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DENKMALDIGITAL - Die Web-App für Baukulturerbe in Landkreis und Stadt Regensburg

Das innovative Pilotprojekt MONUMENTA-Web-App macht die Denkmäler im Landkreis und in der Stadt Regensburg multimedial zugänglich: Durch die Förderung des Freistaats Bayern und ergänzenden Mitteln von Stadt und Landkreis Regensburg wird eine neue digitale Plattform geschaffen, die die Kulturschätze der Region in einer interaktiven, multimedialen Form präsentiert.

17/02/2026

Es geht voran mit der MONUMENTA-Web-App. Am Donnerstag, den 12. Februar wurde MONUMENTA auf Schloss Schönberg in Wenzenbach Bürgermeistern, Ortsheimatpflegerinnen und Ortsheimatpflegern, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den Gemeindearchiven und Mitgliedern der Kirchenverwaltungen des östlichen Landkreises vorgestellt.

Projektleiter Dr. Thomas Feuerer erläuterte die Idee und die Möglichkeiten der Anwendung und informierte über den aktuellen Sachstand. Dr. Christine Riedl-Valder, die seit November 2025 als Verfasserin der Inhalte Teil des Pilotprojekts ist, lieferte einen aktuellen Werkstattbericht und Nadine Merk, ihrerseits wissenschaftliche Koordinatorin, stellte die Funktionen der MONUMENTA-Web-App live vor. Im Anschluss führte Schlossherr Prof. Dr. Hans-Hermann Klünemann durch die herrschaftlichen Räume und erfreute die Anwesenden mit unterhaltsamen Anekdoten und spannenden Fakten, ehe ein kleiner Umtrunk zu Gesprächen einlud.

Mit der Informationsveranstaltung, die im ersten Projektjahr im März 2024 auf Schloss Alteglofsheim auch für den südlichen Landkreis stattfand, sollen Netzwerke gebildet werden, um das meist überschaubare Wissen über die Baudenkmäler in der Region bestmöglich aufzubereiten. Die Unterstützung durch Ortskundige, wie z. B. durch Bürgermeister, Ortsheimatpfleger, Archivare und Pfarrer, ist dabei von großem Wert. Fotomaterial aus vergangenen Tagen oder nicht publiziertes Wissen schlummert bei ihnen und bleibt häufig unentdeckt.

Dr. Christine Riedl-Valder hat seit der Wiederaufnahme der Projektarbeiten im November 2026 bisher bereits 86 von insgesamt 263 Kurztexten zu allen laut der offiziellen Bayerischen Denkmalliste geführten Baudenkmälern des östlichen Landkreises verfasst. Die nächste Teilfreischaltung des östlichen Landkreises ist für Mitte des Jahres geplant.

27/11/2025

Viktoria Taboga-Strauß erarbeitet seit Anfang November Inhalte zu den Denkmälern der Stadt Regensburg.de für unsere MONUMENTA-Web-App. Sie ist eine von zwei neuen Projektmitarbeiterinnen, die nach dem Tod von Dr. Peter Morsbach die inhaltliche Bearbeitung übernommen haben.

Taboga-Strauß hat Kunstgeschichte und Geschichte (Bachelor) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg studiert sowie Kunstgeschichte (Master) an der Universität Regensburg. Zuletzt arbeitete sie im Stadtarchiv Nürnberg sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Regensburg im Bereich Architektur und Architekturtheorie. Ihr Promotionsverfahren steht kurz vor dem Abschluss. Der Titel ihrer Dissertation lautet „Schloss Taxis. Zur Umgestaltung des ehemaligen Schloss Trugenhofen durch Ludwig Foltz 1858–1867“.

Über ihre Projektmitarbeit sagt sie: „Bereits seit längerem bin ich um das MONUMENTA-Projekt beruflich und persönlich gekreist – meinem jetzigen Mitwirken blicke ich anhand meines Vorgängers ein wenig ehrfurchtsvoll entgegen. Die größte Herausforderung ist der Faktor Zeit. Angesichts der überwältigenden Summe von mehr als 1.350 Baudenkmälern im Stadtgebiet, welche alle auf ihre Würdigung warten, ist ein arbeitsökonomisches Vorgehen die Basis für den zügigen Fortschritt des Projekts. Die eigene Neugier muss da ein wenig zurückgestellt werden – sonst droht man sich in der reichen Geschichte Regensburgs zu verlieren.“ Für sie ist die Denkmal-Web-App ein Weg, den Stadtraum völlig neu kennenzulernen: „Man wandelt sozusagen in einem für jedermann stets offenen Museum und kann Geschichte anhand von Architektur und Kunst unmittelbar erfahren. Ein solches Projekt würde ich mir auch für andere Städte wünschen.“

26/11/2025

Neustart für MONUMENTA: Nach dem plötzlichen Tod von Dr. Peter Morsbach im April mussten wir unser Projekt neu sortieren. Jetzt haben wir für die inhaltliche Bearbeitung der Denkmäler zwei neue Mitarbeiterinnen gefunden. Eine davon ist Dr. Christine Riedl-Valder. Sie wird sich mit den Denkmälern im Landkreis Regensburg beschäftigen.

Riedl-Valder, die seit 1993 in Beratzhausen lebt, hat Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie und Romanistik in Wien und Regensburg studiert. Seit den 1980er Jahren arbeitet sie als Kulturjournalistin, Übersetzerin und Lektorin. In ihrer freiberuflichen Tätigkeit war und ist sie außerdem an Ausstellungen und Projekten der Erwachsenenbildung beteiligt. Ihre Dissertation schrieb sie über den Rokokomaler Johann Adam Schöpf. Seit 2004 ist sie selbständig tätig mit ihrer Kulturredaktion „KunstLiteraTour“, wo sie sich in journalistischen und wissenschaftlichen Beiträgen unter anderem mit Denkmälern aus der Region auseinandersetzt. Sie ist außerdem Ortsheimatpflegerin von Beratzhausen und organisiert seit 2006 die „Literaturtage im Oberpfälzer Jura“ mit dem angeschlossenen Literaturpreis.

Über ihre Beteiligung am MONUMENTA-Projekt sagt sie: "Ich bin sehr dankbar, dass ich mich in den nächsten eineinhalb Jahren intensiv mit den Baudenkmälern des Landkreises Regensburg beschäftigen darf. Bei dieser Arbeit warten bestimmt viele neue Erkenntnisse und ungeahnte Entdeckungen auf mich. Gerade die unbekannteren, meist übersehenen Baudenkmäler können ja oft viel über die Welt und die Lebensumstände unserer Vorfahren erzählen. Deshalb bin ich voller Tatendrang, ihnen all ihre Geheimnisse zu entlocken.“

09/05/2025

Wir verabschieden uns von Prof. Dr. Peter Morsbach, der maßgeblich an unserem Projekt beteiligt war.

Der Landkreis Regensburg trauert um Professor Dr. Peter Morsbach aus Karlstein bei Regenstauf, der am 22. April 2025 kurz vor der Vollendung seines 69. Lebensjahres durch einen tragischen Unfall mitten aus dem Leben gerissen wurde. Der bis zuletzt umtriebige Kunsthistoriker war weithin als ausgewiesener Experte für Denkmalpflege und Bauforschung anerkannt.

Mehr als 40 Jahre lang hat er sich intensiv mit den Kunstdenkmälern und der Baukultur in Regensburg und Umgebung beschäftigt und dabei unzählige einschlägige Publikationen vorgelegt. Mit seinem enzyklopädischen Fachwissen war er zweifellos einer der besten Kenner der regionalen Kunstgeschichte. 2019 wurde er dafür mit dem Kulturpreis des Landkreises Regensburg ausgezeichnet – als erster und bislang einziger Vertreter aus dem Bereich der Wissenschaft.

Er selbst hat sich weniger als klassischen Wissenschaftler gesehen, sondern vielmehr als einen Suchenden, der das Gefundene mit dem ihm eigenen feinen Humor und mit viel pädagogischem Geschick auch vermitteln wollte. Anders als bei manchem Fachkollegen lautete deshalb sein Grundsatz: Kompliziertes einfach ausdrücken und nicht umgekehrt.

Zuletzt brachte er sich seit bald eineinhalb Jahren mit all seiner beeindruckenden Schaffenskraft bei der Entwicklung der vom Landkreis initiierten MONUMENTA-Web-App ein. Dieses gemeinsame Pilot-Projekt einer digitalen Denkmalplattform für die Region Regensburg war ihm eine langgehegte Herzensangelegenheit. Sein plötzlicher Tod reißt auch hier eine kaum zu schließende Lücke.

Der Landkreis Regensburg wird dem herausragenden Kunsthistoriker, leidenschaftlichen Geschichtsvermittler, engagierten Denkmalpfleger und außergewöhnlichen Menschen Peter Morsbach stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Unser tiefes Mitgefühl gilt allen, die ihm nahestanden.

(Foto: Christian Kaister)

Photos from Monumenta's post 03/04/2025

💒Die Lutherkirche Neutraubling, ein Denkmal aus der Nachkriegszeit

Viele unserer denkmalgeschützten Gebäude sind Gotteshäuser, die oft das Gesicht und Zentrum einer Ortschaft darstellen. Dabei werden Kirchen meist mit historischen, oft jahrhundertealten Bauwerken assoziiert. Aber auch neuzeitige Bauten erlangen den Status eines Denkmals. Die in ungewöhnlichem türkisfarbenen Anstrich von 1955 bis 1956 erbaute Lutherkirche in der Stadt Neutraubling ist eines dieser moderneren Denkmäler.

Sie ist ein Beispiel für den modernen Kirchenbau der 1950er Jahre. Ihr Zentralbau, entwickelt aus Dreiecks- und Fünfeck-Formen, sowie einem flachem Zeltdach, welches Y-Formen bildet, sticht hervor. Der fünfseitige Kirchenturm entstand nachträglich 1959. Ihre Architektur folgt den Prinzipien des Evangelischen Kirchenbautags, der eine Abkehr von historischen Stilformen forderte und Kirchen stärker auf ihre gottesdienstliche Funktion ausrichtete. Die städtebauliche Funktion sollte in den Hintergrund rücken.

Die Lutherkirche zeichnet sich durch die innovative Gestaltung durch den Architekten Adolf Abel und ihre Rolle in der Geschichte der Vertriebenengemeinde Neutraubling aus. Sie ist ein Zeugnis des Kirchenbaus der Nachkriegszeit und spiegelt die städtebaulichen Entwicklungen jener Epoche wider.

(Fotos: Gerald Richter, Text: Nico Pape)

Photos from Monumenta's post 26/03/2025

Zahlreiche Kapellen unterschiedlichster Art prägen in unserer Region das Landschaftsbild. Hier zeigen wir einige Beispielen aus dem südlichen Landkreis Regensburg.

1️⃣Wegkapelle St. Maria (18./19. Jh.), Aufhausen-Gansbach
Ihrem Namen als Wegkapelle entsprechend steht sie an der Weggabelung nach Pfellkofen/Pfakofen sowie zur Ochsenstraße und ins Tal der Großen Laber. Ihr Inneres birgt mit der spätgotischen Marienfigur des frühen 16. Jahrhunderts eine bemerkenswerte Ausstattung.

2️⃣Kriegerkapelle zur Schmerzhaften Muttergottes (1921), Obertraubling
Die achteckige Kriegerkapelle dient als Gedächtniskapelle für Gefallene und Vermisste der Weltkriege. Sie wurde 1921 innerhalb der Friedhofsmauer von St. Georg erbaut und zuletzt 2010 renoviert.

3️⃣Ehem. Burgkapelle St. Oswald (erw.1508), Auburg-Barbing
Die Burgkapelle St. Oswald war – wie ihr Name schon verrät – Teil der Auburg. Sie gehörte zu den zwei Kapellen der Anlage und stand im Vorhof, während sich die andere im Schloss befand. Heute ist sie das letzte erhaltene Zeugnis der Burg, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Für ihre Instandsetzung wurde die Besitzerfamilie 2016 mit dem Denkmalschutzpreis des Landkreises Regensburg und 2017 mit der Bayerischen Denkmalschutzmedaille ausgezeichnet.

4️⃣Dorfkapelle (1650 bzw. 17./18. Jh.), Niederhinkofen-Aufhausen
In kleinen Ortschaften ohne eigene Kirche diente die Dorfkapelle als zentraler Ort für Gebete, Andachten und kleinere Gottesdienste. Die Dorfkapelle in Niederhinkofen steht an einer alten Straßenkreuzung im Westen des Ortes und wurde einst von einer stattlichen Dorflinde beschattet. Derzeit befindet sie sich in einem schlechten Bauzustand und bedürfte dringend einer Instandsetzung.

5️⃣Friedhofskapelle St. Joseph (15. Jh.), Pinkofen-Schierling
Die Friedhofskapelle war einst der Chorturm der Pfarrkirche St. Nikolaus und wurde nach dem Abbruch des Kirchenschiffs 1905 zur Kapelle umgestaltet. Bis heute bewahrt sie ihr schönes Kreuzgratgewölbe und wertvolle spätgotische Wandmalereien.

6️⃣Simmlkapelle (1861), Mintraching
Die malerische Marienkapelle im Dorfkern, geschmückt mit Pilastern und Halbsäulen, flankiert hier charmant die Straßenkreuzung. Ihr Erbauer gab der Kapelle seinen Namen.

🌐Mehr Infos über Kapellen und andere Denkmäler finden Sie unter www.monumenta.de.

(Fotos: Gerald Richter,Text: Nico Pape)

16/01/2025

Seit einer Woche ist MONUMENTA online. Hintergrundinfos und Bilder zu Denkmälern im südlichen Landkreis Regensburg sind seitdem unter www.monumenta.de zu finden.

Das sagten Staatsminister Albert Füracker und Landrätin Tanja Schweiger zu unserem Projekt und unserer Web-App:

Photos from Monumenta's post 13/01/2025

Unsere Web-App MONUMENTA ist online!

🖲Am 9. Januar wurden in Anwesenheit von unter anderem Staatsminister Albert Füracker, Landrätin Tanja Schweiger und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer die ersten Inhalte freigeschaltet. Unser bundesweit einzigartiges Pilotprojekt nutzt digitale Technik, um zeitgemäß über das wertvolle Baukulturerbe in Landkreis Regensburg und Regensburg.de zu informieren.

🏛Ein erster Meilenstein wurde mit der Freischaltung der Gemeinden Alteglofsheim, Aufhausen, Barbing, Hagelstadt, Köfering, Mintraching, Mötzing, Neutraubling, Obertraubling, Pentling, Pfakofen, Pfatter, Riekofen, Schierling, Sünching und Thalmassing gesetzt. Ziemlich genau ein Jahr nach dem Projektstart können Nutzerinnen und Nutzer also zunächst die Denkmäler des südlichen Landkreises Regensburg erkunden. Weitere Inhalte werden stetig ergänzt.

❓Aber was bietet MONUMENTA eigentlich?
❗eine Karte (oder Liste) aller Denkmäler und erhaltenswerter Gebäude der jeweiligen Gemeinde
❗fachlich fundiertes Wissen auf einen Blick
❗weiteres, multimediales Material, um in die Tiefe zu gehen: ausführliche Texte, umfangreiche Fotogalerie, Pläne, Rekonstruktionen, Audios, Videos und 3- bzw. 360°-Ansichten
❗die Möglichkeit, dieses Wissen laufend zu aktualisieren und zu vermehren

🌍Die Web-App ist zu finden unter www.monumenta.de.

💵Das MONUMENTA-Projekt wird im Rahmen der Heimat-Digital-Regional-Förderrichtlinie des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat gefördert.

(Fotos: H.C. Wagner)

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