28/11/2023
Diese Woche folgt Runde 3 der Best Practices aus dem Lehrberuf Dachdecker_in mit erprobten Praktiken von Dachdeckerei Josef Stöhr – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
Digitale Tools im Betrieb
Um sich über die richtige Verwendung neuer Materialien und Werkzeuge zu informieren, werden bei Josef Stöhr oft digitale Tools verwendet. Bevor beispielsweise ein neuer Flüssigkunststoff oder neue Fensterarten, Dübel oder Fräsen in Verwendung genommen werden, werden oft online abrufbare Herstellervideos, Anleitungen oder Praxistests in der Gruppe angesehen. Manchmal werden die Internet-Links geteilt, um die Informationen auf den Handys oder Tablets griffbereit auf der Baustelle zu haben. Dieses geteilte Wissen führt laut Josef Stöhr zu mehr Sicherheit und Effizienz auf der Baustelle. Zusätzlich werden anstelle von traditionellen Handbüchern von Herstellern bereitgestellte Apps verwendet. Neben diesen Apps wird bei Josef Stöhr auch mit sozialen Netzwerken gearbeitet. Hier wird darauf geachtet, dass der Datenschutz und ein höflicher, respektvoller Umgang in der Gruppe bewahrt werden. Dadurch kommt es laut Josef Stöhr seltener zu Problemen oder Konflikten innerhalb des Teams.
„Gerade Lehrlinge, die mit Handy und Apps aufgewachsen sind, können hier oft viel schneller als ihre älteren Kolleg_innen die richtigen Wege finden und Lösungen präsentieren. Solche Aktionen steigern auch den Selbstwert der jüngsten Mitarbeiter_innen.“
Willst du mehr wissen? Nächste Woche folgen wieder Updates in Kurzform direkt aus dem , dann mit Best-Practice-Beispielen aus dem Ausbildungsleitfaden Steinmetz_in und Steinmetztechnik
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Hol dir deinen eigenen (Link in Bio), du findest viele Best Practices und Infos zur Ausbildung von Lehrlingen aus unterschiedlichen Branchen und mehr als 30 Lehrberufen. Hast du Feedback für uns oder willst deine eigenen Tipps beitragen? Wir freuen uns auf deine Nachricht und deinen Kommentar.
21/11/2023
Neue Woche, neue Best Practices von Dachdecker_innen. Dieses Mal von der Peter GmbH, der Ing. Gunter Rusch GmbH und der Wolfgang Ebner GmbH – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
„Mir ist es wichtig, dass die Lehrlinge nach meiner Erklärung von Anfang an selbst Dinge ausprobieren können. Dabei dürfen sie natürlich auch Fehler machen, aus diesen lernt man nämlich am meisten.“ René Maissen, Lehrlingsausbilder, Peter GmbH
„Wir wollen, dass unsere Lehrlinge alles miterleben. Auch auf Baustellen im Ausland binden wir sie wie gewohnt als unsere Kolleg_innen mit ein.“ Tobias Sutterlüty, Geschäftsführer und Lehrlingsausbilder, Ing. Gunter Rusch GmbH
„Uns ist es sehr wichtig, dass unsre Lehrlinge die Abläufe und Arbeitsschritte auf der Baustelle kennen und die zu erledigenden Arbeiten sehen. Hier schulen und erziehen wir sie von Anfang an zum selbständigen Mitdenken und fragen nach, welche Schritte ihrer Meinung nach als nächstes kommen und was sie davon abhängig bereits vorbereiten können.“ Matthias Ebner, Geschäftsführer, Wolfgang Ebner GmbH, Lehrlingswart Salzburg
Willst du mehr wissen? Nächste Woche folgen wieder Updates in Kurzform direkt aus dem , dann von Dachdeckerei Josef Stöhr
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14/11/2023
Wir starten diese Woche mit Best Practices aus dem Ausbildungsleitfaden für Dachdecker_innen: Die Hannes Wieser Spenglerei und Dachdeckerei teilt, welche Bedeutung die Teilnahme an Wettbewerben für Lehrlinge und das Unternehmen hat – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
Die Bedeutung von Lehrlingswettbewerben
Nachdem Geschäftsführer Hannes Wieser während seiner Ausbildung selbst an zahlreichen Lehrlingswettbewerben teilgenommen hat, die ihn bis zur Weltmeisterschaft geführt haben, möchte er diese Möglichkeit auch seinen Lehrlingen bieten. So haben es zwei seiner Lehrlinge zum Bundeslehrlingswettbewerb der Dachdecker und Spengler geschafft, nachdem sie beim Landeswettbewerb die Plätze eins und zwei (Spengler) und zwei (Dachdecker) erreicht haben.
„Natürlich sind solche Wettbewerbe für ein Sechs-Mann-Unternehmen eine große Herausforderung, da wir eigentlich heute Kundenaufträge erfüllen müssten, statt zu dritt beim Wettbewerb zu sein. Andererseits weiß ich aus eigener Erfahrung, wie lehrreich und motivationsfördernd die Teilnahme an einem Wettbewerb ist, weshalb ich diese Erfahrung meinen Lehrlingen einfach nicht vorenthalten möchte.“ Hannes Wieser, Geschäftsführer, Hannes Wieser Spenglerei und Dachdeckerei
Willst du mehr wissen? Nächste Woche gibts Updates vom mit Zitaten von Ausbilder_innen, was in der Ausbildung wirklich wichtig ist
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07/11/2023
Diese Woche folgt Runde 3 der Best Practices aus dem Lehrberuf Tierpfleger_in mit erprobten Praktiken von der Tierklinik Stadlau und dem Wildpark Feldkirch – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
Die Latte hoch legen
„Unter Umständen kann man die Latte bewusst hoch legen. Die Lehrlinge werden Fehler machen. Das ist in Ordnung, solange sie daraus lernen und sie beim nächsten Mal nicht wieder-holen.“
Mag.med.vet., GPcert SAS Volker Harra, Vorstand der Tierklinik Stadlau
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Austausch und Kooperation
Der Wildpark Feldkirch kooperiert mit einer Tierarztpraxis und strebt weiteren Austausch in ganz Österreich an, um den Lehrlingen Ausbildungsinhalte aus anderen Bereichen der Tierpflege besser vermitteln zu können. Der Praxisplatz beim Tierarzt gibt den Lehrlingen die Möglichkeit, Dinge zu lernen, die im Wildpark nicht umsetzbar sind. Im Gegenzug können die Lehrlinge der Tierarztpraxis ihre Kompetenzen im Umgang mit Wildtieren erweitern.
Willst du mehr wissen? Nächste Woche folgen wieder Updates in Kurzform direkt aus dem , dann mit Best-Practice-Beispielen aus dem Ausbildungsleitfaden Dachdecker_in
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31/10/2023
Neue Woche, neue Best Practices: Dieses Mal vom Institute of Science and Technology (IST) Austria und dem Tiergarten Schönbrunn – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
Wochenrückblicks-Formulare
Jeden Freitag erstellen die Lehrlinge des IST Austria einen Wochenreport. Dieser ist von Qualität Lehre downloadbar und wird einmal im Monat mit den zuständigen Ausbilder_innen besprochen. Auch besonders positiv in Erinnerung gebliebene Ereignisse werden im Zuge dessen verschriftlicht und besprochen. Bei den halbjährigen Feedbackgesprächen werden die Wochenrückblicks¬Formulare dann gesammelt und abgegeben. Das ermöglicht den Überblick und eine Reflexion über die gelernten Inhalte über die Lehrzeit hinweg.
Futtertiere
„Gerade beim Töten der Futtertiere ist es wichtig, den Lehrlingen von Anfang an bewusst zu machen, was auf sie zukommt, und sie langsam durch Begleitung der Kolleginnen, Kollegen und Tierärztinnen sowie Tierärzte darauf vorzubereiten.“
Ramon Messinger, Lehrlingsausbilder und Berufsschullehrer im Tiergarten Schönbrunn
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24/10/2023
Wir starten diese Woche mit Best Practices aus dem Ausbildungsleitfaden Tierpfleger_in. Den Beginn machen der Alpenzoo Innsbruck und der Tierschutzverein Villach – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
Lehrlinge sind Mitarbeiter_innen
„Ein Betrieb ist wie ein Uhrwerk. Jedes Zahnrad ist wichtig. Deswegen werden unsere Lehrlinge bei Ideenfindungen und Entscheidungsprozessen wie reguläre Mitarbeiter*innen behandelt.“
Dr. André Stadler, Direktor des Alpenzoos Innsbruck – Tirol
Lehrlingsmarketing
„Unser Lehrling ist das beste Marketing für zukünftige Lehrlinge.“
Jorge Montiel, Lehrlingsausbilder beim Kärntner Tierschutzverein Villach
Willst du mehr wissen? Die Details findest du im Ausbildungsleitfaden und nächste Woche folgen wieder Updates in Kurzform direkt aus dem , dann vom Institute of Science and Technology (IST) Austria und dem Landeskompetenzzentrum Mensch-Tier
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17/10/2023
Diese Woche folgt Runde 3 der Best Practices aus dem Lehrberuf Fahradmechatronik mit erprobten Praktiken von Bike+More, Bergspezl und Jasmine Willibald, einer der Initiator_innen des Lehrberufs Fahrradmechatronik – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
Fahrrad + Fachkraft
„Wir brauchen mehr denn je Fachpersonal im Bereich Fahrradmechatronik, weil das Fahrrad an sich und E-Bikes nicht mehr wegzudenken sind. Deshalb ist es wichtig, Lehrlinge in diesem Bereich auszubilden.“
Ellen Juraczka, Geschäftsführerin von Bike+More
Lehrlingssuche über das AMS, Willhaben und Co.
„Der erste Eindruck hat uns gleich gezeigt, dass er zu uns passen könnte. Er hat ein sehr höfliches und freundliches Auftreten. Da auch in der Werkstatt Kund_innenkontakt erfolgt, ist das für uns sehr wichtig. Auch wenn die Sprache vor allem im Distance Learning eine Herausforderung darstellt, sind wir sehr zufrieden und gehen Herausforderungen gemeinsam an.“ Mag. Stefan Scherholz, Geschäftsführer bei Bergspezl
Auf den Lehrbetrieb aufmerksam machen
„Um auf den Lehrbetrieb aufmerksam zu machen, versuchen wir alle Ressourcen zu nutzen, die uns zur Verfügung stehen! Das muss oft nicht einmal mit Kosten verbunden sein. Zum Beispiel weisen wir auch auf unseren Kassabons darauf hin, dass wir Lehrlinge suchen.“
Jasmine Willibald, Radwerkstatt Bernd Willibald, Lehrlingsausbilderin und eine der Initiator_innen des Lehrberufs Fahrradmechatronik
Weitere Best Practices aus dem Lehrberuf Fahrradmechatronik gibts im , zB von der KTM Fahrrad GmbH und Sportradl – Werner Samhaber
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10/10/2023
Neue Woche, neue Best Practices: Dieses Mal von United in Cycling und der Berufsschule Mattighofen – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
Nachhaltigkeit im Lehrbetrieb
„Radfahren und Reparieren sind nachhaltig und klimaschonend. Auch in unserem Café werden nur Bio-Produkte verwendet. Nachhaltigkeit ist Teil unserer Firmenphilosophie.“
Sebastian Ries, Teamleitung Fahrradmechaniker bei United in Cycling
Nachhaltigkeit wird bei United in Cycling großgeschrieben! Dafür achten die Mitarbeiter_innen nicht nur auf die korrekte Mülltrennung, sondern es wird vor allem versucht, Abfall so weit wie möglich zu vermeiden. Beim Ausbau von Komponenten nehmen sich die Mitarbeiter_innen Zeit, um zu prüfen, ob Teile davon noch einmal wiederverwendet werden können, bevor sie entsorgt werden. Bei den Bestellungen von neuen Teilen werden vorrangig Werkstattverpackungen bestellt, um Einzelverpackungen zu vermeiden und damit Abfall zu reduzieren. United in Cycling hat auch ein Repertoire an Second-Hand-Laufrädern und gebrauchten Komponenten. Im Laufe der Reparaturannahme wird bei Bedarf das Angebot den Kund_innen unterbreitet.
das Fahrrad - mehr als nur ein Beruf
„Das Fahrrad ist nicht nur Beruf, es ist eine Berufung. Es ist ein Hobby, eine Leidenschaft – wenn dieser Funke zu den Lehrlingen überspringt, macht die Ausbildung großen Spaß.“ Fachtheorielehrer Markus Höllersdorfer, Berufsschule Mattighofen
Weitere Best-Practices aus dem Lehrberuf Fahrradmechatronik gibts im , zB von Sport Rainer Rainer und der Popaflo GmbH
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03/10/2023
Wir starten diese Woche mit Best Practices aus dem Ausbildungsleitfaden Fahrradmechatronik. Den Beginn machen die Tiroler Fachberufsschule für Wirtschaft und Technik Kufstein-Rotholz und Hervis – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
Umgang mit den Lehrlingen – Weniger ist oft mehr
„Die Schüler_innen sollen nach einem langen, anstrengenden Tag zuerst nach Hause kommen, etwas Gutes essen und die Möglichkeit haben, sich auszuruhen. Danach erst sollen sie sich auf den nächsten Tag vorbereiten.“
Gerhard Rinnergschwentner, MA, Direktor der Tiroler Fachberufsschule für Wirtschaft und Technik Kufstein-Rotholz
In der Tiroler Fachberufsschule für Wirtschaft und Technik Kufstein-Rotholz wird die ausgewogene Balance zwischen fachlich fundiertem, kompetenzorientiertem Unterricht und Erholung in der Freizeit großgeschrieben, indem unter anderem auf Hausübungen verzichtet wird und die Wichtigkeit von Ruhephasen nach langen Tagen in der Berufsschule betont wird
Blended Learning
„Die beste Art und Weise zu lernen ist für mich als Wirtschaftspädagogin ein Blended-Learning-System. Auch bei Hervis leben wir den Ansatz, Präsenz- und Online-Learning zu verbinden. Das spricht auch die Jugendlichen am meisten an, weil sie die Kurse auch zwischendurch am Smartphone machen können.“
Katrin Etzer, MA BSc, Lehrlingsverantwortliche bei Hervis
Weitere Best Practices aus dem Lehrberuf Fahrradmechatronik gibts im , zB „Schulungen und Weiterbildungen“ bei 2 Rad Hummel
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26/09/2023
Diese Woche folgt Runde 3 der Best-Practices aus dem Bereich Tapezieren und Dekorieren: Erprobte Praktiken aus dem Gewerbebetrieb Klaus Ingo Putz und von der Tapezierer Brandner GmbH – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
„Man hat nie ausgelernt, es wird immer etwas Neues auf dem Markt geben. Ausbilder_innen und andere Fachkräfte sollten sich immer auf neue Entwicklungen einlassen und vielseitig sein.“
Klaus Ingo Putz, Inhaber und Ausbilder, Gewerbebetrieb Klaus Ingo Putz
Zeit nehmen für das Schnuppern
„Wir fragen sie nach dem Schnuppern immer, ob sie sich das wirklich vorstellen können. Wir wollen niemanden nehmen, der nur irgendeinen Ausbildungsplatz sucht. Unser Ziel ist, die Lehrlinge auszubilden und sie dann auch bei uns im Betrieb zu behalten.“
Doris Brandner, Ausbilderin und Inhaberin, Tapezierer Brandner GmbH
Eine Lehre bei der Tapezierer Brandner GmbH zu beginnen, setzt stets ein Schnupperpraktikum voraus. Dies hat zum Ziel, die Eignung und das Interesse der Bewerber_innen herauszufinden. Der Umfang der Schnuppertage wird individuell vereinbart und beträgt zwischen einer und vier Wochen. Wichtig ist Doris Brandner, Inhaberin und Ausbilderin, dass die Bewerber_innen das Berufsbild sowie die Schwerpunkte des Betriebs – Polstermöbel, Vorhänge, Mal- und Tapezierarbeiten sowie Sonnenschutzanlagen – kennenlernen. Doris Brandner zielt bei der Auswahl der Lehrlinge darauf ab, nur jene einzustellen, die zum Team und zu den Schwerpunkten passen, damit sie möglichst lange im Unternehmen bleiben. Kriterien für eine Lehre bei Tapezierer Brandner sind handwerkliches Geschick sowie grundlegende Vorerfahrungen im Nähen und Handwerken. Doris Brandner bevorzugt Lehrlinge, die zu Beginn der Lehre bereits selbstständig und zielstrebig sind. Darüber hinaus ist ihr wichtig, dass sich die Lehrlinge gut ins Team integrieren können, da sich die Mitarbeiter_innen absprechen und einander ergänzen müssen. Schließlich legt die Ausbilderin Wert auf einen freundlichen und höflichen Umgangston.
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19/09/2023
Neue Woche, neue Best-Practices: Dieses Mal von der SCHMIDT Raumausstattung GmbH und Markus Kirchmayr, Tapeziererhandwerk und Raumausstattung – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
Schulung aller Mitarbeiter_innen
David Schmidt, Tapezierermeister und Verantwortlicher für die Lehrlinge in der SCHMIDT Raumausstattung GmbH, empfiehlt Betrieben, über die Ausbilder_innen hinaus auch die anderen Fachkräfte im Umgang mit Lehrlingen zu schulen. Gerade in der Branche der Tapezierer_innen und Dekorateur_innen kommt es häufig vor, dass Lehrlinge nicht nur von den Ausbilder_innen angelernt werden, sondern auch die anderen Fachkräfte diese im Arbeitsalltag begleiten. Aus diesem Grund nehmen alle Mitarbeiter_innen regelmäßig an Seminaren zu den Themen Lehrlingsausbildung und Mitarbeiter_innenführung teil, in denen sie sich unter anderem didaktisch-methodische Grundlagen erarbeiten
Näharbeiten von Hand
„Wenn etwas nicht funktioniert, wird es einfach nochmal geöffnet und weiter versucht, bis es klappt“ erzählt Markus Kirchmayr, Ausbilder und Geschäftsführer von Markus Kirchmayr – Tapeziererhandwerk und Raumausstattung. Das Team des Betriebs wendet verschiedene Methoden an, um die Lehrlinge an Handnäharbeiten heranzuführen. Als Erstes erhalten sie Musterstoffe, um den verzogenen Hinterstich zu üben. Dem Ausbilder Markus Kirchmayr ist dabei wichtig, den Lehrlingen viel Zeit zum „Trainieren“ zu geben und immer wieder mit ihnen in Kommunikation zu treten. Er fragt die Lehrlinge zwischendurch, wie es ihnen mit der Tätigkeit geht und wobei sie noch Unterstützung benötigen. Gerade am Anfang gibt er ihnen Feedback zu Details wie der Handhaltung, der Nährichtung und der sauberen Durchführung, damit sie diese von Anfang an richtig lernen. Nach einem halben Jahr unterstützen die Lehrlinge bei kleineren Kund_innenaufträgen, wie zum Beispiel dem Vernähen von Spannteilen. Dafür heftet eine Fachkraft den Spannstoff mit Stecknadeln aus, bevor die Lehrlinge ihn händisch nachnähen. Dies ist ein Learning-by-Doing-Prozess: Wenn es beim ersten Mal nicht ordentlich wird, trennen die Lehrlinge die Naht wieder vorsichtig auf, um ihren nächsten Versuch zu starten. Dies machen sie so lange, bis die Naht sauber aussieht
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12/09/2023
Wir starten diese Woche mit Best-Practice-Beispielen aus dem Ausbildungsleitfaden Tapezieren und Dekorieren. Den Beginn machen RTR Raumdesign Tapezierer Meister Rautz und die G & M Polsterwerkstätten Gitterle und Miller GmbH – bitte zurücklehnen und inspirieren lassen
Maßnahmen zur Nachhaltigkeit
„‚Aus alt mach neu‘ ist unser Job“, meint Jennifer Hall, Lehrabsolventin bei RTR Raumdesign Tapezierermeister Rautz.
Das Thema Nachhaltigkeit ist im Unternehmen durch das tägliche Upcycling von Polstermöbeln und die Reparaturen an Sonnenschutzanlagen eine Selbstverständlichkeit. Ausbilder Christoph Rautz findet regelmäßig kreative Lösungsansätze, um Gegenstände zu reparieren, statt sie wegzuwerfen. Darüber hinaus leben alle Fachkräfte den Lehrlingen die richtige Mülltrennung und einen schonenden Umgang mit Ressourcen vor. Das Unternehmen achtet mittlerweile vermehrt auf nachhaltige Stoffe aus recycelten Materialien, wie zum Beispiel PET-Flaschen, und thematisiert dies auch mit den Lehrlingen. Aber nicht nur im Betrieb erarbeiten sie sich das Thema Nachhaltigkeit: In der Berufsschule Völkermarkt findet ein Projekt statt, das sich in zwölf Umweltbereiche aufgliedert, unter anderem Luft, Erde und Wasser. Ziel ist es, ein informatives Moodboard zu erstellen und den anderen Gruppen zu präsentieren
Farben passend zusammenstellen
„Ich versuche, es möglichst im praktischen Zusammenhang zu vermitteln. Am meisten bleibt etwas in der praktischen Erfahrung hängen“, weiß Josef Miller, Ausbilder und geschäftsführender Inhaber der G & M Polsterwerkstätten Gitterle und Miller GmbH.
Farben passend zusammenzustellen und Kund_innen beraten zu können ist ein langer Prozess und beinhaltet letztendlich eine Kombination aus Grundregeln, Trends und dem eigenen Geschmack. Als Starthilfe gibt der Ausbilder Josef Miller den Lehrlingen ein betriebsinternes Raster mit, bestehend aus Grundfarbtönen und verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten. Bereits im ersten Jahr üben die Lehrlinge das Zusammenstellen von Farben für ihre Koje in der Lehrabschlussprüfung. Dafür setzt sich Ausbilder Josef Miller mit ihnen zusammen, bespricht die Ideen der Lehrlinge zur farblichen Gestaltung und gibt ihnen Feedback. Josef Miller vermittelt die Farbenlehre vor allem durch praktische Erfahrung und begründet bei neuen Aufträgen, warum er sich für bestimmte Farbkombinationen entschieden hat. Der Ausbilder ist der Meinung, dass die Lehrlinge Themenkomplexe besser verstehen, wenn diese im praktischen Zusammenhang stehen und mit den Sinnen erfahrbar gemacht werden
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titel RTR Raumdesign Rautz