24/08/2023
oh ja - das teilen wir gern - Susanne Mierau bringt es gut auf den Punkt, worum es uns geht: Liebevoll die Führung in der Familie übernehmen, Sicherheit geben, die Struktur halten, "vorgehen" UND das liebevoll, zugewandt, respektvoll und empathisch. Wo auch ein ausgesprochenes "Nein" nicht streng, laut oder gewaltig oder gar mit Strafen verbunden ist.
Wie soll das gehen: Liebevoll, respektvoll, friedlich mit dem Kind leben UND GLEICHZEITIG Sicherheit ausstrahlen und den Weg vorgeben? Das erscheinen uns oft gegenteilige Ansätze im Begleiten von Kindern.
Denn oft haben wir nur eine Seite kennengelernt. Geht das wirklich zusammen? Eigentlich kann man sagen: Ja, gerade zusammen geht das. Natürlich kann Autorität eingefordert werden durch Druck und Macht: Wir können, weil wir stärker sind, über mehr Mittel verfügen, den Ton angeben. Wir können Kinder (und andere Menschen) dazu bringen, dass sie sich nach uns richten durch Macht.
ABER, wir können auch eine Autorität sein für unsere Kinder (und andere) durch Vorbildverhalten, Empathie, Charisma. Und ja, das funktioniert: Studien haben sogar gezeigt, dass Kinder, die respektvoll aufwachsen mit einem sensiblen, toleranten Umgang zwischen Eltern und Kindern, den elterlichen Vorgaben eher nachkommen.
Wir können - nein, eigentlich sollten wir sogar - unsere Kinder respektvoll und demokratisch an unserem gemeinsamen Leben teilhaben lassen und gleichzeitig können wir dann Führung übernehmen, wenn es notwendig ist. Und das können wir auch sprachlich ausdrücken: Wir können nach der Meinung fragen, können gemeinsam abwägen. Und manchmal hat das Kind gute Argumente. Und manchmal wir selbst. Und genau das können wir erklären: Dieses Mal machen wir das auf meine Art und Weise, weil… Und ja, vielleicht findet das Kind das gerade auch nicht toll. Und auch hier übernehmen wir dann wieder Verantwortung und Sicherheit: Du darfst das doof finden, dennoch machen wir es diesmal so. - Und beim nächsten Mal suchen wir wieder ehrlich gemeinsam einen Weg, wenn die Option besteht, dass das Kind sich mit einem guten Vorschlag in die Entscheidungsfindung einbringen kann (natürlich ist es wenig hilfreich, das Kind immer zu fragen und dann doch den eigenen Weg zu nehmen. Gefragt werden kann dann, wenn das Kind eine ernsthafte Chance hat).
—
Zitat aus „Frei und unverbogen“
Überall im Buchhandel, bei Amazon, Buch7 und hier bei uns im Shop:
https://geborgen-wachsen.de/produkt/buch-frei-und-unverbogen/