AKUT bringt aus christlicher Verantwortung die Würde des Tieres zur Geltung. Gibt es in Österreich nicht schon genug Tierschutzorganisationen? Leonhard verehrt.
FRAGEN UND ANTWORTEN ZUR "AKTION KIRCHE UND TIERE" /
AKUT Österreich
Wofür steht die „Aktion Kirche und Tiere“ eigentlich? Nach dem Vorbild der 1988 in Deutschland gestarteten gleichnamigen Initiative und deren Ableger in der Schweiz ist es uns ein Anliegen, die Lücke im deutschsprachigen Raum zu schließen und in Österreich ebenfalls die "Aktion Kirche und Tiere" zu etablieren. Ziel von AKUT ist
es, Tiere – unsere Mitgeschöpfe – in Theologie und Kirche zu thematisieren und sichtbar zu machen. Wir stehen den christlichen Kirchen nahe, sind aber überkonfessionell und ökumenisch ausgerichtet. Wir sind keine klassische Tierschutzorganisation. Wir vermitteln auch keine Tiere. Unser Ziel ist es, ein Umdenken, einen Gesinnungswandel zu erreichen. Gerade die christliche Tradition bietet eine Fülle an Beispielen für gelebte Schöpfungsverantwortung, für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Umwelt. Viele Heilige und Eremiten haben das vorgelebt. Am bekanntesten ist wohl Franz von Assisi. In unseren ländlichen Regionen wurden früher Viehpatrone wie der hl. Tiere galten nicht bloß als seelenlose Objekte in der Fleischproduktion, sondern als Mitgeschöpfe. Tier- , Stall- oder Flursegnungen legen heute noch Zeugnis von dieser Denkweise ab. Die Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015 greift das Anliegen der Achtsamkeit gegenüber der gesamten Schöpfung in einzigartiger Weise auf und vermittelt Perspektiven für eine nachhaltige Zukunft. Die biblische Forderung „Macht euch die Erde untertan“ gilt also nicht mehr? Diese Forderung hat so nie gegolten. Wenn man den Text genauer untersucht, kann man feststellen, dass es im hebräischen Originaltext wörtlich heißt, der Mensch solle „seinen Fuß auf die Erde setzen“, was zwar eine Inbesitznahme andeutet, aber sicher keine despotische Willkürherrschaft rechtfertigt. Das altorientalische Herrscherideal, das dem Text aus dem Buch Genesis (1. Buch Mose) zugrunde liegt, verbindet Macht stets mit Verantwortung. Zweiteres wurde bei der Rezeption dieses Textes gerne übersehen. Wenn man ein paar Zeilen überspringt, kann man feststellen, dass Tieren aufgetragen wird, „fruchtbar zu sein und sich zu vermehren“. Tieren wird das Recht auf Arterhaltung und Lebensraum zugesprochen. Es ist weiters die Rede davon, dass Tieren „Lebensatem“, das heißt, eine Seele innewohnt und uns Menschen wird pflanzliche Nahrung zugewiesen. Dass Mensch und Landtiere gemeinsam am „6. Tag“ erschaffen werden, deutet auf die tiefe Verbindung und ein gemeinsames Schicksal hin. So gesehen ist die Schöpfungserzählung ein ziemlich revolutionärer Text! Besteht die vorrangige Aufgabe der Kirchen nicht darin, sich um Menschen zu kümmern? In Anbetracht von Krieg, Terror, Pandemien und Klimakatastrophe könnte man Tierschutz – oberflächlich betrachtet – als nachrangig ansehen. Allerdings sind die oben aufgezählten Problemfelder ineinander verwoben und dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Friede, Gerechtigkeit und Schöpfungsverantwortung bedingen einander. Ein Beispiel: Alle bekannten Pandemien der letzten Jahrzehnte sind zoonotisch, das heißt, durch unnatürliche Massentierhaltung oder dem Zurückdrängen aus angestammten Lebensräumen vom Tier auf den Menschen übergesprungen. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Tieren nützt letztendlich dem Menschen. Tierschutz ist Menschenschutz. Oder um Pythagoras zu zitieren: „Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.“
Glauben Sie tatsächlich, etwas erreichen zu können? Der großartige evangelische Theologe Albert Schweitzer hat es einmal so formuliert: „Das Wenige, das du tun kannst, ist viel, wenn du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst.“
Es ist uns bewusst, dass wir keine große Organisation sind. Wir sehen uns als Impulsgeber. Wir können positive Entwicklungen anstoßen oder verstärken. Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann bekanntlich einen Orkan auslösen. Wie kann man Sie unterstützen? Keine Hilfe ist uns zu groß, keine zu klein! Zur Zeit suchen wir Menschen
- mit juristischen Kenntnissen (besonders im Vereinsrecht)
- mit einer veterinärmedizinischen Ausbildung
- mit Kenntnissen im Bereich "Biologische Landwirtschaft"
- die bereit wären, eine Homepage zu erstellen bzw. zu betreuen
- die an der Gestaltung eines Flyers bzw. Folders mitarbeiten wollen
- mit einer theologischen Ausbildung, die bereit wären, geistliche
Assistenz anzubieten
- die bei Veranstaltungen zupacken können
- …
Bei Interesse nehmen Sie einfach unverbindlich Kontakt auf: [email protected]
Wir bitten Sie, Ihren vollständigen Namen sowie Kontaktadresse anzugeben, welche Form der Mithilfe für Sie in Frage käme und wie Sie von uns erfahren haben (Personen, Internet,...) Da der Sitz unserer Organisation in St. Pölten ist, kann eine gute verkehrstechnische Erreichbarkeit von Vorteil sein. Wir behandeln ihre Daten vertraulich, geben sie nicht an Dritte weiter und melden uns bei Bedarf.
27/10/2025
ACHTUNG! Diese Seite wird in Kürze geschlossen! Wenn Sie weiter über unsere Aktivitäten informiert bleiben wollen, besuchen Sie unser Profil https://www.facebook.com/Aktion.KircheundTiere bzw. unsere Homepage: https://akut.webador.at/
Wir freuen uns über Ihren Besuch ebenso wie über Ihre aktive Beteiligung an unserer Initiative. Nehmen Sie bei Interesse mit uns Kontakt auf und erfahren Sie, welchen Beitrag Sie leisten können, um Christliche Tierethik, die letztlich auch dem Menschen zugute kommt, in unserer Gesellschaft zu etablieren!
"Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will." (Albert Schweitzer, 1875-1965)
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