13/10/2025
Regina Josepha von Siebold stieß früh an die Grenzen ihrer Zeit: Frauen waren an Universitäten nicht zugelassen.
Mit Sondergenehmigung durfte sie in Würzburg Vorlesungen zur Geburtshilfe als Hörerin hinter einem Vorhang besuchen – ohne praktische Übungen.
1807 legte sie vor dem Großherzoglichen Medizinalkollegium eine vierstündige Prüfung ab und erhielt die staatliche Zulassung als Ärztin für Geburtshilfe (sowie als Hebamme). Damit wurde ihr Können amtlich anerkannt – trotz fehlender regulärer Studienwege. 🩺
Für ihre Leistungen verlieh ihr die Universität Gießen am 6. September 1815 den Dr. med. h.c. in der Entbindungskunst – ein historischer Meilenstein und die erste Ehrendoktorwürde dieser Art an eine Frau in Deutschland.
Sie praktizierte in Darmstadt, versorgte Frauen aller Schichten und wurde für ihr Engagement geschätzt – oft als „Mutter der Armen“ beschrieben. Ihr Weg ebnete Frauen den Zugang zu medizinischer Expertise und gesellschaftlicher Anerkennung – aus Hessen heraus mit Wirkung weit darüber hinaus. 👩🏻⚕️
Ihr Name steht bis heute für Pioniergeist, Durchhaltevermögen und den Kampf um Bildungsgerechtigkeit – aus Hessen heraus mit Wirkung für ganz Deutschland.
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