Stolpersteine in Rheine

  • Home
  • Stolpersteine in Rheine

Stolpersteine in Rheine Seit 2004 werden auch in Rheine Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus verlegt.

Der "Arbeitskreis Stolpersteine in Rheine" engagiert sich dafür, dass das Gedenken weiter fortgelebt wird.

Was ist überhaupt Chanukka? Die Maus erklärt es nochmal.
14/12/2025

Was ist überhaupt Chanukka? Die Maus erklärt es nochmal.

Heute vor 87 Jahren - am 13. Dezember 1938 - starb Caroline Anschel, geborene Hirsch. Sie ist 1870 in Sayn bei Neuwied g...
13/12/2025

Heute vor 87 Jahren - am 13. Dezember 1938 - starb Caroline Anschel, geborene Hirsch. Sie ist 1870 in Sayn bei Neuwied geboren, lebte später mit ihren Eltern in Düsseldorf. Den aus Rheine stammenden Viehhändler Albert Anschel (1862-1924) heiratete sie 1898 in Düsseldorf. Sie zogen nach Rheine. Am 10. November 1938 wurde Caroline Anschel in ihren Wohnhaus an der Tiefen Straßen von Hitlerjungen misshandelt. Die Hitlerjungen waren vorher von einem Lehrer aufgestachelt worden. Zeitzeugen berichten, dass ihre Schmerzensschreie bis auf die Straße zu hören waren. Keiner half. Etwa einen Monat später starb sie an den Folgen der Verletzungen durch die Misshandlungen. Sie wurde 68 Jahre alt. Die Polizei ermittelte nicht.

Quellen: Althoff, Schaper, Stadtarchiv

Heute vor 81 Jahren wurde Frieda Grünberg, geborene Goldstein, im Konzentrationslager Stutthof ermordet. Sie wurde 1897 ...
30/11/2025

Heute vor 81 Jahren wurde Frieda Grünberg, geborene Goldstein, im Konzentrationslager Stutthof ermordet. Sie wurde 1897 in Bremen geboren. Sie lebte seit 1923 mit ihrem Mann Aron in Rheine. Ihre beiden Kinder Arnold und Senta konnten frühzeitig Deutschland verlassen. Zusammen mit Aron wurde sie im Dezember 1941 nach Riga deportiert. Sie starb zwei Jahre später im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig, nachdem sie durch die Sklavenarbeit im Straßenbau entkräftet und den desolaten hygienischen Zuständen an Typhus erkrankte. Ihr Stolperstein liegt heute auf dem Thie, gegenüber der AWO-Geschäftsstelle - neben den ihres Mannes und ihres Vaters, Simon Goldstein.
Fotos: Schaper, Yad Vashem

Mit der ersten Deportation von Juden aus Bayern wurden am 20. November 1941 aus München und Augsburg 998 Menschen nach K...
25/11/2025

Mit der ersten Deportation von Juden aus Bayern wurden am 20. November 1941 aus München und Augsburg 998 Menschen nach Kowno (heute Litauen) verschleppt. Unmittelbar nach der Ankunft am 25. November wurden die Deportierten vom Einsatzkommando 3 der Einsatzgruppe A im Fort IX außerhalb von Kowno erschossen. Auf der Deportationsliste finden wir unter der Nummer 92 eine Person, die in der Hindenburgstraße 32 (heute: Kardinal-Galen-Ring) in Rheine gemeldet war: den 1901 geborenen Kaufmann Kurt Reinhaus.

Kurt Reinhaus wurde 1901 in Braunschweig geboren. Sein Vater war der gebürtige Rheinenser Eduard Reinhaus (hier geboren 1866), der seit etwa 1892 in Braunschweig als Kaufmann und als Hypotheken- u. Grundstücks-Vermittler tätig war. Seine Frau, Rebekka, geborene Falkenstein, Jahrgang 1867, war Braunschweigerin. In den Adressbüchern der Stadt Braunschweig zwischen 1930 und 1937 führt Kurt Reinhaus den Beruf „Handelsvertreter“.

Im Novemberpogrom 1938 kam es in ganz Deutschland zu heftigen Übergriffen gegen jüdischen Einwohner. Einer Quelle besagt, dass sich Kurt Reinhaus zu dieser Zeit zu Besuch in Rheine aufhielt und die Gestapo-Stelle in Braunschweig ihn dort verhaften ließ. Allerdings gibt es auch Quellen, die besagen, dass er direkt in Braunschweig verhaftet worden war. Gewiss ist dass er in einem Transport, der über Hannover ging, am 11. November 1938 mit vielen anderen jüdischen Männern in das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar kam. Die Häftlingskarteikarte zeichnet ihn als „A.J.-Häftling“, also „Aktionsjuden“ aus - eine von den Nationalsozialisten geschaffener Sammelbegriff für die verhafteten Männer aus der Pogromnacht, die in das KZ Buchenwald kamen. Er erhielt die Nummer 24105 und wurde in einem Sonderlager untergebracht. Nach der Auflösung des Sonderlagers im Frühjahr 1939 kam Kurt Reinhaus in das sogenannte „Große Lager“ und erhielt die Nummer 5224. Am 9. Mai 1939 wurde er aus dem Block 20 und dem KZ Buchenwald entlassen.

Aus dem Anmeldebuch der Stadt Rheine kann man entnehmen, dass „ Kurt-Israel Reinhaus“ zusammen mit seinen Eltern ab dem 16. Mai 1939 in Rheine gemeldet war. Die Stadt Rheine stellte ihm eine Kennkarte aus, die ihn mit einem großen „J“ und dem Namenszusatz „Israel“ als Juden auswies. Er musste die Kennkarte immer bei sich führen.

Was er in Rheine zwischen 1939 und 1941 machte, ist nicht bekannt. Seinen Beruf durfte er wahrscheinlich nicht mehr ausüben. Offen bleibt außerdem, warum Kurt Reinhaus aus Bayern deportiert wurde, obwohl er in Rheine gemeldet war. Im Abmeldebuch der Stadt Rheine ist nachzuvollziehen, dass Kurt Reinhaus am 27. November 1941 aus der Emsstadt weggezogen sei. In der Spalte „Verzogen nach“ steht die lapidare Bezeichnung „evakuiert zum Osten“. Zum Zeitpunkt dieses Eintrages durch einen Mitarbeiter des Einwohnermeldeamtes der Stadtverwaltung Rheine war Kurt Reinhaus bereits tot und in einem Massengrab verscharrt.

Heute vor 144 Jahre - am 24. November 1881 - wurde Aron Grünberg geboren: Der aus Jemgum bei Hannover stammende Kaufmann...
24/11/2025

Heute vor 144 Jahre - am 24. November 1881 - wurde Aron Grünberg geboren: Der aus Jemgum bei Hannover stammende Kaufmann heiratet am 23. Dezember 1923 seine Frau Frieda, Tochter von Simon Goldstein. Sie wohnten auf dem Thie, gegenüber der heutigen AWO. Zusammen mit seiner Frau wurde er im Dezember 1942 nach Riga deportiert. Ihre Kinder Arnold (Jahrgang 1921) und Senta (Jahrgang 1924) konnten frühzeitig ins sichere Ausland emigrieren und überlebten den Holocaust. Aron wurde auf einer jener 25 Aufnahmen identifiziert haben, die in Bielefeld beim Abtransport der Juden angefertigt wurden: Aus einem Personenwaggon der dritten Klasse schaut, mit seiner linken Hand aufs heruntergeschobene Fenster gelehnt, ein Mann mit einem weißen Hut.
1943 soll Aron versucht haben, Lebensmittel zu schmuggeln, um dem Hunger im Ghetto etwas zu lindern. Er soll dafür auf dem sogenannten Blechplatz neben dem Friedhof des Ghettos erschossen worden sein.
Quelle: Yad Vashem, Stadtarchiv Bielefeld

Gerne weisen wir auf eine Veranstaltung am nächsten Montag, den 24.11.2025, hin.
19/11/2025

Gerne weisen wir auf eine Veranstaltung am nächsten Montag, den 24.11.2025, hin.

Am 19.11.1943 wurde Theresia Mendel zusammen mit ihrem Mann Eduard in Auschwitz vergast. Sie wohnten damals in der Münst...
19/11/2025

Am 19.11.1943 wurde Theresia Mendel zusammen mit ihrem Mann Eduard in Auschwitz vergast. Sie wohnten damals in der Münsterstraße. Sie wurde im Jahr 1881 in Gronau-Epe geboren. Er war Viehhändler, sie war Hausfrau. 1931 war die Familie Mendel aus Schüttorf nach Rheine gezogen. Am 11. März 1938 emigrierten sie in die Niederlande. Über das niederländische Sammeltlager Westerbork kam Theresia in das Vernichtungslager Auschwitz.

Zusammen mit seinen Schülern vom Kopernikus-Gymnasium Rheine hat Serjoscha Flohr den Stolperstein seines Urgroßvaters Be...
10/11/2025

Zusammen mit seinen Schülern vom Kopernikus-Gymnasium Rheine hat Serjoscha Flohr den Stolperstein seines Urgroßvaters Bernhard Alfrink am Rodder Damm gereinigt.

Alexander Breulmann hat gestern mit seiner Tochter den Stolperstein von Abraham Antewil gereinigt.
10/11/2025

Alexander Breulmann hat gestern mit seiner Tochter den Stolperstein von Abraham Antewil gereinigt.

Nachtrag: Auch gestern wurden in Rheine noch mehr Stolpersteine gereinigt. Vielen Dank für euren Einsatz. Ines Wellering...
10/11/2025

Nachtrag: Auch gestern wurden in Rheine noch mehr Stolpersteine gereinigt. Vielen Dank für euren Einsatz.
Ines Wellering Bernd Klusekemper

Heute, vor 87 Jahre, als es dunkel war,..da zündeten sie jubelnd die Synagoge an...da verhaftete Polizei und SA die jüdi...
09/11/2025

Heute, vor 87 Jahre, als es dunkel war,..da zündeten sie jubelnd die Synagoge an...da verhaftete Polizei und SA die jüdischen Männer und sperrte sie in den Falkenhof...da zerstörten sie jüdische Geschäfte in der ganzen Stadt...da schlugen und verhöhnten sie ihre jüdischen Mitbürger. ..da stürmten sie mitten in der Nacht Wohnungen und zerschlugen das Mobiliar.

Ihr wollt noch mehr Zahlen aus Rheine…
5…Namen von Soldaten der jüdischen Gemeinde, die im Ersten Weltkrieg fielen, standen auf einer Gedenktafel aus Bronze. Sie hing an der Synagoge. Nach der Zerstörung des Gotteshauses wurde die Platte eingeschmolzen.
6…Grabsteine musste die jüdische Synagogengemeinde nach der Zwangsenteignung des Friedhofs am Mühlentörchen zum Friedhof an der Lingener Straße bringen.
12…Jahre alt war Ilse de Beer, als sie sich mit der Mutter, der Schwester und dem Vater bei einer Nachbarin versteckte, als die SA-Horde am 10. November 1938 in ihr Haus eindrang. Sie muss große Angst gehabt haben.
25…Mitglieder der rheinenser SA wurden 1948 wegen Landfriedensbruch, Brandstiftung und Anstiftung wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung in Münster vor Gericht gestellt. Mehrere von ihnen erhielten mehrjährige Haftstrafen.
32…Tage nachdem Hitler-Jungen sie am 10. November 1938 schwer misshandelt haben, starb Caroline Anschel an den Spätfolgen der Verletzungen.
39…Juden lebten im November 1938 noch in Rheine.
51…Jahre hatte die schöne Synagoge an der Ecke Salzbergener Straße/Neuenkirchener Straße gestanden, als die SA sie in Brand steckte und haben niederbrennen lassen.
78…so alt war Julie Reinhaus, als sie in der Mühlenstraße zu Tode kam. Selbstmord? Ein Gewaltverbrechen durch die SA-Schergen? Wissen wir bis heute nicht…
97…Jahre hatte das Geschäft der Familie Anschel auf dem Thie bestanden, bis die SA den Laden zerstörte und die Familie in Folge das Geschäft aufgeben musste.

Nie wieder!

Heute Abend um 17:30 wird am Gedenkstein ein Kranz niedergelegt. Anschließend gibt es in der VHS ein Interview zu einem Täter aus Rheine in dieser Nacht.

Bildquelle: Stadtarchiv Rheine (nachkoloriert mit KI)

Address


Website

Alerts

Be the first to know and let us send you an email when Stolpersteine in Rheine posts news and promotions. Your email address will not be used for any other purpose, and you can unsubscribe at any time.

Shortcuts

  • Want your school to be the top-listed School/college?

Share