Capless Institute

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Wo Unterschiede Bedeutung bekommen!

05/08/2026

🧠🍷 Was anfangs entlastend wirkt, kann langfristig genau das Gegenteil bewirken.

Regelmäßiger Alkoholkonsum verändert die Funktion des Belohnungssystems. Das Gehirn passt sich an und reagiert zunehmend weniger auf natürliche Belohnungen. Die Folge: Die ADHS-Symptomatik kann sich verstärken, die innere Unruhe nimmt zu und das Verlangen nach Alkohol steigt. Ein Teufelskreis entsteht. 🌿

02/08/2026

🧠🍷 Viele Menschen mit ADHS berichten, dass Alkohol ihnen anfangs das Gefühl gibt, endlich zur Ruhe zu kommen.

Gedankenkreisen wird weniger, innere Anspannung nimmt ab und Reize werden oft als weniger überwältigend erlebt. Diese kurzfristige Entlastung kann dazu führen, dass Alkohol unbewusst als Bewältigungsstrategie eingesetzt wird. Die eigentliche Ursache, die ADHS, bleibt jedoch bestehen. 🌿

29/07/2026

🧠🍷 Menschen mit ADHS können eine Alkoholabhängigkeit entwickeln. Das ist keine Frage der Willenskraft, sondern unter anderem durch neurobiologische Besonderheiten erklärbar.

Ein weniger aktiv arbeitendes Belohnungssystem kann dazu führen, dass kurzfristig stark belohnende Reize intensiver gesucht werden. Alkohol kann dieses Belohnungssystem vorübergehend aktivieren. Genau darin liegt jedoch das Risiko: Aus einer kurzfristigen Erleichterung kann schleichend eine Abhängigkeit entstehen. 🌿

Deshalb ist es so wichtig, bei einer Alkoholabhängigkeit mit vermehrter innerer Unruhe und/oder impulsiven, hyperaktiven Verhaltensweisen auch an eine mögliche ADHS zu denken.

26/07/2026

💊🧠 Ein häufiger Irrtum: ADHS-Medikamente „pumpen“ das Gehirn nicht einfach mit Dopamin voll.

Sie unterstützen vielmehr eine gezieltere Regulation der Dopamin- und Noradrenalinübertragung in den Bereichen des Gehirns, die für Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Selbststeuerung wichtig sind. Dadurch sinkt bei vielen Betroffenen auch das Bedürfnis, innere Unruhe oder Anspannung mit Alkohol zu regulieren. 🌿

Eine gut eingestellte ADHS-Behandlung kann daher ein wichtiger Baustein in der Behandlung einer Alkoholabhängigkeit sein.

Photos from Capless Institute's post 22/07/2026

🧠🍷 ADHS geht mit einer veränderten Regulation des Dopaminsystems einher. Dopamin spielt eine wichtige Rolle für Motivation, Belohnung, Aufmerksamkeit und Emotionsregulation.

Alkohol kann das Belohnungssystem kurzfristig aktivieren und die Dopaminausschüttung erhöhen. Für Menschen mit ADHS kann dieser Effekt besonders entlastend wirken – allerdings nur vorübergehend. Langfristig verstärkt Alkohol die bestehenden Schwierigkeiten und erhöht das Risiko für eine Alkoholabhängigkeit. 🌿

Photos from Capless Institute's post 19/07/2026

🧠🍷 Eine Alkoholabhängigkeit und ADHS sollten immer gemeinsam betrachtet werden. Wird nur die Suchterkrankung behandelt, während die ADHS unerkannt bleibt, können innere Unruhe, Impulsivität oder Schwierigkeiten der Emotionsregulation weiterhin bestehen.

Eine umfassende Diagnostik schafft die Grundlage für eine passgenaue Behandlung – und damit für bessere Chancen auf eine langfristig stabile Abstinenz. 🌿💙

15/07/2026

🧠🍷 ADHS bleibt im Erwachsenenalter häufig unerkannt. Manche Betroffene versuchen unbewusst, innere Unruhe, Reizüberflutung oder emotionale Anspannung mit Alkohol zu regulieren.

Wird die zugrunde liegende ADHS erkannt und behandelt, kann dies ein wichtiger Baustein für eine stabile Abstinenz und eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität sein. 🌿💙

Photos from Capless Institute's post 12/07/2026

🧠🍷 ADHS und Alkoholabhängigkeit treten häufiger gemeinsam auf, als viele vermuten.

Unbehandelte ADHS-Symptome können das Risiko für problematischen Alkoholkonsum erhöhen. Gleichzeitig kann eine Alkoholabhängigkeit die ADHS-Symptomatik überdecken oder verstärken. Eine sorgfältige klinisch-psychologische Diagnostik hilft, Zusammenhänge zu erkennen und gezielt zu behandeln. 🌿

08/07/2026

🤍 Im CAPLESS Institute beginnt Begleitung bereits beim Ankommen. 🌿

Unsere Räumlichkeit ist so gestaltet, dass du dich wohlfühlen kannst. Ein Ort der Ruhe, des Vertrauens und der Wertschätzung. Hier wirst du ernst genommen, gesehen und in deinem Erleben angenommen. ✨

08/07/2026

Die Psychologie spielt eine zentrale Rolle bei der Prävention und Behandlung von Drogenabhängigkeit.

Drogenkonsum hat oft psychische Hintergründe wie Ängste, Sorgen, Trauer oder ein geringes Selbstwertgefühl. Betroffene erhoffen sich oft eine Linderung der belastenden Gefühle. Bei langfristigem Konsum können sich jedoch die Probleme verstärken und er kann schwerwiegende psychische Folgen, wie Angst- und Panikattacken, Depressionen, Persönlichkeitsveränderungen, Psychosen und Halluzinationen sowie Abhängigkeit verursachen.

Psychologische Unterstützung leistet einen wichtigen Beitrag im Zuge der Prävention und Behandlung von Drogenabhängigkeit. Sie hilft, individuelle Risikofaktoren zu erkennen, Resilienzen zu stärken, Bewältigungsstrategien zu entwickeln und Rückfällen vorzubeugen.

Auf Abhängigkeit spezialisierte Klinische Psycholog:innen und Gesundheitspsycholog:innen können unter www.psychnet.at gefunden werden. Für Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 21 Jahren bietet das Projekt „Gesund aus der Krise“ rasch, kostenlos und österreichweit Beratungs- und Behandlungsangebote. Außerdem stehen in Österreich zahlreiche spezialisierte Suchthilfeeinrichtungen zur Verfügung wie die Suchtberatungsstellen der Bundesländer, die Suchthilfe Wien, das Anton Proksch Institut oder die Angebote von pro mente.

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