10/09/2026
Das ist eine Frage, die mir meine Schüler ständig stellen. Und ehrlich? Früher dachte ich auch: „Ist doch nur was für Rennreiter oder zum Luftholen.“
Weit gefehlt! Der leichte Sitz ist kein bisschen „Gemütlichkeit“ – er ist eines der wichtigsten Hilfsmittel, das wir Reiter haben.
Hier sind die 4 ultimativen Gründe, warum wir ihn brauchen:
👇 1. Entlastung für den Pferderücken
Der empfindlichste Teil des Pferdes ist die Lendenwirbelsäule. Wenn ich im Trab oder Galopp aussitze, drückt mein ganzes Gewicht bei jedem Tritt auf diesen Bereich. Im leichten Sitz nehme ich dieses Gewicht bewusst heraus – ich gebe dem Pferd die Chance, den Rücken aufzuwölben und frei zu atmen.
👇 2. Mehr Bewegungsfreiheit
Wenn ich im Sattel „klebe“, hindere ich das Pferd daran, sich richtig unter mir durchzutragen. Der leichte Sitz erlaubt dem Pferd, die Hinterhand aktiver unter den Schwerpunkt zu schieben. Kurz gesagt: Es wird geschmeidiger!
👇 3. Gelenkschonung für den Reiter
Stellt euch vor, ihr macht 20 Minuten Trab – aber jeder Trabtritt ist ein Stoß in eure Wirbelsäule. Der leichte Sitz mit den weichen, federnden Knien ist euer persönlicher Stoßdämpfer. Er schont eure Bandscheiben und die Kniegelenke.
👇 4. Sicherheit im Gelände & beim Springen
Hier wird es überlebenswichtig! Im leichten Sitz habe ich meinen Schwerpunkt tiefer und bin viel beweglicher. Wenn mein Pferd mal einen Satz zur Seite macht oder verwirft, kann ich blitzschnell reagieren – ich werde nicht abgeworfen, weil ich bereits „in der Bewegung“ bin.
Aber Vorsicht, Klassiker-Fehler:
Der leichte Sitz ist kein „Überkippen“ nach vorne und kein „Abknicken“ in der Hüfte. Es ist ein feines Abheben der Sitzbeinhöcker aus dem Sattel, während der Oberkörper gerade und die Hüfte weich bleibt. Stell dir vor, du schwebst.
Wie geht’s dir damit?
Findest du den leichten Sitz anstrengend oder ein Geschenk? Schreib mir deine Erfahrungen in die Kommentare – ich lese mit! 👇🐴