20/07/2026
Es gibt diese Momente.
Dein Kind schreit dich an. Es wirft sich auf den Boden. Es widerspricht dir. Es weint und nichts scheint zu helfen.
Und während du versuchst, für dein Kind da zu sein, passiert in dir etwas.
Du beginnst zu zweifeln.
Nicht nur an deiner Reaktion. Sondern an dir.
Plötzlich ist da dieses Gefühl, zu versagen. Nicht zu genügen. Es falsch zu machen.
Dabei geht es in diesem Moment oft um viel mehr als um das Verhalten deines Kindes.
Denn Kinder berühren die verletzlichsten Stellen in uns.
Sie bringen uns in Kontakt mit den Erfahrungen, die wir selbst gemacht haben.
Mit den Gefühlen, für die damals vielleicht niemand Platz hatte.
Mit Sätzen, die wir nie vergessen haben.
Mit Bedürfnissen, die wir gelernt haben, nicht zu zeigen.
Deshalb fühlen sich manche Situationen im Familienalltag so groß an.
Nicht, weil sie objektiv groß sind.
Sondern weil sie etwas berühren, das schon lange in uns lebt.
Weil Elternsein uns immer wieder mit unserer eigenen Geschichte in Berührung bringt.
Und genau dort beginnt für mich Veränderung.
Nicht mit der Frage: „Wie muss ich mein Kind richtig erziehen?“
Sondern mit der Frage: „Was passiert eigentlich gerade in mir?“
In meiner Begleitung schaffen wir Raum für genau dieses Verstehen.
Mit viel Mitgefühl für die Geschichte, die jeder Mensch mitbringt.
Denn wenn wir uns selbst besser verstehen, verändert sich auch die Dynamik in Stresssituationen auch bei unseren Kindern – ganz ohne Druck, sondern aus einer inneren Sicherheit heraus.