16/08/2026
Andreas aus Thüringen spielt euch heute die Stücke “Alpenecho”, “Slowenischer Bauerntanz”, “La Pastorella” und “Gern haben tuat guat”.
Andreas wird 57 Jahre alt und hat bereits als Kind mit etwa sieben Jahren Akkordeon gelernt. Rund sieben Jahre lang spielte er regelmäßig, bevor das Instrument während seiner Jugendzeit etwas in den Hintergrund rückte. Ganz vergessen wurde die Musik jedoch nie und zu Familienfeiern holte er das Akkordeon immer wieder hervor.
Vor etwa sieben Jahren begegnete Andreas auf einer Almhütte erstmals bewusst der Steirischen Harmonika. Als er versuchte, selbst darauf zu spielen, klang es zwar irgendwie melodisch – ein richtiges Lied entstand jedoch noch nicht. Genau das weckte seinen Ehrgeiz und in ihm reifte der Wunsch, die Steirische wirklich zu lernen.
In einer gesundheitlich schwierigen Zeit half ihm das Instrument außerdem dabei, aus einem persönlichen Tief herauszufinden. Bis heute bezeichnet Andreas die Musik als seine beste Therapie. Beim Spielen kann er abschalten, zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen. Für ihn ist das Musizieren eine Art innere Meditation, bei der nicht immer alles perfekt sein muss.
Da ihm das Verarbeiten von Noten zunehmend schwer fiel, suchte Andreas bewusst nach einer Lernmethode ohne Noten und Griffschrift. So kam er zu Ziachfuchs und begann direkt mit den Lernvideos. Besonders beeindruckt hat ihn, dass man auch in einem höheren Alter das Gehör trainieren und bereits nach kurzer Zeit die ersten vollständigen Stücke spielen kann.
Mittlerweile umfasst sein Repertoire rund 30 Lieder. Neue Stücke hört er zunächst so oft an, bis sie zu einem richtigen Ohrwurm geworden sind. Anschließend versucht er, die Melodie selbst auf der Harmonika zu finden. Mit den Lernvideos arbeitet er danach an den Feinheiten und am musikalischen Ausdruck.
Eine besondere Rolle spielt für Andreas auch das Singen. Er singt schon immer gerne und verbindet mittlerweile viele Stücke mit Gesang. Dadurch entstehen für ihn noch mehr Gefühl und Lebendigkeit. Vor allem die ruhigen Lieder liegen ihm am Herzen, weil er mit ihnen Emotionen vermitteln und die Musik besonders intensiv spüren kann.
Auch die Gemeinschaft ist Andreas sehr wichtig. Er organisiert Musikantentreffen mit, motiviert andere zum gemeinsamen Spielen und trifft sich regelmäßig mit Harmonikafreunden. Dabei sollen sich auch Anfänger willkommen fühlen und ohne Angst ausprobieren dürfen. Seine Frau möchte nun ebenfalls mit dem Harmonikaspielen beginnen, während seine ältere Tochter gerne mitsingt.
Sein Tipp für alle Harmonikaspieler: Viel zuhören, mutig ausprobieren und möglichst oft gemeinsam musizieren. Denn das Gehör lässt sich trainieren – und mit jedem neuen Stück wächst nicht nur das Können, sondern auch die Freude an der Musik.
Viel Freude mit seinem Vortrag! 🎵🪗😊