19/08/2026
OBERER KEESBODEN: SENSATIONELLE FOTOS VOM 14. AUGUST 2026!
Für alle Gletscherfreunde sind diese Fotos von Michael Schinner ein besonderes Geschenk. Wir sehen den "oberen Keesboden" (Schlatenkees), fotografiert vom Rainerhorn (3.559 m), mit Blick auf den Gipfel des Großvenediger (3.666 m).
Die große glaziologische Frage war heuer: WAS bleibt WO vom Winterschnee übrig? Welche Ausaperungsmuster werden wir sehen? Nach einem außergewöhnlich niederschlagsarmen Winterhalbjahr, ohne ergiebige Schneefälle. Und nach vier harten Hitzewellen, wovon die letzte und heißeste über drei Wochen angedauert hat. Vielleicht war es in Summe der heißeste Sommer seit dem Jahrtausendsommer 1540.
Wir sehen den oberen Keesboden in einem Zustand, den noch nie ein menschliches Auge gesehen hat. Arg gebeutelt sieht er aus, aber überraschenderweise ist er noch nicht k.o. Denn im Gegensatz zu allen anderen Gletschern Österreichs kann der "obere Keesboden" am Schlatenkees sogar am Ende des "katastrophalst-möglichen" Haushaltsjahres 2025/26 neues Eis bilden.
Schauen wir uns ein paar Details an:
:: Im Vordergrund sehen wir die Hänge des Rainerhorns. Hier setzt sich die Deglaciation seiner Nordflanke mit sehr großer Geschwindigkeit fort.
:: Links im Bild der blanke Streifen vom Fuß des Rainerhorns bis zum Hohen Aderl, das ist das Rainertörl (3.421 m). Wie auch in den letzten Jahren ist es blank. Das liegt daran, dass der Wind das Rainertörl im Winter häufig blankfegt und dort am Ende weniger Winterschnee liegenbleibt. Allerdings ist die Blankeisstelle heuer so groß wie noch nie.
:: Unterhalb vom Rainertörl, am höchsten Punkt vom "Inneren Mullwitzkees" (bzw. auch Rainerkees genannt), konnte sich ebenfalls noch Winterschnee halten.
:: Oberhalb des Rainertörls sehen wir Firnfelder der letzten Jahre in unterschiedlichen Graustufen. Dass diese Firnfelder sichtbar sind, zeigt eine ungewöhnlich heftige Ausaperung an. Denn am Rande des Rainertörls ist heuer nicht nur der Winterschnee geschmolzen, sondern nach und nach auch die Firnrücklagen der letzten Jahre.
:: Oberhalb des Hohen Aderls wird der Schnee wieder weiß. Hier liegt also noch Schnee vom letzten Winterhalbjahr.
:: Der Gipfelgrat wird das ganze Jahr über vom Wind blankgefegt und ist der vulnerabelste Teil des Gletschers. Er bräuchte regelmäßige Sommerschneefälle (z.B. auch aus Gewittern) und regelmäßige Nachtfröste. Im aktuellen Klima gibt es beides nicht, und deshalb ist er aus jetziger Sicht unrettbar. In wenigen Jahren wird der Gipfelgrat, also dieser "kamelbuckelartige" Vorgipfel aus Schnee und Eis, verschwinden. Sogar dann, wenn der zentrale Bereich des "oberen Keesbodens" weiterhin aktiv bleiben sollte. Sogar dann, wenn der zentrale Bereich des "oberen Keesbodens" weiterhin aktiv bleiben sollte.
Das Foto Nr. 2 zeigt, dass die Enteisung des Kleinvenedigergipfels weiter voranschreitet und im aktuellen Klima unaufhaltsam ist. Es geht am Kleinvenediger zwar langsam voran, aber stetig.
Insgesamt ist aber der Großteil des "oberen Keesbodens" überraschenderweise schneebedeckt geblieben, und kann neues Eis gebildet werden. Viel weniger zwar, als in den Vorjahren, aber der "obere Keesboden" ist noch nicht ganz ausgeknockt. :-)
Viel wird sich dort oben heuer nicht mehr tun. In der Nacht vom 17. auf den 18. August kam er erste Wintereinbruch mit Schneefällen. Die nächsten 7 Tage sind wechselhaft angesagt, mit Schnee, Regen und Wechselfrösten. Da wird sich also nicht mehr viel tun.
Das "perfekte Foto" von der größten Ausaperung 2026 wäre also eines vom 17. August. Hat es jemand von euch gemacht? :-)
P.S.: Der "obere Keesboden" am Schlatenkees ist – neben der obersten Firnmulde des Taschachferners an der Wildspitze – im Grunde der einzige Gletscher Österreichs, der aus glaziologischer Sicht noch interessant ist. Alle anderen Gletscher sind im aktuellen Klima mehr oder weniger Toteisfelder, die auf ganzer Fläche langsam abtauen. Man bräuchte deshalb eine We**am auf dem Rainerhorn, die genau diese Perspektive festhält.
18/08/2026
MÖLLTALER GLETSCHER: 2 Fotovergleiche!
Vergleich 1: August 2014 vs. August 2026
Vergleich 2: August 2013 vs. August 2026
Der erste Vergleich zeigt die We**am "Bergstation Panoramabahn Klühspies" mit dem Blick auf den zentralen Pistenbereich. Link: https://www.foto-webcam.eu/webcam/gletscher-nord/
Bild Nr. 1 zeigt die Skipisten am Wurtenkees am 15. August 2026. Trotz Beschneiungsanlage ist das Eis so gut wie abgetaut. Der zum Vorschein kommende Untergrund eignet sich nur bedingt für das Präparieren einer Skipiste. Unten rechts sieht man einen Bereich, in dem das grobe Gletschervorfeld schon planiert wurde
Bild Nr. 2 zeigt den selben Bildausschnitt am 31. August 2014, dem Tag der größten Ausaperung dieses Sommers. Man sieht, dass selbst am "schlechtesten Tag" des Sommers 2014 zwei breite Pisten intakt waren und das Gletschereis nicht blank lag.
Bild Nr. 3 und 4 (Copyright Andreas Haberkorn) zeigt die selben Skipisten am Wurtenkees aus einer anderen Perspektive, und im Vergleich der Jahre 2013 und 2026, jeweils im Monat August. Standort der Fotoaufnahmen ist der Bereich des Panorama-Restaurants am Eissee auf ca. 2.800 Meter Seehöhe. Der Blick geht hoch zum Schareck (3.122 m). Die Skipisten sind nach Südwesten exponiert.
Der Fotovergleich verdeutlicht, wie hart die Veränderungen der letzten Jahre die Gletscherskigebiete getroffen haben. Hier am Mölltaler Gletscher stellt sich die Frage, ob sich Skibetrieb überhaupt noch lohnt? Sommerskifahren ist vorbei, im Winter gibt es genug andere Skigebiete und im Frühling wollen die Menschen im aktuellen Zeitgeist nicht mehr Skifahren. Die entscheidende Jahreszeit für die Ski-Gletscher ist der Herbst. Aber wird man auf diesem groben Felsrelief vor Dezember breite Piste bauen können, die sowohl Publikumsskilauf als auch den Trainingsbetrieb beherbergen kann?
Anders als die Ski-Gletscher haben sich die klassischen Winterskigebiete durch die technische Beschneiung von den meteorologischen Rahmenbedingungen weitgehend entkoppeln können. Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass der Klimawandel die Gletscherskigebiete viel härter trifft als niedrig gelegene Skigebiete auf Almen-Niveau?
Hinweis zu globalen Einordnung: Der weltweite Skitourismus steht im Jahr 2026 auf einem "All Time High": 399 Millionen Skier Visits (das sind: Erstzutritte) wurden in der vergangenen Wintersaison erreicht. Noch nie zuvor in der Geschichte sind so viele Menschen auf der Welt so zahlreich Ski gefahren.
18/08/2026
SCHLATENKEES am 12. August 2026!
Anbei sehen wir eine wunderbare Aufnahme, die ich soeben von (c) Philipp Dellert bekommen habe. Er hat das Schlatenkees von der Grünseehütte (2.235 m Seehöhe) fotografiert. Wir sehen folgende Gipfel (von links), die den Oberen Keesboden umrahmen: Hoher Zaun (3.451 m), Rainerhorn (3.559 m), Schwarze Wand (3.503 m), Hohes Aderl (3.506 m), Großvenediger (3.567 m), Kleinvenediger (3.470 m). Vielen Dank!
Langsam verdichtet sich nun das Bild, dass der obere Keesboden, Österreichs resilientester Gletscher, auch im Jahr 2026 Schneereserven halten konnte. Trotz Schneemangels im Winterhalbjahr und extremen Hitzewellen im Sommer. In den nächsten Tagen werden noch weitere Fotos eintrudeln, und wir können uns ein genaues Bild vom Muster der größten sommerlichen Ausaperung machen. Heute (18. August 2026) gibt es am Schlatenkees die ersten größeren Herbstschneefälle, die auch in den nächsten Tagen andauern werden. Ideal wären somit Fotos vom 16. oder 17. August.
Das Schlatenkees bleibt also (vorerst) ein aktiver Gletscher mit einem Nährgebiet, auf dem sich neues Eis bilden kann. Von den rund 800 österreichischen Gletschern gibt es nur noch 2 große Gletscher, die im aktuellen Klima neues Eis bilden können: Neben dem Schlatenkees ist es der Taschachferner an der Wildspitze (Ötztaler Alpen), zudem natürlich ein paar lawinenernährte und/oder schattige Gletscher. Alle anderen Gletscher würden im aktuellen Klima vollständig abtauen.
P.S.: Am Foto sieht man allerdings auch, wie sehr das Schlatenkees im Zehrgebiet "Federn lassen" musste. Es hat sich vom Gletschersee weit nach oben zurückgezogen, ganz unten als dünner Faden; weiter oben zwar breiter, aber der Gletscher ist hauchdünn geworden und dürfte dort auch in den nächsten Jahren sehr rasch zurückschmelzen.
17/08/2026
GROSSVENEDIGER UND SCHLATENKEES am 25. Juli 2026
Soeben sind diese wunderbaren Fotos von (c) Peter Baumgartner hereingekommen. Vielen Dank.
Sie zeigen uns den Ausaperungsstand am "Oberen Keesboden" am Schlatenkees, dem resilientesten Nährgebiet eines österreichischen Gletschers, am 25. Juli 2026. Zu diesem Zeitpunkt war der Zustand noch befriedigend, allerdings fehlen hier noch 3,5 lange und harte Schmelz-Wochen. Deutlich erkennbar ist, wie rasch die vereiste Nordwand des Rainerhorns abtaut. Wenn nicht eine sofortige Trendwende einsetzt, ist diese Eisflanke in wenigen Jahren Geschichte.
Vielen Dank für die Fotos!
Wenn jemand von euch in den nächsten Tagen auf das Rainerhorn kommt, macht gerne ein Foto vom Oberen Keesboden. Gleiches gilt für die oberste Firnmulde am Taschachferner (Wildspitze).
17/08/2026
GEPATSCHFERNER am 15. August 2026!
Vielen Dank an Günther Ortner für dieses geniale Foto des riesigen Gletscherplateaus des Gepatschferners, des de facto größten Gletschers Österreichs und der Ostalpen. Das Foto wurde vom Gipfel der Weißseespitze auf etwa 3.500 Meter Seehöhe aufgenommen.
Ganz links sehen wir den Übergang vom Gepatschferner zum Kesselwandferner. Hier liegt das spektakuläre Brandenburger Haus. Die hintere (= südöstliche) Begrenzung des Gletschers bilden die Hintereisspitzen. Rechts dahinter sehen wir ein Stück des Hintereisferners und die Langtauferer Spitze. Der dominante Berg ganz rechts dürfte die Weißkugel sein, mit Bärenbartferner und Langtauferer Ferner. Hinten im Zentrum des Bildes erkennt man schemenhaft einige Giganten der Ötztaler Alpen.
Aus glaziologischer Sicht deutlich erkennbar und auch bestürzend ist die Tatsache, dass dieser gigantische Gletscher kein Nährgebiet mehr hat. Nicht nur ist der Winterschnee vom letzten Jahr vollständig aufgebraucht, sondern auch die Firnreserven der vergangenen Jahre. Würde die Witterung der Jahre 2025 und 2026 das neue aktuelle Klima darstellen, müsste der Gepatschferner innerhalb von wenigen Jahrzehnten vollständig abtauen.
16/08/2026
BRANDNER GLETSCHER (AUT): Fotovergleich1982 bis 2026!
:: 1982 noch ein riesiges Meer aus Eis, zudem ist ein klares Nährgebiet erkennbar.
:: 1992 wird der Gletscher kleiner und dünner, das Nährgebiet ist nicht mehr da.
:: 2024 ist der Gletscher kaum wiederzuerkennen.
:: 2026 ist das Endstadium erkennbar: Der Brandner Gletscher hat sich in eine Felsmulde zurückgezogen, dort scheint die größte Eisdicke zu sein. Vielleicht wird dort am Ende ein See entstehen.
Der Brandner Gletscher liegt im Rätikon in Vorarlberg. Er wird auch Schesaplana-Gletscher oder Brandner Ferner genannt. Einst war er der drittgrößte Gletscher Vorarlbergs. An seinem Rande kann man die Mannheimer Hütte erkennen.
Eigentlich ist es unglaublich, dass sich bei der Seehöhe des Nährgebietes von kaum mehr als 2.700 Meter so ein fetter Gletscher entwickeln konnte. Dies kann nur an einem erstaunlichen Niederschlagsreichtum liegen. Natürlich ist es nicht verwunderlich, dass sich am Fuße der Schesaplana im aktuellen Klima kein Eis halten kann, und doch schockiert die rasende Geschwindigkeit der vergangenen Jahrzehnte. Noch Anfang der 1980er-Jahre wollte man ein Sommerskigebiet am Brandner Gletscher entwickeln. Das Projekt scheiterte wohl an zu hohen Kosten. Die Leute konnten sich nach den feucht-kühlen Rudi-Carrell-Sommern der 1960er- und 1970er-Jahre nicht einmal in ihren wildesten Träumen vorstellen, dass dieser mächtige Gletscher innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig wegtauen könnte.
Fotocredits: Andreas Vogel (Bilder 1, 3 und 4) sowie Helmut Tiefenthaler / Vorarlberger Landesarchiv (Bild 2).
Foto-Standpunkt: Gipfel der Schesaplana auf 2.965 Meter.
16/08/2026
10.800 JAHRE KLIMAGESCHICHTE AM ROTMOOSFERNER!
https://schoepfblog.at/guenther-aigner-10-800-jahre-klimageschichte-am-rotmoosferner-analyse/
Lest gerne meinen neuen Artikel im Schöpf-Blog. Und vielleicht habt ihr danach Lust, selber eine Wanderung in eines der schönsten Alpentäler zu machen, einem wahren Naturparadies: ins Rotmoostal bei Obergurgl in den Ötztaler Alpen.
15/08/2026
TASCHACHFERNER (Wildspitze): 31. Juli 2026!
Vielen Dank an Gerhard Balek für dieses Foto von der Wildpitze (3.774 m) hinunter zur obersten Firnmulde des Taschachferners. Am 31. Juli war dieser Bereich zwar vom Sommer 2026 stark erschüttert, aber noch schneebedeckt.
Nachdem für die normalen Gletscher im aktuellen Klima sowieso alles verloren ist, gibt es nur noch zwei offene Fragen: Kann sich heuer an den beiden resilientesten Gletscherbereichen Österreichs noch Winterschnee halten? Könnten sie im aktuellen Klima noch (ein wenig) Eis bilden und sich zumindest auf sehr kleinem Niveau erneuern? Wenn überhaupt, so haben dazu nur zwei Gletscherbereiche in Österreich die Möglichkeit: Der Taschachferner in den Ötztaler Alpen (Wildspitze) mit seiner obersten Firnmulde auf ca. 3.600 Meter und der "Obere Keesboden" am Schlatenkees am Großvenediger auf einer Seehöhe von etwa 3.400 m.
Sendet bitte gerne aktuelle Tourenfotos von diesen beiden Spots. Sollten diese beiden Firnmulden heuer ausapern, dann wäre klar, dass im aktuellen Klima kein einziger Gletscher in Österreich bestehen könnte.
14/08/2026
WEIßSEESPITZE (3.599 m): DRAMATISCHE FOTOS! :-(
Anbei sehen wir brutale Fotos (Aufnahmen vom 13. August 2026, (c) Andreas Engl) von der Weißseespitze in den Ötztaler Alpen. Dieser markante Berg ist der höchste Punkt des Gepatschferners, dem de facto größten Gletscher Österreichs und auch der Ostalpen.
Brisant sind die Fotos deshalb, weil die Gipfelkuppe der Weißseespitze seit jeher vereist ist. In den Alpenvereinskarten am Ende des 19. Jahrhunderts wurde noch eine Seehöhe von 3.534 Metern angegeben. Die Eiskuppe ist seither um mehr als 30 Meter geschrumpft, und es sind nur noch wenige Meter übrig. Eine Forschergruppe der österreichischen Akademie der Wissenschaften rund um Andrea Fischer hat dieser Eiskuppe Bohrkerne entnommen. In peer-reviewten Journal-Beiträgen wurde das Alter des ältesten Eises mit rund 6.000 Jahren datiert. Ein oder zwei solche Sommer wie heuer, und das Eis ist weg. Was bedeutet das?
Kurz und prägnant: Das Ende der Eiskuppe auf der Weißseespitze würde bedeuten, dass das hochalpine Klima in den Ostalpen so warm ist wie seit mindestens 6.000 Jahren nicht mehr.
Hier zwei Links zu den Forschungen:
https://science.orf.at/stories/3234616/
https://www.derstandard.at/story/3000000313794/was-6000-jahre-altes-eis-aus-den-alpen-ueber-klima-und-mensch-verraet
Infos zu den Fotos, mit Dank an den Fotografen (c) Andreas Engl:
Foto 1 zeigt die Eiskuppe am Gipfel der Weißseespitze mit Ablationsstangen und einer Wetterstation. Im Hintergrund sehen wir den Gepatschferner, die Hintereisspitzen und die "Skyline" der Ötztaler Alpen.
Foto 2 zeigt noch besser den Plateaugletscher des Gepatschferners mit den noch kleinräumig schneebedeckten Bereichen bei den Hintereisspitzen. Ganz rechts im Bild sieht man die Langtauferer Spitze, dahinter sind andere prominente Ötztaler Berge wie Similaun, Fineilspitzen, Hintere Schwärze, Seelenkogel und viele andere mehr zu sehen.
Foto 3: Der Felsgipfel der Weißseespitze samt Gipfelkreuz.
--> Die Fotos zeigen ganz klar, dass die Eiskuppe auf der Weißseespitze in wenigen Jahren abgetaut sein wird, wenn nicht ein Wunder passiert. Es würde laut neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen signalisieren, dass unser Klima so mild ist wie seit mindestens 6.000 Jahren nicht mehr. Weiters sehen wir, dass der größte Gletscher Österreichs und der Ostalpen im aktuellen Klima absolut null Überlebenschance hat. Ihm fehlt ein Nährgebiet und somit die Möglichkeit der Eisbildung. Wir brauchen also gar keine weitere Erwärmung des Klimas, damit Österreich und die Ostalpen mehr oder weniger eisfrei wird. Es braucht nur noch ein paar Jahrzehnte Zeit.
P.S.: Die Winter haben sich in den Alpen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich weniger verändert als die Sommer. Darum können wir immer noch sehr gut Skifahren, obwohl die Alpengletscher kollabieren.