12/04/2023
-Frage A1. (1 Pkt) Welche der folgenden Aussagen zu den historischen Grundlagen der Psychologie ist/sind korrekt?
➊ F William Wundt fuhrte experimentalpsychologische Untersuchungen durch ¨
und verwendete dabei die Methode der Introspektion.
➋ F Max Wertheimer stellte als Vertreter des Strukturalismus’ die Annahme
auf, eine Erfahrung sei mehr als die Summe aller Teilerfahrungen.
➌ R In der psychologischen Forschung William James‘ wurden Emotionen berucksichtigt. ¨
➍ R Edward Titchener und der Strukturalismus wurden unter anderem wegen
der unzuverl¨assigen Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse der Introspektion
kritisiert.
Beispielfragen / Aufnahmeprufung Bachelor Psychologie 27.08.2019 ¨ 3
Frage A2. (1 Pkt) Wie hoch ist ca. das Ruhepotential einer Nervenzelle?
➊ F -55 mV
➋ F + 70 mV
➌ R - 70 mV
➍ F + 55 mV
Frage A3. (1 Pkt) Welche der folgenden Aussagen zu Verst¨arkerpl¨anen und
deren Effizienz ist/sind richtig?
➊ R Reaktionen, die unter partieller Verst¨arkung erworben wurden, sind l¨oschungsresistenter als Reaktionen, die unter kontinuierlichen Verst¨arkerpl¨anen
erworben wurden.
➋ R Variable Intervallpl¨ane produzieren eine m¨aßige, aber sehr stabile Verhaltensrate.
➌ F Fixierte Intervallpl¨ane produzieren die h¨ochste Reaktionsrate und den
h¨ochsten L¨oschungswiderstand.
➍ F Die Reaktionsraten unter fixierten Quotenpl¨ane formen ein Bogenmuster.
Frage A4. (1 Pkt) Welche/s der folgenden Merkmale ist/sind (eine) Facette/n
von Weisheit?
➊ F Reichhaltiger Wortschatz
➋ R Reichhaltiges prozedurales Wissen
➌ F Emotionale Intelligenz
➍ R Kontextualit¨at uber die Lebensspanne ¨
Frage A5. (1 Pkt) Welche der folgenden Zuordnungen bezuglich Intelligenztheo- ¨
rien von Forschern ist/sind richtig?
➊ F Gardner → g-Faktor
➋ R Mayer et al. → emotionale Intelligenz
➌ R Sternberg → triarchische Intelligenztheorie
➍ F Spearman → kristalline und fluide Intelligenz
Beispielfragen / Aufnahmeprufung Bachelor Psychologie 27.08.2019 ¨ 4
Frage A6. (1 Pkt) Im Folgenden sind die Ergebnisse einer Studie graphisch
dargestellt (Anzahl der Fehler pro Person; es wurden mindestens 2, maximal 5 Fehler
gemacht). Welche der folgenden Aussagen ist/sind aufgrund der Daten korrekt?
➊ R Das arithmetische Mittel der Kontrollgruppe ist gleich hoch wie das der
Experimentalgruppe.
➋ R Die Kontrollgruppe und die Experimentalgruppe haben die gleiche Spannweite.
➌ R In Summe haben an dieser Studie 20 Personen teilgenommen.
➍ F Der Modalwert der Experimental- ist kleiner als der der Kontrollgruppe.
Frage A7. (1 Pkt) Engelhardt und Kollegen (2011) untersuchten die Auswirkungen von gewaltt¨atigen Videospielen bei Collegestudierenden. Zu welchen/m Ergebnis/sen kamen sie?
➊ F Versuchspersonen, die gewaltt¨atige Videospiele gespielt hatten, zeigten extremere P3-Reaktionen.
➋ R Die gewaltt¨atigen Videospiele fuhrten dazu, dass die Versuchspersonen ge- ¨
genuber gewaltt ¨ ¨atigen Bildern desensibilisiert wurden.
➌ F Versuchspersonen, die sowohl gewaltt¨atige Videospiele spielten und gewaltt¨atige Bilder betrachteten, zeigten anschließend aggressiveres Verhalten als
Personen, die nur gewaltt¨atige Videospiele spielten.
➍ R Versuchspersonen mit der st¨arksten Desensibilisierung der Gehirnaktivit¨at
verhielten sich einem Gegner gegenuber am aggressivsten, indem sie l ¨ ¨angere
und lautere Ger¨ausche ausw¨ahlten.
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Frage A8. (1 Pkt) Ein Kind nimmt seinem Sitznachbarn in der Schule st¨andig
die Stifte weg. Welche der folgenden Reaktionen passt/passen zu den zugewiesenen
Begriffen des operanten Konditionierens?
➊ F Jedes Mal, wenn das Kind das unerwunschte Verhalten zeigt, muss es zur ¨
Strafe am Ende des Tages nachsitzen → Bestrafung 2. Art, negative Bestrafung.
➋ F Dem Kind wird mitgeteilt, dass es an jedem Tag, an dem es das unerwunsch- ¨
te Verhalten unterl¨asst, weniger von den ungeliebten Hausaufgaben machen
muss → Bestrafung 1. Art, positive Bestrafung.
➌ R An jedem Tag, an dem das Kind das unerwunschte Verhalten nicht zeigt, ¨
wird es vom Lehrer gelobt → positive Verst¨arkung.
➍ F Das Kind unterl¨asst das unerwunschte Verhalten und sein Sitznachbar hilft ¨
ihm dafur bei den Hausaufgaben ¨ → negative Verst¨arkung.
Frage A9. (1 Pkt) Wer grundete in welchem Jahr und an welchem Ort das erste ¨
psychologische Laboratorium?
➊ F William James 1879 an der Cornell University
➋ F Wilhelm Wundt 1893 an der Freien Universit¨at Wien
➌ F William James 1883 in New York
➍ R Wilhelm Wundt 1879 in Leipzig
Beispielfragen / Aufnahmeprufung Bachelor Psychologie 27.08.2019 ¨ 6
Frage A10. (1 Pkt) Angenommen, die H¨alfte einer Schulklasse lernt Vokabeln
im Klassenzimmer, die andere H¨alfte lernt die Vokabeln im Garten. Im Anschluss
daran werden die Vokabeln sowohl im Garten als auch im Klassenzimmer abgepruft. ¨
Welche/s der unten dargestellten Ergebnisse w¨are laut der Theorie der Enkodierspezifit¨at zu erwarten?
➊
F
➋
R
➌
F
➍
F
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Beispielfragen zu Prufungsteil B: Methodik ¨
Frage B1. (2,5 Pkt) Vier Fragen k¨onnen jeweils mit 1=stimme zu, 2=keine
Meinung, 3=stimme nicht zu beantwortet werden. Welche der folgenden Aussagen
ist/sind fur die erhobenen Daten A zutreffend? ¨
A = {(1; 1; 2; 1)(2; 1; 3; 1)(3; 2; 1; 1)(1; 1; 3; 3)(2; 1; 3; 1)}
➊ R Frage 4 erhielt gleich viele Zustimmungen wie Frage 2.
➋ F Stimme nicht zu war die seltenste Antwort.
➌ R Die wenigsten Zustimmungen gab es bei Frage 3.
➍ F Frage 2 erhielt mehr Antworten als Frage 3.
Frage B2. (2,5 Pkt) Eine ”
Dummy-Codierung“ ist eine Null-Eins-Codierung kategorialer Variablen. Jede Merkmalsauspr¨agung wird dabei gesondert nach ”
vorhanden = 1 “ ”
nicht vorhanden = 0 “ beurteilt. Nehmen Sie an, Sie haben eine Variable
mit drei Stufen, z.B. Religion (r¨omisch-katholisch, Islam, ohne Bekenntnis). Welche
Kodierung wurde eine Person erhalten, f ¨ ur die ¨
”
ohne Bekenntnis“ zutrifft?
➊ F 1 1 0
➋ F 0 0 0
➌ R 0 0 1
➍ F 1 0 0
Frage B3. (2,5 Pkt) Ein Merkmal ist eine Eigenschaft, die zur Beschreibung
von Objekten dienen kann. Eine Merkmalsauspr¨agung ist der Wert, den ein Merkmal annehmen kann. Nehmen Sie an, man m¨ochte Euro-Munzen beschreiben. Bei ¨
welcher der nachstehenden Angaben handelt es sich um eine Merkmalsauspr¨agung?
➊ F Material
➋ F Durchmesser
➌ R 1 Gramm
➍ R 10 Cent
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Frage B4. (2,5 Pkt) Nehmen Sie an, bei einer Lotterie gibt es 100 farbige Lose
(36 grune, 25 blaue, 22 gelbe, 17 rote). Aus diesen 100 Losen wird per Zufall ein Los ¨
gezogen. Die Farbe dieses Loses wird notiert und das Los wird wieder zuruckgelegt ¨
und erneut gemischt. Diese Ziehung passiert insgesamt 5mal. Wenn man sich nach
der Ziehung die Farben der 5 Lose ansieht, welche der folgenden Farbverteilungen
ist dann am wahrscheinlichsten? (1. Farbe aus erster Ziehung, 2. Farbe aus zweiter
Ziehung, etc.)
➊ R Grun-Gr ¨ un-Gr ¨ un-Gr ¨ un-Gr ¨ un¨
➋ F Gelb-Gelb-Gelb-Gelb-Gelb
➌ F Grun-Blau-Gelb-Rot-Gr ¨ un¨
➍ F Blau-Grun-Rot-Gelb-Gelb ¨
Frage B5. (2,5 Pkt) Die folgende Abbildung gibt die Entwicklung der durchschnittlichen Lebenserwartung von weißen und farbigen Frauen in den USA wieder.
Welche der folgenden Aussagen l¨asst/lassen sich aus dieser Abbildung ableiten?
➊ R Im Vergleich 1920 zu 1990 ist die Lebenserwartung von Frauen um ca. 25
Jahre gestiegen.
➋ R Die Lebenserwartung farbiger Frauen ist in den letzten 30 Jahren weniger
gestiegen als in den Jahren 1920 bis 1950.
➌ F Farbige Frauen haben seit Jahrzehnten eine h¨ohere Lebenserwartung als
weiße Frauen.
➍ F Die h¨ohere Lebenserwartung weißer Frauen ist durch einen h¨oheren Wohlstand erkl¨arbar.
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