19/06/2026
Heute teile ich eine Geschichte, die mich bis heute geprägt hat – und die in meinen Praxis-Alltag oft viel Inspiration und Mut weckt.
Ich war Anfang 20, Praktikantin in einem Wohnheim für Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderungen.
Eines Abends war ich mit einem Bewohner in der Küche – er war zwei Köpfe größer als ich.
Plötzlich stand er vor mir, hielt einen massiven Salzstreuer über meinen Kopf, hatte stecknadelgroße Pupillen und sagte:
„Ich habe schon mal eine Lehrerin fast umgebracht. Jetzt haue ich dir den Salzstreuer voll über den Kopf.“
In dem Moment spürte ich:
Er ist gar nicht bei sich.
Ich habe mein Nervensystem reguliert.
Habe mich groß gemacht.
Habe ruhig gesagt:
„Du drehst dich jetzt um, siehst du die Kaffeemaschine? Du stellst den Salzstreuer genau daneben.“
Und er hat es gemacht.
Danach habe ich die Situation verlassen, bin zu meinen Kolleginnen gegangen, habe das erzählt.
Mein Körper hat automatisch angefangen heftig zu zittern - er hat den Stress losgelassen. Gut so!
Und dann die nächste Erkenntnis: Die Kolleginnen wussten, dass das „normal“ war.
Er hatte schon andere Mitarbeiterinnen angegriffen – aber niemand hatte mich gewarnt.
Ich bin bis zur Wohnheimsleitung gegangen und habe meinen Teil dazu beigetragen, dass so etwas im besten Fall nie wieder passieren wird.
Diese Geschichte hat mich gelehrt:
✨ Dass mein Nervensystem mich tragen kann – wenn ich ihm vertraue.
✨ Dass es okay ist, zu zittern. Dass mein Körper weise ist.
✨ Dass ich für mich einstehen darf. Auch wenn andere es nicht tun.
💛 Wenn auch du spürst, dass du in deinem Leben für dich einstehen möchtest – dann lade ich dich ein.
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🤗 Her mit dem schönen Leben – und dem Mut, sich selbst zu schützen.
Deine Eva