – Widerstand der Kunst?“ im Schreyvogelsaal der Universität Wien der Frage, welche Verantwortung Wissenschaft, Kunst und Kunstinstitutionen angesichts der Erosion demokratischer Verbindlichkeiten, populistischer Politiken und autoritärer Kräfte übernehmen können und müssen.
In Vorträgen, Gesprächen, Performances und Diskussionen entstand ein konzentrierter Raum des Austauschs zwischen Wissenschaft, Kunst, Kulturpolitik und Öffentlichkeit: über Ästhetiken des Widerstands, künstlerische Praktiken in autoritären Zeiten, institutionelle Verantwortung, demokratische Teilhabe und die Möglichkeit neuer Formen politischer Imagination.
Wir danken allen Mitwirkenden – darunter Christina von Braun, Monika Mokre, Milo Rau, Martina Grohmann, Thomas Köck, Julia Purgina, Julya Rabinowich, Ekaterina Degot, Jan Philipp Gloger, Stefan Herheim, Gerfried Stocker, Mattias Andersson und Karoline Reinke – sowie allen Moderator*innen, Kooperationspartner*innen und Besucher*innen sehr herzlich für ihre Beiträge, ihre Aufmerksamkeit und die lebendigen Gespräche.
15/06/2026
Das Interuniversitäre Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek der Universität Wien und der MUK und das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum organisieren im Rahmen ihrer Internationalen Veranstaltungsreihe WELT.AUTORIN.JELINEK am 19.6.2026 den „Jelinek-Tag“ in Warschau mit dem Titel „SPRACHE & DEMOKRATIE“.
Der „Jelinek-Tag“ findet im Österreichischen Kulturforum Warschau statt.
Die Internationale Veranstaltungsreihe WELT.AUTORIN.JELINEK, die aus Anlass von Elfriede Jelineks 80. Geburtstag stattfindet und aus sieben „Jelinek-Tagen“ im globalen Raum besteht, befasst sich mit Elfriede Jelinek als „Weltautorin“, die die aktuellen globalen antidemokratischen Entwicklungen mit Fokus auf die Position von Frauen* analysiert und deren Analysen weltweit wahrgenommen werden.
Mit internationalen Wissenschaftler*innen, Übersetzer*innen und Künstler*innen wird aufgezeigt, wie Jelineks Werke weltweit Wirkungskraft haben, wie sie Frauen* global bestärken und wie die jeweilige politische Situation in Hinblick auf Frauen* mit jener der anderen am Schwerpunkt beteiligten Ländern vergleichbar ist.
Der „Jelinek-Tag“ in Warschau thematisiert das Verhältnis von Sprache und antidemokratischer Politik im Kontext autoritärer und nationalistisch aufgeladener Diskurse. Im Fokus steht, wie Jelineks Texte totalitäre Sprachmuster dekonstruieren, Mechanismen politischer Vereinnahmung offenlegen und hegemoniale Ordnungen kritisch hinterfragen. Es wird diskutiert, inwiefern ihre literarische Sprachpraxis das Potenzial hat, Sprache als Raum globaler kritischer Gegenöffentlichkeit und feministischer Selbstermächtigung neu zu positionieren.
Wissenschaftler*innen, Übersetzer*innen und Künstler*innen aus Brasilien, Deutschland, Japan, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, der Tschechischen Republik, Türkei und Ungarn treten in Keynotes, Gesprächen und in einer dialogischen Lesung einer österreichischen und einer polnischen Autorin (Raphaela Edelbauer und Sylwia Chutnik) in Austausch und beleuchten Jelineks Bedeutung für aktuelle Debatten um Sprache, Macht und Demokratie.
Mit:
Zuzana Augustová, Ruth Bohunovsky, Sylwia Chutnik, Raphaela Edelbauer, Asako Fukuoka, Steffi Hofer, Pia Janke, Agnieszka Jezierska, Bärbel Lücke, Arnold Obermayr, Artur Pełka, Christian Schenkermayr, Monika Szczepaniak, Norbert Christian Wolf,
sowie mit Beiträgen der Österreich-Bibliothek Osijek (Kroatien), der Österreich-Bibliothek Zadar (Kroatien), der Österreich-Bibliothek Opole (Polen), der Österreich-Bibliothek Bukarest (Rumänien), der Österreich-Bibliothek Erzurum (Türkei) und der Österreich-Bibliothek Szombathely (Ungarn).
Die Veranstaltungsreihe wird von der Sektion für Internationale Kulturangelegenheiten des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten unterstützt.
WELT.AUTORIN.JELINEK
SPRACHE & DEMOKRATIE
Österreichisches Kulturforum Warschau
Próżna 7/9, 00-107 Warszawa
19.6.2026, 9.30 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung wird per Livestream übertragen.
Link zum Livestream: https://univienna.zoom.us/j/67141467695?pwd=YfJuM4OPjzqRWRveBF0r8dLLVnhbIV.1
Kenncode: jelinek
Nähere Informationen sowie das detaillierte Programm:
https://www.ifvjelinek.at/veranstaltungen/weltautorinjelinek-sprache-demokratie/
Kontakt:
Interuniversitäres Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek
der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Hofburg, Batthyanystiege
1010 Wien
T: +43-1-4277-42238
[email protected]
https://ifvjelinek.at/
09/06/2026
RAUM- und ZEITÄNDERUNG!
Das vom Interuniversitären Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek und dem Elfriede Jelinek-Forschungszentrum veranstaltete Symposium „Krise der Demokratie – Widerstand der Kunst?“ am 11. und 12. Juni findet – abweichend (!) – in den Räumlichkeiten der Universität Wien im Schreyvogelsaal, Hofburg, Batthyanystiege statt und beginnt am 11. Juni erst um 17 Uhr.
Angesichts der Debatten um Peter Thiel und der damit verbundenen Absage des französischen Soziologen Geoffroy de Lagasnerie ändert das Interuniversitäre Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek den Raum und das Programm des von ihm veranstalteten Symposiums.
Das Symposium findet nun nicht im Festivalzentrum der Wiener Festwochen am Badeschiff, sondern an der Universität Wien, im Schreyvogelsaal der Hofburg, statt und startet am 11. Juni erst um 17 mit einer Panel-Diskussion mit Christina von Braun, Monika Mokre und Milo Rau und Christoph Reinprecht zu den aktuellen Ereignissen und zu neuenFormen des Faschismus und zu Ästhetiken des Widerstandes.
Anliegen des Interuniversitären Forschungsnetzwerks Elfriede Jelinek ist es, durch die Transferierung seines Symposiums an die Universität Wien als Raum des wissenschaftlichen Diskurses eine analytische Reflexion zu ermöglichen.
Das Symposium fragt danach, wie sich Kunst und Kunstinstitutionen angesichts der bedrohten demokratischen Souveränität und des Erstarkens autoritärer Kräfte positionieren sollen: (wie) kann Kunst neue Formen demokratischer Imagination ermöglichen, ohne ihrerseits autoritäre und totalitäre Logiken zu reproduzieren?
Mit: Mattias Andersson & Ensemble Volkstheater, Christina von Braun, Rosemarie Brucher, Ekaterina Degot, Jan Philipp Gloger, Martina Grohmann, Stefan Herheim, Thomas Kasebacher, Thomas Köck, Monika Mokre, Julia Purgina, Julya Rabinowich, Milo Rau, Gerfried Stocker, Monika Voithofer
Symposium: Krise der Demokratie – Widerstand der Kunst?
11.6. 2026, 17 Uhr: 1010, Hofburg, Batthyanystiege, Schreyvogelsaal
12.6. 2026, 16 Uhr: 1010, Hofburg, Batthyanystiege, Schreyvogelsaal
Der Eintritt ist frei.
Nähere Informationen: https://www.ifvjelinek.at/veranstaltungen/wissenschaft-kunst-demokratie-krise-der-demokratie-widerstand-der-kunst/
19/05/2026
Ein Fotorückblick auf den Jelinek-Tag in Paris am 7. Mai 2026 im Österreichischen Kulturforum Paris, Teil der internationalen Veranstaltungsreihe „WELT.AUTORIN.JELINEK – Geschlecht & Demokratie“ anlässlich des 80. Geburtstags von Elfriede Jelinek.
Vor dem Hintergrund globaler demokratischer Erosionsprozesse und erstarkender autoritärer sowie antifeministischer Bewegungen widmete sich der Pariser Programmtag der Frage, wie Elfriede Jelineks Werk patriarchale Machtverhältnisse, Geschlechterhierarchien und strukturelle Ausschlüsse sichtbar macht und kritisch unterläuft. Zugleich wurde diskutiert, inwiefern ihre Texte transnationale Resonanzräume eröffnen und feministische Empowerment-Prozesse über Länder- und Sprachgrenzen hinweg anstoßen.
Mit Keynotes, Gesprächen, Diskussionen, einem Laborformat sowie einer szenischen Lesung aus „FaustIn and out“ versammelte der Tag Wissenschaftlerinnen, Übersetzerinnen und Künstler*innen aus Brasilien, Frankreich, Österreich, Polen, Spanien und den USA in einem vielstimmigen internationalen Austausch über Literatur, Demokratie und Geschlecht.
Wir danken allen Mitwirkenden herzlich für ihre Beiträge, Perspektiven und die Offenheit des gemeinsamen Denkens über disziplinäre und geografische Grenzen hinweg. Ebenso gilt unser Dank allen Gästen vor Ort und im Livestream, die diesen Tag begleitet und mitgetragen haben.
Konzeption und Organisation: Pia Janke und Paulina Schmid-Schutti
08/05/2026
Das Symposium „WISSENSCHAFT – KUNST – DEMOKRATIE: Krise der Demokratie – Widerstand der Kunst“ ist Teil des Projekts „Wissenschaft – Kunst – Demokratie“, das aktuell vom Interuniversitären Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek durchgeführt wird und sich der Rolle von Wissenschaft und Kunst angesichts der Erosion demokratischer Verbindlichkeiten durch populistische Politiken und autoritäre Kräfte widmet. Welchen Herausforderungen müssen sich Wissenschaft und Kunst sowie Kunstinstitutionen und Wissenschafts- und Kunst-Universitäten stellen? Welche Versäumnisse und Defizite müssen sie eingestehen, welche Verantwortung sollen sie übernehmen?
Elfriede Jelinek dekonstruiert in ihren Texten globale Mechanismen propagandistischer Massenmobilisierung und die Bereitschaft, sich von Bildern und Parolen verführen zu lassen. Sie warnt vor der Zerstörung demokratischer Strukturen und der Zuspitzung gefährlicher ökonomischer und medialer Dynamiken.
Vor diesem Hintergrund fragen die Vorträge und Gespräche von Teilnehmenden aus Wissenschaft, Kunst und Kulturpolitik danach, wie sich Kunst und Kunstinstitutionen angesichts der bedrohten demokratischen Souveränität und des Erstarkens autoritärer Kräfte positionieren sollen: (wie) kann Kunst neue Formen demokratischer Imagination ermöglichen, ohne ihrerseits autoritäre und totalitäre Engführungen zu reproduzieren?
Der Eintritt ist frei.
Konzeption und Organisation: Pia Janke, Rosa Eidelpes
---------
PROGRAMM
DONNERSTAG, 11.6.2026, 16 Uhr
Haus der Republik – Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4, 1010 Wien
Keynote (EN)
Geoffroy de Lagasnerie:
Can art do what it says it does?
Gespräch (DE/EN)
Ästhetiken des Widerstands / Aesthetics of Resistance
Mit Evelyn Annuß, Geoffroy de Lagasnerie, Milo Rau, moderiert von Monika Meister
Performance und Diskussion (DE)
Die Kunst (in) der Verantwortung: Künstlerische Praktiken in autoritären Zeiten
Mit Thomas Köck, Sara Ostertag, Julia Purgina, moderiert von Monika Voithofer
FREITAG, 12.6.2026, 16 Uhr
Haus der Republik – Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4, 1010 Wien
Keynote (DE)
Julya Rabinowich
Drachen und Teufel – von verschiedenen Formen des Aufbegehrens
Gespräch (DE)
Institution & Verantwortung: Programmpolitik, Kunst und Öffentlichkeit
Mit Ekaterina Degot, Jan Philipp Gloger, Stefan Herheim, Gerfried Stocker, moderiert von Rosemarie Brucher
Artist Talk (EN)
Who owns the myth? Art and democratic participation
Mattias Andersson & Ensemble Volkstheater im Gespräch mit Thomas Kasebacher
---------
In Kooperation mit den Wiener Festwochen│Freie Republik Wien und der Stadt Wien.
05/05/2026
Ein Fotorückblick auf den zweiten Abend unseres Interuniversitären Symposiums „WISSENSCHAFT – KUNST – DEMOKRATIE. Universitäten in der Verantwortung“ am 23. April 2026 in der Alten Kapelle am Campus der Universität Wien.
Mit der Keynote von Dieter Mersch zu „Kunst in Zeiten absurder Gegenwarten“ sowie den anschließenden Gesprächen und Diskussionen rückten ästhetische und wissenschaftliche Strategien der Erkenntnis, die Produktivität interdisziplinärer Kooperationen und die Frage nach Widerstandspotenzialen von Kunst und Wissenschaft in den Mittelpunkt.
Wir danken allen Mitwirkenden sehr herzlich für ihre differenzierten Beiträge, ihre Perspektiven und ihre Gesprächsbereitschaft. Ebenso danken wir allen Besucher*innen, die auch diesen Abend durch ihre Aufmerksamkeit, ihr Interesse und ihre Diskussionsfreude bereichert haben.
05/05/2026
Ein Fotorückblick auf den ersten Abend unseres Interuniversitären Symposiums „WISSENSCHAFT – KUNST – DEMOKRATIE. Universitäten in der Verantwortung“ am 21. April 2026 im MUK.podium.
Ausgehend von der Frage nach der Verantwortung von Wissenschaft, Kunst und ihren Institutionen angesichts autoritärer Tendenzen, populistischer Rhetoriken und der Erosion demokratischer Verbindlichkeiten, eröffneten die Keynote von Olga Flor sowie die anschließenden Gespräche und Diskussionen einen vielstimmigen Denkraum: über Kritik und Intervention, über institutionelle Selbstbefragung und über die Möglichkeiten, demokratische Öffentlichkeiten durch wissenschaftliche und künstlerische Praxis zu stärken.
Wir danken allen Mitwirkenden sehr herzlich für ihre Beiträge, ihre Perspektiven und ihre Bereitschaft zum offenen Austausch. Ebenso danken wir allen Gästen, die diesen Abend durch ihre Anwesenheit, Aufmerksamkeit und Diskussionsfreude mitgetragen haben.
Fotos: © MUK/Simon Kupferschmid