Interuniversitäres Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek

Interuniversitäres Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek

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Das IFN Elfriede Jelinek ist ein gemeinsames Zentrum der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

13/08/2026

🎧 Neue Podcast-Folge: Festspiel Academy 2026 bei „MusicaFemina“

Wie können sich die Salzburger Festspiele verändern – in ihren Formaten, Inhalten und personellen Strukturen? Welche Rolle spielen dabei Qualität, Repräsentation und eine genderbalancierte Kulturszene?

Darüber spricht unsere Leiterin Pia Janke mit Irene Suchy im Podcast „MusicaFemina“. Im Gespräch geht es um die zweite Festspiel Academy "FRAUEN*.FESTSPIEL.PRÄSENZ", um aktuelle kulturpolitische Entwicklungen und um die Frage, welche Veränderungen für eine vielfältigere Festspielkultur notwendig sind.

Passend dazu findet am kommenden Wochenende, vom 15.–16. August, die Festspiel Academy 2026 in Salzburg statt. Sie widmet sich in diesem Jahr insbesondere Autorinnen und Komponistinnen bei den Salzburger Festspielen.

Jetzt das Gespräch mit Pia Janke bei "MusicaFemina" hören:
https://www.buzzsprout.com/1913831/episodes/19635497

Photos from Interuniversitäres Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek's post 28/07/2026

97,7 Prozent der bei den Salzburger Festspielen von 1920 bis 2026 aufgeführten Werke stammen von Männern, lediglich 2,3 Prozent von Frauen. Dieses Recherche-Ergebnis des Interuniversitären Forschungsnetzwerks Elfriede Jelinek bildet den Ausgangspunkt der Festspiel Academy 2026 „FRAUEN*.FESTSPIEL.PRÄSENZ. Autorinnen und Komponistinnen“, die am 15. und 16. August 2026 in Kooperation mit dem Elfriede Jelinek-Forschungszentrum, der Universität Salzburg und der Universität Mozarteum Salzburg stattfindet.

Die Festspiel Academy 2026 fragt nach Autorinnen und Komponistinnen bei den Salzburger Festspielen, nach Uraufführungen, Werken und Schwerpunkten.
Mit der zeitlichen Nähe zur Uraufführung von Jelineks Unter Tieren (am 16.8. auf der Perner-Insel, Hallein) versteht sich die Festspiel Academy als wissenschaftliches Forum und diskursiver Resonanzraum: Sie nimmt die Jelinek-Uraufführung zum Anlass, die Position von Autorinnen und Komponistinnen bei den Salzburger Festspielen aus historischer und aktueller Perspektive zu beleuchten und Fragen nach Kanonbildung, Autor*innenschaft, Programmpolitik, Machtstrukturen und kulturpolitischen Rahmenbedingungen zu diskutieren.
Die Aufarbeitung der An- und Abwesenheit von Autorinnen und Komponistinnen bei den Festspielen, die Auseinandersetzung mit neuen genderbewussten Werken, Projekten und Formaten soll den Blick auf gegenwärtige Dynamiken und zukünftige Potenziale lenken. In Vorträgen, Laboren, Gesprächen und künstlerischen Manifesten werden Visionen für Transformationen entwickelt und Impulse gegeben für nachhaltige Veränderungen.

An der Festspiel Academy wirken zahlreiche renommierte Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Expert*innen mit, u.a. die ehemalige Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler, der Galerist Thaddaus Ropac, die Autorinnen Julya Rabinowich und Sophie Reyer, die Komponist*innen Angélica Castelló, Johannes Maria Staud und Julia Purgina, die Regisseur*innen Nicolas Stemann, Jossi Wieler und Amélie Niermeyer, der Intendant der Wiener Festwochen Milo Rau, die Rektorin der Universität Mozarteum Salzburg Constanze Wimmer, die Vizerektorin für Forschung der Universität Salzburg Jutta Horejs-Höck u.v.a.m.
Die Schauspielerin Sylvie Rohrer wird Texte von Elfriede Jelinek lesen.

Nähere Informationen sowie das detaillierte Programm:
https://ifvjelinek.at/veranstaltungen/festspiel-academy-2026-frauenfestspielpraesenz-autorinnen-und-komponistinnen/

Anbei der Folder der Festspiel Academy als pdf.

Bereits im Vorfeld der Festspiel Academy laden wir alle herzlich ein, sich an unserer MACHT MIT!-Aktion „FRAUEN*.FESTSPIEL.STIMMEN“ zu beteiligen.
Vom 14. Juli bis 10. August 2026 entsteht ein gemeinsamer Denk- und Diskussionsraum, der Sichtbarkeit schafft, Leerstellen benennt und Impulse für die Zukunft der Salzburger Festspiele formuliert. Gesucht sind persönliche Beobachtungen, Erfahrungen, kritische Perspektiven, konkrete Vorschläge und visionäre Ideen zur Präsenz von Frauen* bei den Salzburger Festspielen.
Jede Stimme zählt – als Beitrag zu mehr Repräsentation, Gleichstellung und künstlerischer Vielfalt. Die Beiträge werden bei der Festspiel Academy aufgegriffen und fließen in die Diskussionen der Veranstaltung ein.
Hier können alle mitmachen: https://www.frauen-festspiele.at/macht-mit/

Festspiel Academy 2026
FRAUEN*.FESTSPIEL.PRÄSENZ. Autorinnen und Komponistinnen
Universität Salzburg, Bibliotheksaula, Hofstallgasse 2-4, 5020 Salzburg
Konzertsaal Schloss Frohnburg, Hellbrunner Allee 53, 5020 Salzburg
Stadtkino & Theater Hallein, Kuffergasse 2, 5400 Hallein
15.-16.8., 10 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Festspiel Academy ist Teil des Forschungsprojekts „FRAUEN*.FESTSPIELE.SALZBURG“, das das Interuniversitäre Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek mit zahlreichen Kooperationspartner*innen aus Wissenschaft und Kunst durchführt. Anspruch ist es, die (Nicht-)Präsenz von Frauen* bei den Salzburger Festspielen aufzuarbeiten, patriarchalisch geprägte Strukturen, Diskriminierungs- und Ausschlussmechanismen transparent zu machen sowie ästhetische Strategien, mit denen tradierte Frauenbilder in Festspiel-Aufführungen bestätigt oder befragt wurden, zu analysieren.

Kontakt:
Interuniversitäres Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek
der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Hofburg, Batthyanystiege
1010 Wien
T: +43-1-4277-42238
[email protected]
https://ifvjelinek.at/

Photos from Interuniversitäres Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek's post 22/06/2026

Ein Rückblick auf den „Jelinek-Tag“ WELT.AUTORIN.JELINEK – SPRACHE & DEMOKRATIE, der am 19. Juni 2026 im Österreichischen Kulturforum Warschau stattfand. Im Rahmen der internationalen Veranstaltungsreihe zu Elfriede Jelineks 80. Geburtstag widmete sich der Tag der Frage, wie Sprache, Macht und Demokratie in Jelineks Werk verhandelt werden, und welche Aktualität ihre literarische Sprachkritik angesichts autoritärer, nationalistischer und antifeministischer Diskurse weltweit besitzt.

In Keynotes, Gesprächen, internationalen Videobeiträgen, Übersetzungsperspektiven sowie einer dialogischen Lesung mit Sylwia Chutnik und Raphaela Edelbauer wurde Jelineks Bedeutung als Weltautorin aus wissenschaftlicher, künstlerischer und kulturpolitischer Perspektive beleuchtet. Besonders im Fokus standen Sprache als Ort kritischer Gegenöffentlichkeit, feministische Selbstermächtigung und die globale Resonanz von Jelineks Werk.

Unser herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden, Moderator*innen, Autorinnen, Übersetzer*innen, Wissenschaftler*innen, den beteiligten Österreich-Bibliotheken, dem Österreichischen Kulturforum Warschau sowie allen Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen, die diesen vielstimmigen und inspirierenden Austausch ermöglicht haben.

19/06/2026

Gestern im Ö1-Kulturjournal

"Pia Janke ist Leiterin des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums. Anlässlich des neuen Werks „Unter Tieren“ hat Judith Hoffmann mit ihr über den neuen Text und Elfriede Jelinek gesprochen."

Gestaltung: Judith Hoffmann

Photos from Austriackie Forum Kultury / Österreichisches Kulturforum Warschau's post 19/06/2026
19/06/2026

Gestern war Pia Janke, Leiterin des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums, im Ö1-Morgenjournal zu hören, mit anschaulichen und sehr einladenden Einblicken in Elfriede Jelineks "Unter Tieren".

Janke beschreibt den Text als „richtigen Furor von rhetorischen Sprachspielen, von Verweisen“: Wirtschaftstexte, Karl Marx’ Das Kapital, philosophische Texte und antike Bezüge werden bei Jelinek zusammengeführt, verfremdet und in eine vielstimmige literarische Komposition verwandelt.

Dabei zeigt "Unter Tieren" weit mehr als eine Auseinandersetzung mit Wirtschaft und Wirtschaftskriminalität. Für Pia Janke ist der Text „eine Grundsatzanalyse unserer aktuellen globalen Krisen“, von der Zerstörung demokratischer Strukturen über Naturzerstörung bis hin zum Verlust von Wahrheit, Verstand und Humanität.

Besonders schön ist Jankes Hinweis, Jelineks Text „laut zu lesen“. Denn gerade dann tritt neben aller Komplexität auch das hervor, was bei Jelinek immer wieder überrascht und begeistert: „Bei Jelinek kann man sehr viel lachen“, und genau diese Lust, dieses Lachen und die Freude an der Sprache sollte man mitdenken.

Photos from Interuniversitäres Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek's post 17/06/2026

Rückblick auf zwei intensive Tage des Denkens, Fragens und Diskutierens

Am 11. und 12. Juni 2026 widmete sich das künstlerisch-wissenschaftliche Symposium „WISSENSCHAFT – KUNST – DEMOKRATIE: Krise der Demokratie – Widerstand der Kunst?“ im Schreyvogelsaal der Universität Wien der Frage, welche Verantwortung Wissenschaft, Kunst und Kunstinstitutionen angesichts der Erosion demokratischer Verbindlichkeiten, populistischer Politiken und autoritärer Kräfte übernehmen können und müssen.

In Vorträgen, Gesprächen, Performances und Diskussionen entstand ein konzentrierter Raum des Austauschs zwischen Wissenschaft, Kunst, Kulturpolitik und Öffentlichkeit: über Ästhetiken des Widerstands, künstlerische Praktiken in autoritären Zeiten, institutionelle Verantwortung, demokratische Teilhabe und die Möglichkeit neuer Formen politischer Imagination.

Wir danken allen Mitwirkenden – darunter Christina von Braun, Monika Mokre, Milo Rau, Martina Grohmann, Thomas Köck, Julia Purgina, Julya Rabinowich, Ekaterina Degot, Jan Philipp Gloger, Stefan Herheim, Gerfried Stocker, Mattias Andersson und Karoline Reinke – sowie allen Moderator*innen, Kooperationspartner*innen und Besucher*innen sehr herzlich für ihre Beiträge, ihre Aufmerksamkeit und die lebendigen Gespräche.

15/06/2026
15/06/2026

„Ständiger konstruktiver, geistiger Aufruhr“: Artur Pełka beschreibt die Wirkung Elfriede Jelineks in Polen als ästhetische und politische Intervention. Gerade mit ihrem „stark feministisch bzw. genderorientierten Gestus“ und ihrer „Sorge für die Demokratie“ wird Jelinek im Kontext des aktuellen Rechtsrucks zur entscheidenden Bezugsperson.

📍 Am 19.6.2026 setzt der Jelinek-Tag im Österreichischen Kulturforum Warschau diese Perspektive unter dem Titel SPRACHE & DEMOKRATIE fort: im Fokus stehen Jelineks Dekonstruktion totalitärer Sprachmuster und das Potenzial von Sprache als Raum kritischer Gegenöffentlichkeit.

🎥 Jetzt das Statement ansehen und am 19. Juni in Warschau oder per Livestream dabei sein.

Mehr Informationen:
https://www.ifvjelinek.at/veranstaltungen/weltautorinjelinek-sprache-demokratie/

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