1860 Gräfin Flora Fries beruft Schulschwestern nach Wien und beauftragt sie mit der Führung eines Waisenhauses in der Clementinengasse, Wien Fünfhaus.
1864 Von den Schwestern wird in der Friesgasse ein Grundstück gekauft und ein Asyl für herbergslose Fabrikmädchen errichtet.
1865 Eine Kinderbewahranstalt und Industrieschule werden eröffnet.
1866 Verwundete aus der Schlacht von Königgrätz werden im Kloster gepflegt.
1867 Das Kloster erhält von der k.k. Die ergiebigen Spenden kommen u.a. von Kaiser Franz Josef.
1878 Genehmigung eines Kindergartens
Zweite Schulerweiterung: das Haus Friesgasse 70 wird gekauft; ein Neubau mit 4 Klassen und einem Saal (Aula) entsteht.
1893 Die Hauptschule wird umgewandelt in eine 5klassige Volks- und eine 3klassige Bürgerschule.
1919 Eröffnung einer Haushaltungsschule
1920 Errichtung einer Bildungsanstalt für Koch- und Haushaltungsschullehrerinnen
1927 Im Jahr der Schulreform ändern sich auch die Schulformen in der Friesgasse:
4klassige Volksschule, 3klassige Bürgerschule läuft aus
4klassige Hauptschule wird neu installiert
3klassige Gewerbeschule wird gegründet (als „Einstieg in den Hausfrauenberuf“)
1931 Eröffnung einer Handelsschule
1932 Eröffnung eines Realgymnasiums für Mädchen. Die erste Direktorin, Hofrat Pieller, ist Gründerin der Institution des Elternvereins in Wien. Die Schule ist gut besucht, aber schon damals vermerkt die Chronik, dass mehr als die Hälfte der Kinder Ermäßigung oder Schulgeldbefreiung hat.
1938 Die Klosterschule wird geschlossen. In den Räumlichkeiten wird eine staatliche Oberschule geführt. Die Schwestern arbeiten in Pfarreien und im Lazarett. Die Friesgasse darf ihren Namen nicht mehr tragen und heißt in der Nazi-Zeit „Scharnhorstgasse“. Schwere Kriegsschäden sind zu verzeichnen.
1945 Wiedereröffnung des Kindergartens, der Volksschule, der Hauptschule und des Gymnasiums mit Frauenoberschule (= später Wirtschaftskundliches Realgymnasium)
1964 Eröffnung der dreiklassigenHandelsschule
1969 Der Neubau des Schulgebäudes wird fertiggestellt und von Kardinal König eingeweiht.
1980 Umbau der Clementinengasse. Der Turnsaal (T1) im Tiefgeschoss entsteht
1981 Die Hauptschule und das Gymnasium nehmen die ersten Knaben auf. Die Friesgasse ist die erste Privatschule Wiens, die diesen Schritt setzt.
1991 Es kommt zur strukturellen Trennung von Werk (Betrieb) und Konvent. Die „Werksleitung“, später umbenannt in „Leitung Schulzentrum“ , wird eingerichtet. Sie ist verantwortlich für die Führung des gesamten Schulzentrums und die Repräsentanz nach außen.
1992 Das Internat wird nur mehr auslaufend geführt und die Nachmittagsbetreuung den Erfordernissen angepasst: Übersiedlung in die freien Internatsräume, längere Öffnungszeiten, Modulsystem
1993 Das Wirtschaftskundliche Realgymnasium läuft aus. Das naturwissenschaftliche Realgymnasium wird eröffnet.
1998 In der Volksschule wird in einer Reihe von Klassen nach und nach verstärkt montessori-orientiert gearbeitet.
1999 Die Hauptschule beginnt die erste Integrationsklasse.
2000 Nach einer längeren Vorlauf-Phase wird der AbsolventInnen-Verein gegründet. In der Handelsschule wird für die neuen SchülerInnen eine Schuleingangsphase eingeführt
2001 Die Hauptschule wird als Kooperative Mittelschule geführt. In der Handelsschule startet eine erste COOL-Klasse (Cooperatives Offenes Lernen)
2004 Das Schulzentrum weist nach einem kontinuierlichen Wachstumsprozess erneut die SchülerInnen-Höchstzahl auf.In der VS wird die „Offene Schule“ eingeführt.
2005 Die Leitung der SSND in Österreich gründet den Verein „Schulverbund SSND Österreich / Schulschwestern Notre Dame“ und übergibt am
1. Juli ihre drei Bildungseinrichtungen dem Schulverbund, darunter das Schulzentrum Friesgasse, der ab nun als Träger fungiert. Im September eröffnet die Handelsschule den ersten Jahrgang des HAK-Aufbaulehrgangs.
2006/
2007 Das Schulzentrum weist nach einem kontinuierlichen Wachstumsprozess die SchülerInnen-Höchstzahl von 1500 auf.
2009 Die Handelsschule eröffnet den Schulversuch „Übergangsstufe“.
2010 Das 150-Jahre-Jubiläum wird in mehreren Festveranstaltungen gefeiert.