25/06/2026
Wenn Ihr Kind beim Minus-Rechnen immer wieder an derselben Stelle scheitert, liegt das fast nie an fehlender Übung.
Es liegt vielmehr daran, dass das Arbeitsgedächtnis überlastet wird.
Beim Subtrahieren mit Zehnerübergang passieren mehrere Schritte gleichzeitig.
Das Arbeitsgedächtnis gerät unter Druck.
Und irgendwo in dieser Kette bricht der Prozess ab.
Was hier hilft:
Die einzelnen Schritte sichtbar machen.
Entlasten statt überfordern.
Gezielt ansetzen.
Das ist Neuropsychologie. 🤩
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23/06/2026
Ihr übt täglich, und trotzdem schreibt Ihr Kind dasselbe Wort immer wieder falsch?
Das ist ein Muster, das ich in meiner Praxis immer wieder sehe.
Nicht weil das Kind zu wenig übt.
Nicht weil die Eltern nicht helfen.
Sondern weil die Methode nicht passt.
Bei Kindern mit LRS speichert das Gehirn Wörter anders ab.
Wiederholtes Abschreiben trainiert Ausdauer, aber nicht die Wortbildabspeicherung.
Was besser wirkt: verstehen, nach welchem Muster ein Wort aufgebaut ist.
Warum schreibe ich das Wort so und nicht anders?
Regelwissen schlägt Wiederholung.
Das verändert das Üben komplett. 💛
Speichern Sie das, es könnte Ihnen und Ihrem Kind viel Frust ersparen.
In meinem Elternwebinar "Schritt für Schritt zur sicheren Rechtschreibung" bekommen Sie weitere Übungsanleitungen. Den Anmeldelink finden Sie in meiner Bio oder direkt hier: https://online.gerne-lernen.at/elternwebinar/
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19/06/2026
„Wächst sich LRS aus?" — Diese Frage stellen mir viele Eltern, deren Kind eine Lese-Rechtschreib-Störung hat. Sie ist zutiefst menschlich. Und sie verdient eine ehrliche Antwort.
Die kurze Antwort: LRS verschwindet nicht von selbst. Das ist die wissenschaftliche Wahrheit. MRT-Studien zeigen, dass bestimmte Gehirnbereiche bei Menschen mit Legasthenie anders aktiviert werden. Das ändert sich nicht einfach mit der Zeit.
Aber das ist nicht die ganze Geschichte.
Wenn Erwachsene mit LRS im Alltag kaum auffallen, bedeutet das nicht, dass die LRS weg ist. Es bedeutet, dass sie gelernt haben damit umzugehen. Kompensieren ist nicht dasselbe wie verschwinden. Und Kompensation kostet kognitive Energie.
Was sich wirklich verändert: Mit gezielter Förderung baut das Gehirn neue neuronale Verbindungen auf. Das Gehirn ist plastisch,besonders im Kindesalter. Frühzeitige Diagnose und strukturierte Förderung machen den größten Unterschied.
Den vollständigen Artikel mit dem typischen Verlauf nach Lebensphase und konkreten Empfehlungen für Eltern finden Sie auf www.gerne-lernen.at (oder über den Link in meiner Bio).
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18/06/2026
8 + 5 = ?
Klingt einfach. Für Kinder mit Rechenschwäche ist das täglich eine echte Herausforderung.
Der Zehnerübergang ist einer der häufigsten Stolpersteine im Grundschulalter. Nicht weil die Kinder nicht aufpassen oder zu wenig üben. Sondern weil hier gleichzeitig mehrere Denkschritte passieren müssen: Zahl zerlegen, auf 10 auffüllen, Rest dazuzählen.
Das Arbeitsgedächtnis muss das alles auf einmal halten. Wenn die Mengenvorstellung dazu noch wackelt, fällt die ganze Konstruktion unter Stress zusammen.
Was hilft: visualisieren, laut denken lassen, die 10 als Anker nutzen. Und vor allem: regelmäßige kurze Einheiten statt Marathonsitzungen.
Im Karussell finden Sie 5 Strategien die Sie sofort ausprobieren können.
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16/06/2026
Immer wieder abschreiben. Und beim Diktat trotzdem wieder Fehler.
Das ist kein Zeichen, dass Ihr Kind nicht genug geübt hat. Es ist ein Zeichen, dass die Übungsmethode nicht passt.
Abschreiben ist visuelles Kopieren. Die Hand folgt dem Auge, aber das orthografische Gedächtnis wird dabei kaum aktiviert. Rechtschreibung verankert sich anders: durch aktiven Abruf. Das Wort aus dem Gedächtnis holen, ohne Vorlage.
Was wirklich hilft: Einprägen, abdecken, aus dem Kopf schreiben. Wörter in Silben sprechen. Denselben Wortstamm in verschiedenen Ableitungen erkennen. Kurze Einheiten, dafür regelmäßig.
Im Karussell finden Sie die wichtigsten Alternativen zum Abschreiben, und wie Sie sie sofort zuhause umsetzen können.
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15/06/2026
Es gibt einen Moment in meiner Arbeit, der mich immer wieder trifft.
Wenn mir ein Kind gegenüber sitzt, wir gerade fertig geübt haben, und es dann leise sagt: „Vielleicht bin ich doch nicht so dumm."
Das ist kein seltener Satz. Ich höre ihn öfter, als ich möchte.
Und jedes Mal wird mir aufs Neue bewusst, was auf dem Spiel steht, wenn Kinder mit Lernschwierigkeiten zu lange ohne das richtige Verständnis durchhalten müssen. Nicht nur schulisch. Sondern in Bezug auf das Bild, das sie von sich selbst entwickeln.
Ich bin Psychologin, weil ich glaube (nein, eigentlich weiß ich es ☺️), dass dieses Bild korrigierbar ist. Dass Kinder, die heute noch denken, sie wären „zu langsam" oder „zu faul", ein paar Jahre später wissen können: Mein Gehirn arbeitet einfach anders. Und das ist kein "Makel", an mir ist nichts "falsch".
Dafür mache ich diese Arbeit. Und deshalb teile ich hier so viel davon, wie mir möglich ist.
Falls Sie gerade an dem Punkt sind, wo Sie mehr verstehen möchten: Das kostenlose Elternwebinar ist ein guter Anfang. 💛
Hier finden Sie den Anmelde-Link: https://online.gerne-lernen.at/elternwebinar/
12/06/2026
„Wir haben das Einmaleins schon so oft geübt, und er vergisst es einfach immer wieder."
Ich höre diesen Satz regelmäßig in meiner Praxis. Und ich höre darin immer zwei Dinge gleichzeitig: Erschöpfung und die stille Frage: Stimmt vielleicht etwas nicht mit meinem Kind?
Die Antwort: Nein, das Vergessen des Einmaleins ist für viele Kinder keine Frage des Fleißes sondern der Neurobiologie des Lernens.
Das Gehirn muss beim Abruf von 6 × 7 gleichzeitig mehrere Bereiche koordinieren. Bei Kindern mit Dyskalkulie ist diese Koordination anders organisiert. Fakten automatisieren sich nur schwer oder gar nicht, selbst nach ausgiebigem Training.
Was hilft? Nicht mehr Wiederholung. Sondern ein anderer Zugang: Muster erkennen, Ableitungsstrategien nutzen, in kurzen Einheiten verteilt üben und emotionale Sicherheit vor Leistungsdruck setzen.
Den vollständigen Artikel mit allen 5 Ursachen, der Checkliste und konkreten Strategien finden Sie auf www.gerne-lernen.at (oder über den Link in meiner Bio).
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