Public History at University of Vienna

Public History at University of Vienna News from the Chair of Public History at University of Vienna

Wann ist Mut klug?ANKÜNDIGUNGVienna Public History Lecture V (2026)von Robert Schneider // Intro: Will Mut Klugheit? Ist...
12/07/2026

Wann ist Mut klug?
ANKÜNDIGUNG
Vienna Public History Lecture V (2026)
von Robert Schneider // Intro: Will Mut Klugheit? Ist die Frage kein Widerspruch in sich? Wer eine Gefahr sucht, beweist vielleicht Entschlossenheit. Beweist er auch Urteilskraft, Augenmaß? Ist Mut ohne Sinn Leichtsinn?

Gemeinhin beginnt Mut dort, wo ein Mensch die Risiken erkennt, aber dennoch seine Stimme erhebt und handelt, weil Schweigen, Wegsehen oder Rückzug die schlechteren Optionen wären. Eine Frage des Gewissens, der Selbstachtung. In den Spiegel blicken und sich in die Augen sehen können. Denn zur Frage nach dem Mut gesellt sich die Frage nach der Angst. Zwei geschwisterliche Begriffe, die einander beflügeln, aber auch lähmen können. Gibt es mutiges, ein kluges Handeln, ohne persönliche Nachteile gewärtigen zu müssen?

Ein dritter Aspekt kommt hinzu, nämlich ein Erkenntnisinteresse, das sich als Mut tarnt, in Wirklichkeit aber Eilfertigkeit ist, die persönlichen Vorteil und Anerkennung sucht. Haltung zeigen, um fortzukommen. Gesinnung als Karrieresprung.

Den Beginn der Lecture macht ein kursorischer Versuch der Definition von Mut, Angst und Gesinnung. Anhand einiger historischer und gegenwärtiger Beispiele soll anschließend der Frage nach dem „klugen Mut” nachgegangen werden. Eine Auswahl:

Dante Alighieris Weigerung, 5.000 Florin wegen angeblicher Bestechlichkeit zu bezahlen und stattdessen die Verbannung aus Florenz in Kauf zu nehmen. Der Fall des Jacopo Foscari, dessen Vater von 1423 bis 1457 Doge von Venedig war und seinen Sohn nicht vor Verurteilung und Verbannung retten wollte/konnte. Die Sitzungsperiode 1562/63 des Konzils von Trient, in welcher „Laszives und Unreines” aus der Kirchenmusik verbannt werden sollte. Der Brief des NASA-Ingenieurs John C. Houbolt („Somewhat as a voice in the wilderness, …”). Henry Kissingers umstrittene Rede zum Ukraine-Krieg beim Weltwirtschaftsforum in Davos am 23. Mai 2022. Der Schlagersänger Michael Wendler und seine Äußerungen zur Corona-Pandemie.

Wir freuen uns sehr, dass Denise Wiesmahr, eine diesjährige Wiener Master-Absolventin am Bereich 'Public History Studies...
07/07/2026

Wir freuen uns sehr, dass Denise Wiesmahr, eine diesjährige Wiener Master-Absolventin am Bereich 'Public History Studies' eine so schöne Anerkennung erhalten hat!

Hier gehts zur Masterarbeit: https://ubdata.univie.ac.at/AC17783217

https://www.lebensgross.at/news/die-preistraegerinnen-des-forschungspreis-fuer-inklusion-2026/

Auch heuer vergab LebensGroß wieder den Forschungspreis für Inklusion. Gesponsert vom Verein Lebenshilfe GUV. Prämiert wurden Masterarbeiten und Dissertationen zum Thema Inklusion.

Schotten-Marsch in Boston, rudernde Norweger auf den Tribünen, mexikanische Mariachi-Bands vor den Stadien: Die Fußball-...
02/07/2026

Schotten-Marsch in Boston, rudernde Norweger auf den Tribünen, mexikanische Mariachi-Bands vor den Stadien: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ist nicht nur ein Fest des Sports, sondern auch eines der Nationalgefühle. Jedes Land bringt hier seine eigenen Rituale und Narrative mit, um sich selbst zu inszenieren. Österreich ist da keine Ausnahme – wie uns zwei virale Videos demonstrieren.

"Goldener Alaba: Wie die WM 2026 Österreich neu erfindet"

Neuer Blogpost aus einem Doktorandenseminar der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien
Universität Wien

von León Eberhardt

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Die WM 2026 ist nicht nur ein Fest des Sports, sondern auch der Nationalgefühle - wie uns eine goldene Alaba-Statue in Österreich zeigt.

Experienced church- and museum-goers can often identify saints simply by the objects they carry. St. Vitus is no excepti...
02/07/2026

Experienced church- and museum-goers can often identify saints simply by the objects they carry. St. Vitus is no exception. Over the centuries, he acquired a distinctive set of attributes: a lion, a cauldron, and a rooster. But where did this curious soup kit come from?

"A Lion, a Cauldron, and a Rooster: Chronicle of St. Vitus’ Imagery"

New Blogpost from a postgraduate methodological seminar of the Faculty of History and Cultural Studies of
Universität Wien

by Liudmila Eramova
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St. Vitus acquired a distinctive set of attributes: a lion, a cauldron, and a rooster. But where did this soup kit originally come from?

„Das waren keine von uns, aber sie waren hier, mitten unter uns.“ --> https://publichistoryinvienna.com/massaker-von-hof...
11/06/2026

„Das waren keine von uns, aber sie waren hier, mitten unter uns.“
--> https://publichistoryinvienna.com/massaker-von-hofamt-priel/
Die erste kleine Publikation unserer diessemestrigen Volontärin Sarah Forstner 3 Minuten. Lesenswert.

In der Nacht vom 2./3. Mai 1945 wurden in der österreichischen Gemeinde Hofamt Priel über 220 jüdische Frauen, Männer und Kinder erschossen.

Neu in der Video-Reihe About Monument Practices: Krieg erneut sichtbar machen. Soldatengräber der Wehrmacht und Exhumier...
26/05/2026

Neu in der Video-Reihe About Monument Practices:

Krieg erneut sichtbar machen. Soldatengräber der Wehrmacht und Exhumierungsbemühungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Sowjetunion/Russland - Nina Janz (Amsterdam)

About Monument Practices: Krieg erneut sichtbar machen.Soldatengräber der Wehrmacht und Exhumierungsbemühungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ...

New Lecture in our "About Monument Practices" Series!Dr. Nina Janz (Amsterdam) about: Make war visible!When: May 5th, 20...
15/04/2026

New Lecture in our "About Monument Practices" Series!
Dr. Nina Janz (Amsterdam) about: Make war visible!

When: May 5th, 2026, 6:30 p.m.
Where: University of Vienna, Kolingasse 14-16, Room 6

Soldatengräber der Wehrmacht und Exhumierungsbemühungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Sowjetunion/Russland

Auf Grundlage umfangreicher Recherchen in Russland und ihres jüngst erschienenen Buches Remnants of Wehrmacht Soldiers: Burial and Commemoration Practices of German Soldiers of the Second World War in Russia and Europe, 1941–2023 untersucht Nina Janz in ihrem Beitrag die Bemühungen, der gefallenen deutschen Soldaten auf sowjetischem und russischem Boden zu gedenken. Viele der hastig angelegten Gräber befinden sich heute an unmarkierten Orten, die inzwischen öffentliche Parks, Parkplätze oder städtische Räume geworden sind, und stellen damit besondere Herausforderungen für historische Forschung, Diplomatie und lokale Erinnerung dar.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), diese Gräber zu lokalisieren und zu identifizieren. Dabei stießen die Initiativen auf politische, finanzielle und logistische Hindernisse. Das Gedenken an die toten deutschen Soldaten in Russland erfordert eine sensible Balance zwischen historischem Erinnern und den lokalen, oft ambivalenten Erinnerungskulturen: Für manche Gemeinschaften stehen die Gräber für schmerzhafte Vergangenheit, für andere sind sie historische Zeugnisse, die respektvoll bewahrt werden sollten.

Praktische Einschränkungen wie begrenzte Mittel, die Weite des Territoriums und rechtliche Hürden erschweren Exhumation und Umbettung zusätzlich. Der Beitrag verdeutlicht, dass das Gedenken an die Gefallenen weit über logistische Maßnahmen hinausgeht und zeigt, wie Gesellschaften mit Kriegserbe und unterschiedlichen erinnerungskulturellen Traditionen umgehen – exemplarisch untersucht am Kontext von Soldatengräbern und der Exhumierung menschlicher Überreste.

About our speaker:

Nina Janz, PhD; Promotion an der Universität Hamburg (2019) zur Wirkung von Tod und Gewalt und zur Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Russland. Derzeit Marie-Skłodowska-Curie-Actions Fellow am NIOD, Institute for War, Holocaust and Genocide Studies in Amsterdam im Projekt TransWarSoldWWII.

Zuvor Co-PI im WARLUX-Projekt am Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History mit Schwerpunkt auf der Zwangsrekrutierung von Luxemburgern in die Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Archivarin im Bundesarchiv (Militärarchiv Freiburg, 2008–2015) und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Institut Moskau (2016). Veröffentlichungen u. a.: Remnants of Wehrmacht Soldiers (2024). Aktuelle Projekte: Freiwillige der Waffen-SS aus den Benelux-Ländern; Between Sovereignty and Subordination: Small-State Military Engagements in WWII – Belgium and Luxembourg in the Allied War Effort; Kriegserfahrungen internationaler Freiwilliger im Russland-Ukraine-Krieg.

Much research has been done on monuments, on their original foundations, histories, designs, official attributions. In contrast, we focus on the subsequent everyday and festive practices at these places of remembrance, in all their recent and past forms and media designs. What happens(-ed) there in....

“Digital Public History”: Unsere aktuelle Volontärin Sarah Forstner stellt sich vor."... Gerade hier sehe ich auch eine ...
25/03/2026

“Digital Public History”: Unsere aktuelle Volontärin Sarah Forstner stellt sich vor.

"... Gerade hier sehe ich auch eine zentrale Aufgabe der Digital Public History: historische Narrative kritisch zu reflektieren und sie zugleich einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Digitale Werkzeuge eröffnen neue Möglichkeiten der Analyse, Visualisierung und Vernetzung historischer Daten und erlauben es, komplexe Zusammenhänge anschaulich darzustellen sowie Perspektiven zu erweitern. Im Rahmen des Volontariats möchte ich diese digitalen Methoden kennenlernen und praktisch anwenden, um neue Formen der Geschichtsvermittlung zu entwickeln und sie zugleich für meine zukünftige Forschung nutzbar zu machen."

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Sommersemester 2026!

➡️Hier zum gesamten Blogpost:
https://publichistoryinvienna.com/digital-public-history-sarah-forstner/

Die Public History Studies an der Universität Wien bieten jedes Semester ein Volontariat an. Im SoSe 26 ist dies Sarah Forstner.

28/01/2026

U Zagrebu se od 4. do 6. veljače 2026. održava međunarodna radionica o javnoj povijesti u Zagrebu i Beču. Radionica je otvorena studentima, doktorandima i zainteresiranoj publici. Središnje događanje bit će u četvrtak, 5. veljače u Vijećnici Filozofskog fakulteta u Zagrebu.

Program je dostupan na sljedećim poveznicama:
https://web2020.ffzg.unizg.hr/blog/2026/01/28/public-history-in-zagreb-and-vienna-international-networking-workshop/

https://povijest.ffzg.unizg.hr/2026/01/29/radionica-public-history-in-zagreb-and-vienna/

https://dokt-hist-mod.ffzg.unizg.hr/?p=1116

https://historiografija.hr/?p=51253

Adresse

Kolingasse 14-16
Innere Stadt
1090

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