Das "Besondere" an unserer Montessori-Schule in Wertingen
Struktur und Tagesablauf
Jahrgangsmischung - Soziales Lernen in altersgemischten Gruppen beeinflusst das Lern- und Sozialverhalten positiv, max. 25 Schüler bilden eine Klasse. Inklusion wird an unserer Schule seit der Gründung ganz selbstverständlich gelebt. Stilleübungen zur Entspannung und Konzentration stehen am Tagesbeginn. Im Kreisge
spräch planen die Kinder gemeinsam ihr Lernen. Anhand der Leitfäden erarbeiten sich die Schüler die Inhalte des Lehrplans. Jeder Schüler dokumentiert in einem Tagebuch seinen Arbeitsprozess. In einem Portfolio stellen sie ihre Leistungsnachweise zusammen. Es gibt keine verpflichtenden, für alle gleichen Hausaufgaben, aber selbsttätiges häusliches Arbeiten und Üben ist nötig und erwünscht. Für Grundschüler gibt es eine pädagogisch betreute Mittagsgruppe. Im Rahmen der offenen Ganztagsschule findet viermal wöchentlich „MoNa" (Montessori am Nachmittag) bis 16:00 Uhr als freiwilliges Angebot statt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gehen die Schüler/-innen in verschiedene Gruppen – Handwerk, Informatik, Sport, Theater, Vorbereitung auf die Schulabschlüsse, Musik, Business-English - je nach Interesse und Möglichkeit. Besondere Angebote und Fahrten
Ab der 1. Klasse finden jährlich Fahrten ins Schullandheim statt. Die "Großen" fahren zu einer Studienreise mit Sprachunterricht nach England und erkunden die Hauptstadt Berlin. Erste Erfahrungen in einer Fremdsprache werden bereits in der Grundschule gemacht. Derzeit gibt es Spanisch als Zusatzangebot in der MOS und bei "MoNa". Inhaltliche Schwerpunkte finden Ausdruck in Projektwochen für die ganze Schule ( z.B. “Öko-Audit“, “, “Afrika“, "Schwäbisches Brauchtum“ „Sucht- und Gewaltprävention“). Die Schülerfirma kids@work hat die Struktur einer Genossenschaft und betreibt derzeit einen Schreibwarenladen und das Schülercafé. Außerdem regelt sie die Finanzen des "Erdkinderprojekts im Mühlwinkel". Durch die Betriebspraktika “Schule vor Ort” bereits ab der 5. Klasse knüpfen wir enge Kontakte zur Wirtschaft. Der „Erdkinderplan“ – so nannte Montessori die geeignete vorbereitete Umgebung für Jugendliche – wird bei uns als Projekt für die Klassen 7/8 im Mühlwinkel umgesetzt. Hier arbeiten Jugendliche ca. neun Wochen pro Jahr in enger Verknüpfung von Theorie und Praxis außerhalb der Schule – mit großem Spaß und Erfolg und ein weiterer Schritt in Richtung Berufsorientierung.
„Zeugnisse“, „Prüfungen“, Abschlüsse
Schon Grundschüler erarbeiten Referate und tragen sie der Klasse vor. Am Ende jeder Stufe fertigen die Schüler eine umfangreiche Arbeit an, die sie vor Publikum präsentieren. Geeignete Viertklässler/-innen können sich in einer freiwilligen Lerngruppe auf die Aufnahmeprüfung ins Gymnasium vorbereiten. Viele unserer Schüler sind geblieben und haben bewusst den Zweiten Bildungsweg z.B. über unsere Montessori-Fachoberschule MOS gewählt. Etliche von ihnen studieren inzwischen. Mit einer eigenen “Montessori-Abschluss-Arbeit“ erwerben sich Schüler/-innen der 8. Klasse schon vor den staatlichen Qualifikationen eine zusätzliche Chance bei ihren Bewerbungen auf dem Arbeitsmarkt. Als “Zeugnisse“ erhalten die Schüler die sehr differenzierten “Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess“ - ohne Noten. Abschlussprüfungen werden in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Mittelschule abgelegt. Klasse bereiten sich die Schüler auf den erfolgreichen bzw. qualifizierten Abschluss vor, in der 10. Klasse auf den Mittleren Bildungsabschluss. Nahezu alle unserer Abgänger finden eine Ausbildungsstelle oder sind hoch motiviert weiterführende Schulen zu besuchen. Die Erfolgsquoten unserer Schüler/-innen liegen sowohl beim Qualifizierenden Hauptschulabschluss als auch beim Mittleren Bildungsabschluss meist deutlich über denen der staatlichen Schulen. Seit dem Schuljahr 2007/08 umfasst unsere Schule auch eine eigene Fachoberschule (MOS = Montessori-Oberschule) mit 11. Klasse, damit sich unsere Schüler/-innen auf einen hochschulqualifizierenden Abschluss vorbereiten können. Wir führen die beiden Fachrichtungen Wirtschaft und Verwaltung sowie Sozialwesen. Klasse gehen die Fachoberschüler in drei Blöcken à ca. sechs Wochen ins Praktikum – gern auch ins Ausland! Einige Schüler haben sich bei uns sogar erfolgreich auf das allgemeine Abitur vorbereitet. Unsere Schule besteht seit 1990. Die ersten Jahrgänge stehen bereits im Berufsleben oder haben ihr Studium abgeschlossen; die ersten Enkelkinder sind angemeldet.