18/05/2026
Kinder mit Legasthenie brauchen Hilfe vom Staat!
Kinder mit Legasthenie (Lese-Rechtschreibstörung, F81.0) leiden massiv unter den alltäglichen Anforderungen, Leistungsdruck und Stress. Sie lesen oft stockend, lassen Buchstaben aus oder vertauschen sie. Da Lesen und Schreiben die Basiskompetenzen sind, kostet ihnen der Schulalltag sehr viel Kraft. Scham vor Fehlern vor der Klasse führt oft zu sozialer Isolation und Verhaltensauffälligkeiten.
Neben enormem schulischem Druck entwickeln viele Betroffene massive psychische Probleme wie Schulangst, Resignation, vermindertes Selbstwertgefühl, Versagensängste sowie auch psychosomatische Beschwerden.
Das Problem hat keine Verbindung zur Intelligenz und ist mit gezieltem Training gut behandelbar!
Leider reicht der schulinterne Förderunterricht in Österreich aufgrund von Personalmangel und Kostenmangel derzeit nicht aus. Die Familien mit den betroffenen Kindern sind auf die außerschulischen Therapien angewiesen. Eine qualifizierte Legasthenietherapie kostet aktuell zwischen 200 € und 500 € im Monat. Für viele Familien ist das nicht leistbar!
In den meisten Ländern mit den hochentwickelten Bildungssystemen ist die Unterstützung von Legasthenie-Betroffenen vollständig vom Staat geregelt und finanziert.
In den skandinavischen Ländern (wie Schweden, Norwegen und Dänemark) ist die schulische Förderung von Schülern mit Legasthenie (Lese- und Rechtschreibstörung) eine staatliche Aufgabe. Das Training und die notwendige Unterstützung werden vollständig über das öffentliche Bildungssystem finanziert. In Schweden wird Legasthenie beispielsweise offiziell als dauerhafte Funktionsbeeinträchtigung anerkannt.
In Deutschland übernimmt meistens das Jugendamt die Kosten für eine ambulante außerschulische Lerntherapie. Dies ist in Paragraph 35a des Sozialgesetzbuchs (SGB VIII) geregelt.
In Österreich werden lediglich die Kosten für Logopädie oder Ergotherapie von den Krankenkassen übernommen.
Die legasthenen Kinder und ihre Familien sind leider sehr oft mit ihren Problemen sich selbst überlassen. Insbesondere die einkommensschwachen Familien sind stark betroffen. Die staatliche Unterstützung je nach Einkommenssituation könnte den leidenden Kindern helfen, den schulischen Alltag zu bewältigen, ihre Bildungschancen zu erhöhen und die Entwicklung von sekundären Erscheinungen, wie psychischen und psychosomatischen Beschwerden zu stoppen.
Diese frühzeitige Hilfe würde auch die daraus resultierenden Erkrankungen in der Zukunft verhindern und die Kosten für deren Behandlung entlasten!
Kinder mit Legasthenie leiden massiv und verlieren die Bildungschancen!
Bitte teilen, wenn es dir nicht egal ist!
04/05/2022
31/03/2022
25/03/2022
20/03/2022
20/03/2022