11/12/2016
Am 09.12.2016 nahmen wir an einer Werksführung bei der Audi AG in Ingolstadt teil. Die Exkursion begann mit einer kurzen Filmvorführung, bei der wir einen Einblick in die Standorte des Unternehmens, deren Verteilung und Zuständigkeiten bekamen. Der Standort in Györ in Ungarn etwa ist für die komplette Motorenproduktion verantwortlich.
Anschließend ging es mit der Gruppe nach draußen und direkt rein in einen Transferbus, der uns zum ersten Produktionspunkt brachte. Zu sehen bekamen wir an diesem Tag die Produktion der Modelle A3 und Q2. Hier bekamen wir Einsicht in die Produktion der Karosserie und in die unterschiedlichen Fertigungstechniken, die größtenteils von KUKA-Robotern übernommen werden.
Weiter ging es zur Lackiererei. Die Audi AG hat ein Patent auf das Lackierverfahren, welches (je nach Modell) aus fünf Schichten besteht. Das Unternehmen bietet gewisse Farbsequenzen an, mischt aber gegen einen Aufpreis jede gewünschte Farbe an.
Im nächsten Verfahrensschritt erfolgt die Heirat des Unterbaus mit der Karosserie. Danach kann das Einsetzen der Verkabelungen, Scheiben, Türen und Reifen erfolgen. In diesem Abschnitt bekamen wir die ersten Mitarbeiter zu sehen, die laut Vorgabe des Volkswagen Konzern nicht mehr als 10kg heben dürfen. So erfolgt das Einsetzen der Reifen etwa per Roboter, der Mitarbeiter muss diesen nur noch in die passende Position einrangieren. Die Verschraubung erfolgt ebenfalls per Roboter, welchen der Mitarbeiter auch nur positionieren muss. Es wurde stets betont, dass das Unternehmen sehr auf ein ergonomisches Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter achtet. Dies ist zum Beispiel an höhenverstellbaren Bühnen, Sitzmöglichkeiten beim Einarbeiten von Teilen an den Karosserien oder etwa der Aufstellung von Einbauteilen im 45° Winkel zum leichteren Herausheben festzumachen.
Nach der Endmontage wird jedes Fahrzeug verschiedenen Fahr- und Funktionstests unterzogen. Die Produktion erfolgt immer auf Nachfrage, das heißt, dass jedes Fahrzeug einem bestimmten Kunden zugeordnet ist und einen Code mit sich führt, um jederzeit identifizierbar zu sein.
Die Exkursion gab einen sehr guten Einblick in die Produktion der Fahrzeuge und lag mit zwei Stunden in einem guten zeitlichen Rahmen.