17/08/2026
✈️
Grüße aus Italien! 🇮🇹 Unsere beiden Kolleginnen Asti und Verena (v.l.n.r.) waren für die Wiener Kinderstudien auf der diesjährigen ESCAN (European Society for Cognitive and Affective Neuroscience) an der Sapienza Universität in Rom unterwegs. 🏛️ � � Dieses Treffen der europäischen Hirnforschung drehte sich vier Tage lang darum, wie wir Gefühle, Gedanken und soziales Verhalten verarbeiten. Mit über 900 Teilnehmenden und mehr als 750 wissenschaftlichen Beträgen war es die bisher größte ESCAN überhaupt! 💡✨
Natürlich haben die beiden dort auch unsere Forschung vertreten! Verena hat gemeinsam mit unserem ehemaligen Gastwissenschaftler Alessandro Carollo von der Universität Trento ein Symposium geleitet. Dort haben sie mit internationalen Kolleg*innen diskutiert, welche Faktoren die neuronale Synchronität, d.h. das Angleichen der Gehirnaktivität, zwischen Kindern und ihren Bezugspersonen oder Gleichaltrigen beeinflussen. Asti hat ein Poster zu ihrem Forschungsprojekt präsentiert über den Zusammenhang von sozialem Wohlbefinden und Synchronität. 🧠
Mit neuen Eindrücken und spannenden Impulsen sind die beiden nun wieder zurück in Wien. Wir freuen uns schon darauf, all die neuen Ideen in zukünftige Studien einfließen zu lassen. 🩷
🌍🤝💬�
✈️
Greetings from Italy! 🇮🇹 Our two colleagues Asti und Verena (f.l.t.r.) participated in this year’s ESCAN (European Society for Cognitive and Affective Neuroscience) conference at Sapienza University in Rome for the Vienna Children’s Studies. 🏛️
This four day long gathering of European neuroscience researchers focused on how we process emotions, thoughts and social behavior. With over 900 participants and more than 750 scientific presentations, it was the largest ESCAN conference to date! 💡✨
Of course, the two of them were representing our research as well! Verena co-chaired a symposium with our former guest researcher Alessandro Carollo from the University of Trento. Together with international colleagues, they discussed which factors influence neural synchrony, i.e. the alignment of brain activity, between children and their caregivers or peers. Asti presented a poster on her research project about the connection between social well-being and synchrony. 🧠
With new insights and exciting inspiration, both are now back in Vienna. We’re already looking forward to incorporating all these new ideas into future studies. 🩷
13/08/2026
: Laufenlernen unterbricht kurzzeitig die Entwicklung von Lautäußerungen 👶🚶💬
Die kindliche Entwicklung ist ein vielseitiger und komplexer Prozess. 🧩 Manche Fähigkeiten fördern sich gegenseitig. So lernen Kinder mit dem Beginn des Laufens zum Beispiel, Gegenstände zu transportieren oder zu gestikulieren. 👏 Es gibt jedoch auch Fähigkeiten, deren Erwerb die Entwicklung anderer Fähigkeiten für eine gewisse Zeit unterbrechen oder verlangsamen kann. So verhält es sich auch beim Zusammenhang zwischen dem Laufenlernen und dem Sprechenlernen. 👣🗣️
In einer Studie wurden 22 Babys über mehrere Monate rund um den Beginn des Laufens beobachtet. Zwar nahmen die Lautäußerungen der Babys und deren Kombinationen im Verlauf der Studie insgesamt zu, dennoch zeigte sich rund um den Laufbeginn ein Einbruch in der Entwicklung der Lautäußerungen. Die Entwicklung verlief in dieser Zeit langsamer als zuvor, das heißt, die Babys machten vorübergehend weniger Fortschritte. Dies könnte daran liegen, dass das Laufenlernen das Gehirn und die Aufmerksamkeit stark beansprucht. 🧠 Die Babys müssen beispielsweise lernen, das Gleichgewicht zu halten, ihre Schritte zu koordinieren und Stürze zu vermeiden. Dadurch stehen für andere Entwicklungsaufgaben vorübergehend weniger Ressourcen zur Verfügung. ⚖️
Außerdem zeigte sich, dass Babys ihre Lautäußerungen während des Krabbelns bereits gut mit der Bewegung kombinieren konnten. Mit dem Beginn des Laufens liefen sie zunächst, ohne gleichzeitig Laute zu äußern. Das zeigt, dass neue Bewegungen zunächst geübt werden müssen, bevor sie mit anderen Tätigkeiten kombiniert werden können. 💡✨
Die Studie zeigt, dass die Entwicklung von Fähigkeiten nicht geradlinig verläuft und dass sich die Entwicklung von Sprache und Bewegung gegenseitig beeinflusst. Außerdem besteht kein Grund zur Sorge, wenn die Entwicklung des Sprechens während des Laufenlernens für eine gewisse Zeit langsamer verläuft.🩷👶
💬🔄🚶
: Learning to walk temporarily disrupts vocalization 👶🚶💬
Child development is a complex and dynamic process. 🧩 Some skills reinforce one another. For example, once children begin to walk, they become more likely to carry objects or use gestures. 👏 However, there are also skills whose acquisition can temporarily disrupt or slow down the development of other skills. This is the case with the relationship between learning to walk and learning to speak. 👣🗣️
In a study, 22 babies were observed over several months around the time they began to walk. Although vocalizations and their combinations increased overall during the observation period, there was a dip in the development of vocalizations around the time they began walking. Development during this period was less rapid than before, meaning the babies temporarily made less progress. This is likely due to the fact that learning to walk places heavy demands on the brain and attention. 🧠 For example, babies must learn to maintain their balance, coordinate their steps, and avoid falls. As a result, fewer resources are temporarily available for other developmental tasks. ⚖️
Furthermore, it was found that babies were already able to combine their vocalizations well with movement while crawling. When they began walking, they initially walked without making sounds at the same time. This suggests that new motor skills first need to become automated before they can be combined with other activities. 💡✨
The study demonstrates that the development of abilities is not a linear process and that language and motor development influence one another. It also shows that there is no reason for concern if speech development progresses more slowly for a period while a child is learning to walk. 🩷👶
Quelle:
Plate, S. N., Schneider, J. L., & Iverson, J. M. (2026). Dips in Development: Learning to Walk Temporarily Disrupts Infant Vocalization. Infancy, 31(3), e70099-n/a. https://doi.org/10.1111/infa.70099
03/08/2026
🌍
Markus forscht als Teil der Wiener Kinderstudien und ist im Mai für einen Forschungsaufenthalt nach London gereist. 🇬🇧 Möglich wurde der Aufenthalt durch einen MiniGrant der Fachgruppe Entwicklungspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Mit diesem Grant werden Nachwuchswissenschaftler*innen der Entwicklungspsychologie beim Aufbau wissenschaftlicher Kooperationen unterstützt. 🤝
An der Royal Holloway, University of London arbeitete Markus gemeinsam mit einem Forschungspartner an Daten zur Körperwahrnehmung und zum prosozialen Verhalten von Kleinkindern. Dabei geht es darum, wie Kinder Signale aus dem eigenen Körper wahrnehmen und wie sie Verhalten zeigen, das anderen zugutekommt. 👶
Herzlichen Glückwunsch zum MiniGrant, Markus! 👏✨
✈️🎡🎉
🌍
Markus is a member of the Wiener Kinderstudien and travelled to London in May for a research stay. 🇬🇧 This visit was made possible through a MiniGrant from the Developmental Psychology Section of the German Psychological Society. MiniGrants support early-career researchers in developmental psychology in networking and establishing scientific collaborations. 🤝
At Royal Holloway, University of London, Markus worked with a research partner on data examining interoception and prosocial behavior in infants. The research explores how infants perceive signals from within their own bodies and how they engage in behaviors that benefit others. 👶
Congratulations on receiving the MiniGrant, Markus! 👏✨
27/07/2026
: Kinder können zwischen einer guten und schlechten Entschuldigung differenzieren 🙏💬
Für eine gelungene Entschuldigung ist nicht nur das Bedauern selbst wichtig, sondern auch die Erklärung für das Fehlverhalten ist entscheidend für die Beurteilung. Eine nachvollziehbare Erklärung hilft dabei, das Verhalten einzuordnen und Vertrauen wiederherzustellen. 🤝💛
Doch wie gehen Kinder damit um, wenn sie solche Entschuldigungen selbst bewerten sollen? ⚖️ In einer Studie beobachteten 5-jährige Kinder zwei Personen, die ein Bild beschädigten. Eine der beiden Personen entschuldigte sich zwar, gab aber keine Begründung für ihr Verhalten. Die zweite Person begründete ihr Verhalten mit einem Versehen 🗣️ „Ich dachte das war mein Bild!“. Danach sollten die Kinder entscheiden, wem sie eher helfen, mit wem sie spielen oder wem sie ihr eigenes Bild anvertrauen würden. In einer zweiten Studie wurden verschiedene Begründung verglichen. Die Person gab an das Bild zu zerstören, weil sie dachte es sei ihres, weil sie es nicht schön fand oder aus Versehen als sie es genauer anschauen wollte. 🧒🖼️
Danach bevorzugten die Kinder durchweg die Person mit der besseren, nachvollziehbaren Begründung. War der Schaden absichtlich verursacht worden, entschieden sie sich deutlich häufiger für die Person, die ihr Verhalten plausibel erklärte. Das zeigt, dass Kinder bereits mit fünf Jahren bei der Bewertung einer Entschuldigung nicht nur das Ergebnis einer Handlung, sondern vor allem auch die dahinterliegenden Absichten und die Nachvollziehbarkeit der Erklärung berücksichtigen. 💭💡
🧒🤝🧑🦱
: Children can distinguish between good and bad apologies 🙏💬
For a considerate apology not only the expression of regret is important, but also the explanation of the misbehaviour is crucial for its assessment. A reasonable explanation helps to contextualize the behaviour and restores trust. 🤝💛
But how do children respond when they must judge such apologies themselves? ⚖️ In one study, 5-year-old children observed two people damaging a picture. One of the two people apologised but did not explain why they had acted that way. The other person put it down to a mistake 🗣️ “I thought that was my picture!” The children were then asked whom they would rather help, play with or trust with their own picture. A second study compared different reasons. The person stated that they had destroyed the picture because they thought it was theirs, because they didn’t like it, or by accident when they tried to look at it more closely. 🧒🖼️
The children consistently preferred the person with the better, more understandable explanation. If the damage had been caused intentionally, they were more likely to choose the person with the plausible reason for their behaviour. This suggests that even children at the age of five not only consider the outcome of an action when evaluating an apology but also take the intention and plausibility of the explanation into account. 💭💡
Quelle:
Waddington, O., Proft, M., Jensen, K., & Köymen, B. (2023). Five-year-old children value reasons in apologies for belief-based accidents. Child Development, 94, e143–e153. https:// doi.org/10.1111/cdev.13893
21/07/2026
Herzlichen Glückwunsch zur Nominierung für den Teaching Award! 🏆✨
Unsere Kollegin Alicja Brzozowska wurde mit ihrer Lehrveranstaltung „Vorlesung mit integrierter Übung: Entwicklungspsychologie“ in die engere Auswahl für den diesjährigen Teaching Award aufgenommen. 🎉
Die Auszeichnungen wurden am 8. Juni im Rahmen unseres Sommerfests vergeben. Mit diesem Preis werden besonderes Engagement in der Lehre und hervorragende Lehrveranstaltungen gewürdigt. Im Fokus standen dieses Jahr Kurse, die Studierende nicht nur bestmöglich auf Prüfungen vorbereiten, sondern sie nachhaltig für ein Thema begeistern. 💛
Liebe Alicja, wir gratulieren dir von Herzen zu dieser verdienten Anerkennung und danken dir für dein großartiges Engagement in der Lehre! 👏
Ein ebenso herzlicher Glückwunsch geht an die diesjährigen Gewinner:innen Robert Böhm und Julia Holzer zur Auszeichnung mit dem Teaching Award. 🥇
💐🎊📚
Congratulations on the nomination for the Teaching Award! 🏆✨
Our colleague Alicja Brzozowska has been shortlisted for this year’s Teaching Award with her course “Lecture with integrated practical sessions: Developmental Psychology”. 🎉
The awards were announced on June 8 during our summer event. This award recognizes exceptional dedication to teaching and outstanding courses. This year, the focus was on courses that not only prepare students as best as possible for exams but also spark their lasting interest in a subject. 💛
Dear Alicja, we congratulate you wholeheartedly on this well-deserved recognition and thank you for your outstanding dedication to teaching! 👏
Equally warm congratulations go to this year’s Teaching Award winners Robert Böhm and Julia Holzer. 🥇
14/07/2026
: Geben macht schon die Kleinsten glücklicher als Bekommen 🤲🤗
Vielleicht kennen viele diese Situation: Ein Kind reicht stolz ein Stück Keks weiter, obwohl es ihn eigentlich selbst essen wollte. 🍪 Aber wie fühlen sich Kinder dabei? Eine aktuelle Studie ist genau dieser Frage nachgegangen und hat Kinder im Alter zwischen 16 und 24 Monaten beobachtet. 🧒
Kleinkinder zeigten deutlich mehr Freude, wenn sie aktiv anderen etwas gaben, als wenn sie selbst etwas bekamen. Auch im Vergleich zum Zuschauen, wenn jemand anderes etwas verteilte, waren sie glücklicher, wenn sie selbst beteiligt waren und etwas weitergaben. 🥰
Dabei zeigte sich ein klarer Zusammenhang: Die erhöhte Freude trat vor allem dann auf, wenn das Geben anderen zugutekam. Wenn Kinder dagegen etwas für sich selbst nahmen, selbst auf Aufforderung, fiel ihre Reaktion deutlich weniger positiv aus. Außerdem spielte es keine Rolle, ob sie eigene Dinge abgaben oder etwas, das ihnen zuvor gegeben worden war. Beides war mit ähnlich viel Freude verbunden. Auch die Reaktion des Gegenübers hatte keinen Einfluss darauf, wie glücklich die Kinder waren. 💛
Die Ergebnisse zeigen damit deutlich, dass prosoziales Verhalten wie Teilen schon sehr früh in der Entwicklung eng mit positiven Gefühlen verknüpft ist und nicht einfach nur durch Regeln oder das Befolgen von Anweisungen entsteht. Vielmehr scheint es Kindern von Anfang an ein gutes Gefühl zu geben, wenn sie anderen etwas Gutes tun. 🎁
Eine schöne Botschaft für den Alltag: Wenn Kinder anfangen zu teilen, ist das nicht nur ein wichtiger sozialer Schritt, sondern geht auch mit echter Freude einher. 😊
🧸🤲🍭
: Giving makes even the youngest children happier than receiving 🤲🤗
Many people may recognize this situation: A child proudly hands over a piece of cookie, even though they could have eaten it themselves. 🍪 But how do children feel in that moment? A recent study explored exactly this question by observing children between 16 and 24 months of age. 🧒
Toddlers showed more happiness when they actively gave something to others than when they received something themselves. Compared to simply watching someone else share, they were also happier when they were directly involved and gave something themselves. 🥰
A clear pattern emerged: The increased happiness appeared especially when the act of giving benefited another person. When children gave something to themselves, even when prompted, their reactions were much less positive. It also did not matter whether they gave away something that belonged to them or something they had just been given. Both were associated with similar levels of happiness. Importantly, their happiness was not influenced by how enthusiastic the recipient reacted. 💛
These results show that prosocial behaviours such as sharing are closely linked to positive emotions from very early in development and cannot be explained simply by rules or by following instructions. Instead, children seem to experience genuine positive feelings when their actions benefit others. 🎁
A meaningful takeaway for everyday life: When children begin to share, it is not just an important social milestone, it also goes hand in hand with pure joy. 😊
Quelle:
Tan, E., Vondervoort, J. V., Dhaliwal, J., Aknin, L. B., & Hamlin, J. K. (2026). Toddlers are happier giving to others than to themselves. Developmental Science, 29(3), e70171. https://doi.org/10.1111/desc.70171
06/07/2026
Um den Abschluss eines ereignisreichen Semesters zu feiern, waren wir im Team gemeinsam eine leckere Pizza essen. 🍕✨
Ein riesiges Dankeschön geht an all die wunderbaren Familien, die uns auch dieses Semester wieder so tatkräftig bei unserer Forschung unterstützt haben! 🙏 Ohne euch wäre unsere Arbeit bei den Wiener Kinderstudien nicht möglich. 🧡
Auch wenn die Sommerferien nun starten, wird bei uns fleißig weiter geforscht, ganz nach dem Motto „Sommer, Sonne, Studien“! 🌞 Wenn ihr also nach einer spannenden Freizeitaktivität für eure Kinder in den Ferien sucht, meldet euch gerne bei uns an. Den Link findet ihr in unserer Bio. 👶🏻👦🏽🧒🏼
Wir wünschen euch einen tollen und erholsamen Sommer! ⛱️☀️
🔗 https://entw-psy.univie.ac.at/elterninformationen/online-anmeldung/
🍉🌴⛵️
To celebrate the end of an eventful semester, our team enjoyed a delicious pizza together. 🍕✨
A huge thank you to all the wonderful families who once again supported our research so enthusiastically this semester! 🙏 Without you, our work on the Vienna Children’s Studies wouldn’t be possible. 🧡
Even though summer break is now beginning, we’ll continue our research, true to the motto “Summer, Sun, Studies”! 🌞 So if you’re looking for an exciting activity for your children during the break, feel free to sign up with us. You’ll find the link in our bio. 👶🏻👦🏽🧒🏼
We wish you a wonderful and restful summer! ⛱️☀️
🔗 https://entw-psy.univie.ac.at/elterninformationen/online-anmeldung/
30/06/2026
: Draußenspielen fördert die sozial-emotionale Kompetenz von Kindern 🌿🤸♂️😊
Die sozial-emotionale Kompetenz ist ein wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Sie zeigt sich beispielsweise im Umgang mit den eigenen Gefühlen und im emotionalen Ausdruck. 🧡 Ist die sozial-emotionale Kompetenz gering ausgeprägt, kann dies u.a. Konflikte mit Gleichaltrigen, psychische Probleme und Verhaltensprobleme zur Folge haben. Die sozial-emotionale Kompetenz wird auch von der Familie beeinflusst, beispielsweiche durch die Bindung zu Bezugspersonen. Aber auch die Umwelt und Aktivitäten, die draußen stattfinden, spielen eine Rolle. 🌼
Da Kinder Parks und Grünflächen 🍀 besonders zum Spielen nutzen und in früheren Studien Assoziationen zwischen dem Draußenspielen und der psychischen Gesundheit von Kindern festgestellt wurden, sind Forscher*innen aus England der Frage nachgegangen, wie das Draußenspielen mit der sozial-emotionalen Kompetenz von Kindern zusammenhängt. Sie fanden heraus, dass Kinder, die häufiger draußen spielten weniger sozial-emotionale Probleme und stärkeres prosoziales Verhalten, also Verhalten, das anderen zugutekommt, zeigen. Dieser Zusammenhang wurde allerdings nicht für Parkbesuche gefunden. 🧒🤝👧
Diese Studie unterstreicht die Wichtigkeit das Draußenspielen zu fördern, indem sichere und lokale Spielflächen für Kinder geschaffen werden. 🪁🛝
☀️🌳🛴
: Playing outdoors helps children to develop social and emotional skills 🌿🤸♂️😊
Social-emotional competency is an important component of child development. It is reflected in dealing with emotions and emotional expression. 🧡 If social-emotional competence is poorly developed, this can lead to peer conflict, behavioural challenges and mental health problems,. Social-emotional competency is particularly influenced by the family, for example through attachment relationships with caregivers. However, the environment and the activities that take place within these environments also influence social-emotional competency. 🌼
Since children especially use parks and green spaces 🍀 for play, and associations have been found between outdoor play and children’s mental health in previous studies, researchers from England investigated how outdoor play is related to children’s social-emotional competence. The researchers found that children who played outside more frequently showed fewer social-emotional problems and more prosocial behaviour, this is, behaviour that benefits others. However, this association was not found for park visits. 🧒🤝👧
This study highlights the importance of promoting outdoor play by creating safe and local play spaces for children. 🪁🛝
Quelle:
Ferguson, M., Teyhan, A., Lovell, R., Dodd, H., Wheeler, B., & McEachan, R. (2025). The association between park visits, outdoor play and child social-emotional competency in a multi-ethnic, urban cohort. Wellbeing, Space and Society, 9, 100293. https://doi.org/10.1016/j.wss.2025.100293
24/06/2026
Abschluss der Studie “Blickbewegungen von Kindern bei der Kunstbetrachtung”
Mit der Studie „Blickbewegungen von Kindern bei der Kunstbetrachtung“ möchten wir mehr über die Kunstwahrnehmung von Kindern lernen und diese mit der Kunstwahrnehmung von Erwachsenen vergleichen. Dazu luden wir zwischen Oktober 2025 und April 2026 insgesamt 65 Familien ins Institut für Kunstgeschichte ein, um mittels Eyetracker die Blickbewegungen aufzuzeichnen. 👀
Wir zeigten sowohl den Kindern als auch den Erwachsenen auf einem Bildschirm Kunstwerke verschiedener Stile und Epochen und fragten anschließend nach dem Gefallen der Bilder. Zudem wurde mittels Fragebögen das Malverhalten der Kinder und das Kunstwissen und Kunstinteresse der Bezugspersonen erhoben. 🖼️🎨
Nach Abschluss der Studie nutzen nun zwei Masterstudentinnen die Ergebnisse, um ihre Fragestellungen im Rahmen ihrer Masterarbeiten zu untersuchen. Sie analysieren derzeit, ob es einen Unterschied im Blickverhalten von Erwachsenen und Kindern gibt. Da die Kunstbetrachtung bei Kindern bisher kaum untersucht wurde, verspricht die Studie spannende Erkenntnisse, die u.a. für die Gestaltung kindgerechter Museumsausstellungen wichtig sein könnten. 🔎
Wir danken allen Familien, die an der Studie teilgenommen haben! 😊
🖼️🎨👀
Through the study “Children’s eye movements when viewing art”, we aim to learn about children’s perception of art and compare it with that of adults. To this end, between October 2025 and April 2026, we invited 65 families to the Institute of Art History to record their eye movements using an eye-tracking device. 👀
We showed both the children and the adults the artworks of various styles and periods on a screen and then asked them how much they liked the pictures. In addition, questionnaires were used to assess the children’s drawing behaviour and the caregivers’ knowledge of and interest in art. 🖼️🎨
Now that the study has been completed, two students are using the results to investigate their research questions as part of their Master’s theses. They are examining whether there is a difference in the gaze behavior of adults and children, and whether children and adults employ the same strategies when viewing artworks. As children’s art perception has scarcely been researched to date, this study promises to yield fascinating insights that could prove important, for example, in designing museum exhibitions suitable for children. 🔎
We would like to thank all the families who participated! 😊
16/06/2026
: Quality Time mit ihren Bezugspersonen lässt Kinder aufblühen 💛🌻
Vorlesen 📖, gemeinsam Essen 🍽️, Singen 🎶 oder Geschichten erzählen💬, diese kleinen Alltagsmomente können für Kinder wertvolle Quality Time mit ihren Bezugspersonen sein.
Eine breit angelegte Studie mit über 17.000 Kindern im Alter von 1 bis 5 Jahren untersuchte, wie diese gemeinsamen Momente mit dem sogenannten Flourishing bei Kindern zusammenhängen. Damit ist gemeint, wie gut Kinder in Bereichen wie Neugier, Bindung zu ihren Bezugspersonen, Widerstandsfähigkeit und Lebensfreude gedeihen.🌷
Nach der Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren zeigte sich vor allem ein Zusammenhang zwischen regelmäßigem Singen 🎶 und Geschichten erzählen 💬 und dem Flourishing von Kindern. Dies könnte unter anderem in der Natur dieser Interaktionen liegen, da sie häufig mit bewusster Aufmerksamkeit der Bezugspersonen verbunden sind. Solche Momente schaffen Nähe, regen Fantasie und Kreativität an und laden Kinder dazu ein, zuzuhören, mitzumachen und gemeinsam Gefühle zu erleben. 🧡
Das bedeutet jedoch nicht, dass Eltern ein perfektes Programm bieten müssen. Vielmehr zeigt die Studie, wie wertvoll kleine bewusste Momente im Alltag sein können, etwa eine frei erfundene Geschichte auf dem Weg in die Kita oder ein Schlaflied am Abend. 🫶✨
Mit zunehmendem Alter werden Kinder immer selbständiger und gemeinsame Momente mit Bezugspersonen verändern sich oft ganz automatisch. Die Studie erinnert uns jedoch daran, dass Quality Time auch beim Heranwachsen der Kinder eine wichtige Ressource bleibt und die positive Entwicklung fördert. 🤗
🌸🦋🌼
: Quality time with their caregivers helps children flourish 💛🌻
Reading 📖, eating together 🍽️, singing 🎶 or storytelling 💬, these small everyday moments with their caregivers can be valuable quality time for children.
A large-scale study involving over 17.000 children aged 1 to 5 examined how these shared moments are linked so-called „flourishing” in children. This refers to how much children thrive in areas such as curiosity, attachment to their caregivers, resilience, and contentment with life.🌷
After considering various influencing factors, a strong connection was found between regular singing 🎶 and storytelling 💬 and children’s flourishing. This may partly be due to the nature of these interactions, as they often involve the caregiver’s conscious attention. Such moments foster closeness, stimulate imagination and creativity, encourage children to listen, participate and share emotions together. 🧡
However, this does not mean that parents must provide a perfect program. Rather, the study shows how valuable small, mindful moments in everyday life can be, such as a made-up story on the way to daycare or a lullaby in the evening. 🫶✨
As children grow older, they become increasingly independent and the moments they share with their caregivers often change quite naturally. However, the study reminds us that quality time remains an important resource even as children grow up and helps them thrive. 🤗
Quelle:
Waters, K. A., Salinas-Miranda, A., & Kirby, R. S. (2023). The association between parent-child quality time and children's flourishing level. Journal of Pediatric Nursing, 73, e187-e196.