05/08/2026
Von außen sieht ein Kind, das endlich „hört“, manchmal aus wie ein Kind, das etwas nun verstanden hat. Dabei kann es auch ein Kind sein, das gelernt hat: „Wenn ich nicht mache, was von mir erwartet wird, wird es unangenehm für mich. Also mache ich lieber.“
Nur was bleibt eigentlich bei einem kleinen Kind hängen, wenn am Ende immer der gewinnt, der stärker ist?
Ich sitze im Garten und höre seit ein paar Tagen immer mal wieder ein kleines Kind schreien. Ich weiß nicht genau, wo es herkommt und natürlich auch nicht, was los ist. Manch ein Zubettgehen oder Zähneputzen, als meine Kinder ganz klein waren, klang von Außen bestimmt auch anders als es war. Und doch ist diese Schreien, das ich höre, eben kein Kleinkind-Wutanfall-Schreien. Es ist dieses verzweifelte Schreien eines Kindes, das gerade ganz dringend einfach nur in den Arm genommen werden muss. Vielleicht mit einem kleinkindlichen Wutanfall vorne weg. Und es klingt nach einem Erwachsenen, der vermutlich gerade ebenfalls absolut am Limit ist. Ich bin keine perfekte Mutter. Ich kenne solche Situationen noch gut selbst. Gleichzeitig waren es genau die Momente, die mir auch klar machten, dass da gerade ein kleiner hilfloser und verzweifelter Mensch vor mir steht, der mich ganz dringend braucht. Und ich die Erwachsene bin. Will ich wirklich, dass mein Kind lernt, dass es nichts zu sagen hat, dass der Stärkere, der Machtvollere Recht hat? Nein. Genau das will ich nicht. Ich will nicht, dass mein Kind Angst vor mir hat, sondern dass es mir vertraut. Aus tiefstem Herzen.
familienberatung/eltern sein/kindliche entwicklung/kindheit/familie/erziehung/beziehung
30/07/2026
Diese Sätze stammen nicht aus irgendeinem Buch.
Es sind Fragen, die Kinder schon Wochen und Monate vor der Einschulung beschäftigen können. Sie stammen aus Kurs- oder Beratungsfamilien, teils auch von meinen eigenen Kindern.
Während wir Eltern überlegen, ob alles für den Schulranzen da ist, was noch für die Schultüte fehlt und wie die Feier zu Hause dekoriert werden soll, sind viele Kinder gedanklich längst ganz woanders.
Sie fragen nach dem Klassenzimmer, nach der Lehrerin, wo die Jacke hinkommt. Aber auch nach dem, was passiert, wenn sie etwas nicht verstehen oder mal was falsch machen.
Bei vielen Kindern kreisen diese Gedanken sogar nur im Kopf rum. Nicht alle sprechen sie laut aus. Und manchmal denken Kinder wirklich erstaunlich weit voraus.
Genau deshalb beginnt der Schulstart für mich nicht erst mit der Einschulung und er endet damit auch nicht. Er beginnt viel früher und dauert deutlich länger. Bis zu den Herbstferien? Bis zum Ende der 1. Klasse.
Wenn euch dieser Übergang gerade beschäftig und du dir vielleicht genauso viele Fragen wie dein Kind stellst, habe ich dazu einen „Elternabend für zu Hause“ aufgenommen. Ein Video, dass du dir sofort und jederzeit anschauen kannst.
Den Link findest du in meiner Bio. ❤️
schulkind/einschulung/schulstart/eltern sein/kinder stärken/schule/familienberatung/neurodivergente kinder/hochsensible kinder/erstklässler
21/07/2026
Meine Fortbildungssaison 2026/2027 ist eröffnet!
Neben meiner Arbeit als Familienberaterin bin ich auch als Fortbildungsreferentin aktiv und im kommenden Fobi-Jahr 2026/27 ist schon einiges geplant. Da mir neulich jemand sagte, dass sie unbedingt bei mir eine Fobi mal machen will, dachte ich, ich teile die Termine mal mit euch.
Ich freu mich wirklich ganz besonders, dass ich ein Teil des Referent*innen-Teams von .werkstatt sein darf. 🎉 Mit einer Fobi über die Wackelzahnpubertät im November und im Februar zum Thema Mobbingprävention. Danke für euer Vertrauen, liebe Simone, Alena und Sandra!
Drei weitere Fortbildungen laufen über die Diakonie Ulm/Alb-Donau (Details dazu gern auf Nachfrage ). #
Und falls die Termine oder die Veranstalter bei euch nicht passen: ich biete alle Themen (und noch andere) auch als Inhouse-Fortbildung oder online für euer Team an. Schreibt mir einfach eine Nachricht.
Und übrigens: bei mir findet alles immer ohne Rollenspiele oder Feedbackrunden, bei denen jeder was sagen muss, statt.
Swipe euch oben durch für alle Infos.
Würd mich freuen, euch bei einer der Termine zu sehen!
Fortbildung/Erzieherin/Kita/Familienberatung/Frühpädagogik/Kindergarten/Krippe/Beziehungswetter
17/07/2026
Ich bin Begabungspädagogin und finde das Wort “Hochbegabung” ehrlich gesagt richtig doof.
👉🏻 Weil es sofort Bilder im Kopf macht, die falsch sind.
Viele denken bei Hochbegabung an jemanden, der alles weiß, a das kleine Wunderkind, an jemanden, der absoluter Experte und immer Bestleistungen erbringt.
Diese Bilder sorgen dafür, dass viele Eltern erst einmal denken: „Das kann nicht auf uns zutreffen.“
Ich höre in Beratungen regelmäßig folgenden Satz:
„Ich kann nicht hochbegabt sein. Ich bin kein Experte bei irgendwas.“
Genau das ist ein Denkfehler!
Hochbegabung bedeutet nicht, dass du automatisch Spezialist und Überflieger bist. Sie beschreibt eine besondere Art zu denken* und sagt nichts über deine Interessen oder deinen Lebenslauf aus.
Ich frage mich manchmal, wie viel Missverständnisse und falsche Vorstellungen es nicht geben würde, wenn es ein anderes Wort oder eine andere Sprache gäbe. Eine, die weniger über Leistung spricht und mehr darüber, wie unterschiedlich Menschen die Welt wahrnehmen, verarbeiten und verstehen.
Und genau deshalb mag ich das Wort “Hochbegabung”
nicht besonders. Weil es mehr Missverständnisse erzeugt als Verständnis schafft.
(*ja, natürlich auch noch mehr. Aber das sprengt hier den Rahmen und ist nicht der Punkt.😉)
👉🏻Wie geht es dir mit dem Wort? Welche Bilder hast du direkt im Kopf? Schreib es mal unten rein.
ELTERNBERATUNG
FAMILIENBERATUNG
NEURODIVERGENZ
03/07/2026
Wenn Kinder starke Gefühle haben, werden Erwachsenen oft sofort aktiv.
Regulationsstrategien sind im Mainstream angekommen. Das ist grundsätzlich eine gute Entwicklung. Gleichzeitig beobachte ich, dass dadurch auch Missverständnisse entstehen.
Während wir früher oft hilflos vor einem wütenden Kind standen und aus Überforderung vielleicht Sätze fielen wie „Reiß dich jetzt mal zusammen.“ greifen wir heute zu Regulationsstrategien.
Dann heißt es:
„Komm, wir atmen mal tief durch.“
„Hier ist ein Fidget Toy.“
„Box mal ins Kissen.“
„Trink erst mal einen Schluck Wasser.“
Das Problem ist nicht die Methode.
Das Problem ist, wenn wir sie einsetzen, bevor das Gefühl überhaupt da sein durfte.
Kinder müssen Gefühle erst erleben dürfen, um sie nach und nach zu verstehen. Dafür brauchen sie einen Erwachsenen, der ihr Gefühl mit ihnen aushält und nicht sofort eine Strategie, die es weg machen soll.
Eine Methode macht noch keine Haltung.
Co-Regulation beginnt für mich nicht mit einer Technik. Sie beginnt mit der inneren Haltung:
“Ich bin da. Dein Gefühl darf da sein. Ich halte es mit dir aus.”
👉🏻 Wie siehst du das? Erleben wir starke Gefühle manchmal zu schnell als etwas, das sofort “gelöst” werden muss?
07/05/2026
Nach dem Elternabend ist vor dem Elternabend.
Gestern Abend fand der "Stark gegen Mobbing"-Elternworkshop statt. Er wirkt bei mir gerade noch nach und bei den Teilnehmerinnen sicherlich auch. Denn das Thema macht nachdenklich.
Es wurde mir schon rückgemeldet, dass man einiges gar nicht auf dem Schirm hatte. Und ich kenne das gut. Das ging mir auch so, bevor ich mich nochmal tiefer mit Mobbing beschäftigt und mich als Präventionstrainerin ausbilden ließ.
Da die Nachfrage groß war und manche gestern leider keine Zeit hatten, gibt es schon einen nächsten Termin:
Dienstag, 30. Juni 2026
online
19-20:30 Uhr
Hier bekommst du Infos und kannst dich auch direkt anmelden. 🙂
Es gibt wieder die Möglichkeit für Early Bird Tickets.
BeziehungsWetter Familienberatung - THEKLA® Stark gegen Mobbing - Elternworkshop auf kikudoo
Ist das noch ein normaler Streit oder schon Mobbing? Erfahre, wie du dein Kind stärkst und im Ernstfall sicher handelst.